Brandenburg

Streit um Beauftragten gegen Antisemitismus

Foto: picture alliance / Zoonar

In Brandenburg gibt es einen Streit über die geplante Ernennung eines Antisemitismusbeauftragten. Nach Medienangaben beauftragte der Landesverband der Jüdischen Gemeinden Land Brandenburg mit seinen sechs Gemeinden den ehemaligen Verfassungsrichter Matthias Dombert, seine Forderungen als Anwalt zu vertreten.

Der Landesverband wolle eine Mitsprache bei der Einrichtung des neuen Amtes, bestätigte Dombert am Freitag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

In einem Gesetzentwurf zur Bestellung des Antisemitismusbeauftragten ist bislang vorgesehen, dass es eine Wahl durch den Landtag auf Vorschlag der Fraktionen gibt. Damit unterscheidet sich Brandenburg von anderen Bundesländern, in denen Antisemitismusbeauftragte von den jeweiligen Landesregierungen ernannt werden. Laut Dombert soll nach dem Willen des Landesverbands auch eine Anhörung der »jüdischen Gruppen« im Gesetz verankert werden.

Wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Daniel Keller der KNA sagte, sollen die Gemeinden bei der Beratung über das Gesetz auf jeden Fall einbezogen werden: »Außerdem würde ich es begrüßen, wenn sie auch bei der konkreten Personalauswahl mitangehört werden.«

Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Petra Budke, betonte ebenfalls, dass die jüdischen Gemeinden zu dem Gesetzentwurf eine Bewertung abgeben sollen. Man müsse erwägen, ob das auch mit Blick auf die Person des Antisemitismusbeauftragten erfolgen könne.

Ein Sprecher des Zentralrats der Juden in Deutschland erklärte auf KNA-Anfrage, dass es sich bei diesem Thema um eine Angelegenheit des Landesverbands handle, zu der der Zentralrat keine Stellung nehme.

Berlin

Diskriminierung wegen falscher Hummus-Aussprache?

Im Ortsteil Prenzlauer Berg soll ein arabisches Restaurant einen israelischen Gast wegen der vermeintlich falschen Aussprache des Kichererbsengerichts nicht bedient haben. Das Lokal widerspricht dem Vorwurf

 20.08.2026

USA

Amerikas nächster Präsident?

Rahm Emanuel gilt als Hoffnungsträger der Demokraten und steht für einen Kurs der Mitte – sowohl in innenpolitischen Fragen als auch im Verhältnis zu Israel. Eine Annäherung

von Joshua Schultheis  20.08.2026

München

Knobloch in Zeiten von Judenhass: »Ich habe mich getäuscht«

Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden spricht offen über ihre Enttäuschung: Warum die Reaktion auf das Hamas-Massaker ihr nicht genügt und der Judenhass sie tief erschüttert

 20.08.2026

Florida

Nach antisemitischen Angriffen: »Hebräischer Hammer« gewinnt Vorwahl

Der jüdische Abgeordnete Randy Fine, ein republikanischer Israel-Unterstützer, setzt sich gegen den Antisemiten Dan Bilzerian durch

 20.08.2026

Berlin

Medienbericht: Andreas Franck will nicht Antisemitismusbeauftragter werden

Das Bundesinnenministerium wollte die Absage Francks auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren

 20.08.2026

Mar del Plata

Argentinien entlässt Bundesrichter wegen antisemitischer Äußerungen

Der Justizrat sieht einen schweren Verstoß gegen die für Richter geltenden Anforderungen an Anstand und Unparteilichkeit

 20.08.2026

München

Brandanschlag auf jüdisches Gemeindezentrum: Hinweise auf deutschen Täter verdichten sich

56 Jahre nach dem tödlichen Anschlag in der Reichenbachstraße 27 legen die Ermittler einen neuen Erkenntnisstand vor

 20.08.2026

Berlin

Umfrage: Mehrheit lehnt AfD-geführte Regierung im Osten ab

Die zumindest in Teilen rechtsextremistische Partei kann bei den Landtagswahlen im Osten mit hohen Stimmanteilen rechnen. Die Möglichkeit, dass sie im Anschluss einen Ministerpräsidenten stellen könnte, stößt überwiegend auf Ablehnung

 20.08.2026

Washington D.C./Teheran

Trump droht Iran mit »Wirtschaftskrieg«

Ob auf militärischer oder diplomatischer Ebene: Sichtbare Erfolge seines Kriegs gegen den Iran bleibt der amerikanische Präsident schuldig. Nun verschärft er die Rhetorik. Iranische Medien zeigen sich unbeeindruckt

 20.08.2026