Meinung

Trau, schau, wem

Seit Jahren kommt es in niederländischen Großstädten immer wieder zu Angriffen marokkanischer Migranten auf Juden. In Amsterdam wird damit bald Schluss sein. Denn der dortige Bürgermeister begeistert sich für die Idee eines sozialdemokratischen Parlamentariers. Der schlug vergangene Woche eine Methode vor, um gewaltbereite Antisemiten aufzuspüren und zu verhaften: Zivilbeamte sollen – als ultraorthodoxe Juden verkleidet – in Stadtteilen mit hohem Migrantenanteil auf Streife gehen. Die Amsterdamer Polizei wendet die Methode bereits bei der Bekämpfung von Überfällen auf Alte und Schwule an. Wer also demnächst in Amsterdam Charedim begegnet, sollte sich nicht wundern, wenn sie an der nächsten Ecke ihre Schinkenbrote auspacken. Labile Menschen allerdings wird das Projekt sehr verunsichern. Denn häufig stellen sie sich die Frage nach der Authentizität des Gegenübers: Falsche Juden, junge Greise, unechte Schwule – wem ist überhaupt noch trauen? Doch ruhig Blut! Kriminell wird’s erst, wenn die Räuber anfangen, sich als Polizisten zu verkleiden.

Atomstreit

USA und Iran vor neuer Gesprächsrunde

Unterhändler beider Staaten sollen sich diese Woche in Genf treffen, um über einen iranischen Vorschlag für ein neues Atomabkommen zu beraten

 23.02.2026

Kiel

DIG-Landesvorsitzender nach Demo attackiert

Der Landesvorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Schleswig-Holstein und eine Begleiterin wurden angegriffen, ein weiteres Opfer geschlagen

 23.02.2026

Braunschweig

Zentralrat der Juden: Schau betont »schmerzliche Aktualität«

Nur fünf Jahre nach dem Ende der Nazi-Diktatur und des Holocaust wurde der Zentralrat der Juden in Deutschland gegründet. Zur Eröffnung der Jubiläumsausstellung nach 75 Jahren gibt es mahnende Worte

 23.02.2026

Weimar

Linksextreme planen Aktion in KZ-Gedenkstätte

Israelfeindliche Gruppen rufen zu einem Protest in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald auf – am Jahrestag der Befreiung des Lagers. Die Gedenkstätten-Stiftung ist besorgt

 23.02.2026 Aktualisiert

Ukraine

Der verdrängte Krieg

Es gibt keine Alternative zur Unterstützung des angegriffenen Landes. Ansonsten könnte das Grauen näher rücken – auch bis zu uns nach Deutschland

von Igor Mitchnik  22.02.2026

Kommentar

Eure Masche zieht nicht mehr!

Mittlerweile hat es sich selbst im Kulturbetrieb herumgesprochen, dass die Bigotterie der sogenannten pro-palästinensischen Aktivisten allzu durchschaubar ist, wenn Menschenrechte gepredigt und im gleichen Atemzug »Genozid« und »Boykott« geschrien wird

von Sophie Albers Ben Chamo  22.02.2026

Kino

Wegen israelfeindlicher Propaganda-Rede bei Berlinale: SPD-Minister verlässt die Preisverleihung 

 21.02.2026

Berlinale

»Free Palestine« auf der Bühne

Filmemacher Abdallah Alkhatib wirft der Bundesregierung vor: »Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza«

von Katrin Richter  21.02.2026

Meinung

Endlich kehrt Ehrlichkeit in die Debatte über die UNRWA ein!

Der CDU-Antrag bringt auf den Punkt, was seit Jahren verdrängt wurde: Palästinensische Gewalt darf natürlich nicht als politisches Instrument akzeptiert werden

von Daniel Neumann  21.02.2026