Baden-Württemberg

Täter hinter »Fuck Israel«-Botschaften ermittelt

Das Firmengelände der Roto Frank AG in Leinfelden-Echterdingen Foto: picture alliance / ZB/euroluftbild.de

Im Fall einer Lieferung der Firma Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH von Beschlägen mit antisemitischen Botschaften an einen israelischen Geschäftspartner schreitet die Aufklärung voran. »Dank intensiver Untersuchungen konnten wir den Vorfall aus unserer Sicht inzwischen aufklären und eine Verantwortlichkeit identifizieren. Es wurde Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart gestellt«, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung, Marcus Sander, in Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Strafanzeige. Es werde geprüft, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werde. Es könnte sich um Straftatbestände wie Volksverhetzung, Beleidigung oder üble Nachrede handeln, sagte eine Sprecherin.

In einer Lieferung seien mehrere Zettel mit der Aufschrift »Fuck Israel« enthalten gewesen, wie die israelische Nachrichtenplattform »ynetnews« vor Kurzem berichtete. Die betroffenen israelischen Unternehmer sagten, es sei inakzeptabel, antisemitisches und hasserfülltes Material zu erhalten, vor allem aus Deutschland. Sie seien völlig geschockt gewesen, als sie das Paket geöffnet und die Zettel mit den Beleidigungen gefunden hätten. dpa

Reaktion

»Wir dürfen nicht dulden, dass Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind«

Bundeskanzler Merz sprach in Berlin über Migration und den grassierenden Judenhass im Land

 17.09.2026

Wahlkampf im Nordosten

Ex-CDU-Politiker Michel Friedman wirbt für die Grünen

 17.09.2026

Brandanschlag auf Synagoge Wuppertal

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 17.09.2026 Aktualisiert

Berlin-Wahl

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Linke

Neue Umfrage sieht eine Partei wieder knapp in Führung

 17.09.2026

München

Drinnen redet ein Palästinenser, draußen wird er mit »Free Palestine«-Rufen niedergebrüllt

In der bayerischen Landeshauptstadt fand eine Medienkonferenz mit prominenten Teilnehmern statt, gegen die es im Vorfeld Boykottaufrufe gab. Redner beklagten die zunehmende Polarisierung

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Karlsruhe

Iraker plante Anschlag in Bremen

Der 24-jährige Islamist soll eine Kirche in Bremen als Anschlagsziel ausgewählt und schon eine Schusswaffe beschafft haben. Die Ermittler werfen ihm mehrere schwere Straftaten vor

 17.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Berlin-Wahl

»Stimmen Sie gegen Antisemitismus!«

Die Vorsitzende der DIG Berlin Brandenburg, Cerstin Richter-Kotowski ruft Wähler dazu auf, Parteien zu wählen, die Judenhass bekämpfen

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken. Allerdings wird auch Kritik laut

von Leticia Witte  17.09.2026