Kopenhagen

Terrorverdächtige in Dänemark in Untersuchungshaft

Die dänische Polizei verhaftete Terrorverdächtige. Foto: picture alliance / DPR

Nach einer großen Anti-Terroraktion in Dänemark sind mehrere Terrorverdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Zwei Personen kamen in der Nacht zum Freitag nach einem Haftprüfungstermin bis zum 9. Januar in Gewahrsam.

Für vier weitere Personen wurde Untersuchungshaft in Abwesenheit angeordnet. Das bedeutet, dass diese vier Verdächtigen noch nicht festgenommen wurden und bei dem mehrstündigen Haftprüfungstermin nicht dabei gewesen sind. Ob sie sich im Ausland befinden, ist unbekannt.

Wie die Staatsanwaltschaft der Kopenhagener Polizei am Freitag auf der Online-Plattform X weiter mitteilte, wurde eine Person auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei arbeitete jedoch daran, dass diese Freilassung vor einer höheren Gerichtsinstanz geprüft wird.

Verbindungen ins Bandenmilieu

Die Festnahmen waren am Donnerstag erfolgt. Die dänischen Behörden berichteten in dem Zusammenhang auch von einer Festnahme in den Niederlanden. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, einen Terrorangriff vorbereitet zu haben und somit gegen Terrorgesetze verstoßen zu haben. Der dänische Geheimdienst PET sprach von Verbindungen ins Bandenmilieu und ins Ausland.

In einer Mitteilung des Büros des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu war unter Berufung auf den Auslandsgeheimdienst Mossad von sieben Festgenommenen in Dänemark mit Verbindungen zur islamistischen Hamas die Rede. Die dänischen Behörden bestätigten diese Verbindungen bislang nicht. Einzelheiten zu den vermuteten Terrorplänen wurden von Behördenseite bisher ebenfalls nicht genannt.

Bei den drei in Dänemark Festgenommenen handelte es sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge um zwei Männer und eine 19-jährige Frau. Auf freien Fuß kam demnach einer der beiden Männer, ein 29-Jähriger.

Festnahme auf Antrag Deutschlands

Der in Rotterdam Festgenommene wurde nach Angaben der dortigen Polizei im Zusammenhang mit Ermittlungen in Dänemark gesucht und letztlich auf Antrag Deutschlands festgenommen.

Die Bundesanwaltschaft in Berlin hatte am Donnerstag zudem drei mutmaßliche Mitglieder der Hamas in Berlin festnehmen lassen. Sie sollen nach Waffen gesucht haben, die für mögliche Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Europa bereitgehalten werden sollten. dpa

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026

Augsburg

Gericht kippt Redeverbot für Höcke im Allgäu

Am Wochenende sollte Thüringens AfD-Landtagsfraktionschef in zwei Hallen in Bayern als Gastredner auftreten. Die Gemeinden wehren sich – aber vorerst nur in einem Fall mit Erfolg

 13.02.2026

Meinung

Danke, Herr Minister!

Johann Wadephul hat sich von Francesca Albanese distanziert und ihren Rücktritt gefordert. Doch jetzt müssen Deutschland und andere Staaten den Druck weiter erhöhen

von Michael Thaidigsmann  13.02.2026

Meinung

Jeffrey Epstein: Ein schlechter Mensch

Der verurteilte amerikanische Sexualstraftäter ist und bleibt ein beliebig formbares Vehikel für jedweden Verschwörungsmythos

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026

Diplomatie

Berichte: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost

Der Schritt ist eine Drohung an das Regime im Iran, mit dem US-Präsident Donald Trump gerne ein Atom-Abkommen abschließen möchte

 13.02.2026

Berlin

Internationales Auschwitz Komitee fordert AfD-Verbotsverfahren

Eva Umlauf, die Präsidentin des Komitees sagt, die Partei müsse »endlich vor die Schranken des Bundesverfassungsgerichts« gebracht werden

 13.02.2026

Analyse

Historiker: Dirigent von Karajan kein Hitler-Sympathisant

Opportunist oder Gesinnungsnazi? Das historische Bild des Dirigenten Herbert von Karajan leidet seit Längerem unter seiner NSDAP-Mitgliedschaft. Der Historiker Michael Wolffsohn will ihn nun von mehreren Vorwürfen freisprechen

von Johannes Peter Senk  13.02.2026

Ramallah

Scharia und Unterstützung für »Märtyrer«: PA veröffentlicht Verfassungsentwurf

In dem Entwurf, den Palästinenserpräsident Mahmud Abbas publizieren ließ, wird Jerusalem als »Hauptstadt des Staates Palästina« bezeichnet. Jüdische Bezüge werden im gesamten Text nicht erwähnt

 13.02.2026

München

Lauder fordert Abberufung von Francesca Albanese

Die UNO-Sonderberichterstatterin stehe für eine ideologische Agenda, die Verschwörungstheorien und spaltende, antisemitische Botschaften transportiere, sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses

von Imanuel Marcus  13.02.2026