Baden-Württemberg

Täter hinter »Fuck Israel«-Botschaften ermittelt

Das Firmengelände der Roto Frank AG in Leinfelden-Echterdingen Foto: picture alliance / ZB/euroluftbild.de

Im Fall einer Lieferung der Firma Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH von Beschlägen mit antisemitischen Botschaften an einen israelischen Geschäftspartner schreitet die Aufklärung voran. »Dank intensiver Untersuchungen konnten wir den Vorfall aus unserer Sicht inzwischen aufklären und eine Verantwortlichkeit identifizieren. Es wurde Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart gestellt«, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung, Marcus Sander, in Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Strafanzeige. Es werde geprüft, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werde. Es könnte sich um Straftatbestände wie Volksverhetzung, Beleidigung oder üble Nachrede handeln, sagte eine Sprecherin.

In einer Lieferung seien mehrere Zettel mit der Aufschrift »Fuck Israel« enthalten gewesen, wie die israelische Nachrichtenplattform »ynetnews« vor Kurzem berichtete. Die betroffenen israelischen Unternehmer sagten, es sei inakzeptabel, antisemitisches und hasserfülltes Material zu erhalten, vor allem aus Deutschland. Sie seien völlig geschockt gewesen, als sie das Paket geöffnet und die Zettel mit den Beleidigungen gefunden hätten. dpa

NSDAP-Mitgliederkartei

Ein Land durchsucht den Datenschatz

Die Recherche nach der Nazivergangenheit der eigenen Vorfahren scheint neuerdings so einfach wie eine Google-Suche. Auch in manch jüdischer Familie wächst das Interesse. Doch tragen die Erkenntnisse wirklich zur Aufklärung bei?

von Mascha Malburg, Michael Thaidigsmann  15.06.2026 Aktualisiert

In eigener Sache

Jüdische Allgemeine depubliziert Texte von Stephan-Andreas Casdorff

Die Prüfung mit spezialisierter Software legt Nahe, dass zwei Kommentare des »Tagesspiegel«-Editor-at-Large in dieser Zeitung von einer KI geschrieben wurden

 15.06.2026

Nahost

Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon

Die geplante 60-tägige Waffenruhe zwischen den USA und Iran gelte auch für den Libanon, behauptet die Terror-Miliz. Doch eine Bestätigung gibt es dafür nicht

 15.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  15.06.2026

Berlin

Streit um die Landesansprechperson für Antisemitismus

Recherchen des »Tagesspiegel« zufolge geht es bei der Suche nach einem Antisemitismusbeauftragten für die Berliner Hochschulen längst nicht mehr nur um die Belange der jüdischen Studierenden, sondern auch um Politik

 15.06.2026

Diplomatie

Macron will schnell Minen in Straße von Hormus räumen

Noch ist die Tinte nicht auf dem Abkommen zwischen den USA und Iran, doch Frankreichs Präsident signalisiert seine Bereitschaft »sehr schnell zu handeln«

 15.06.2026

Wirtschaft

Iran will Gebühren für Straße von Hormus verlangen

US-Präsident Donald Trump hat die Straße von Hormus für geöffnet erklärt. Aber Details eines US-Iran-Rahmenabkommens sind noch unklar. Im Iran fordern Stimmen Gebühren für die Durchfahrt der Meerenge

 15.06.2026

Meinung

Ein beschämender Deal

Israel und die USA haben den Iran zwar militärisch geschwächt. Dennoch haben sie keines ihrer Kriegsziele erreicht. Mit dem sich nun abzeichnenden Abkommen belohnt Präsident Donald Trump das mörderische Mullah-Regime

von Michael Roth  15.06.2026

Nahost

Die Stolpersteine beim Abkommen zwischen den USA und Iran

Die Umsetzung des Gaza-Abkommens steckt fest, Israel will seine Truppen aufgrund des Verhaltens der Terrororganisation Hisbollah nicht aus dem Libanon abziehen. Droht dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran das gleiche Schicksal?

 15.06.2026