Zeitz

Stolpersteine erneut beschädigt

Einige der inzwischen neu verlegten Stolpersteine in der Zeitzer Kramerstraße Foto: picture alliance/dpa

In Zeitz in Sachsen-Anhalt sind erneut Stolpersteine beschädigt worden, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern. An drei Stellen im Stadtgebiet seien insgesamt sechs Steine offenbar mit einem Brenner schwarz verfärbt worden, sagte Stadtsprecher Lars Werner am Dienstag.

Die Taten ereigneten sich demnach zwischen Samstag und Montag. Am Samstag seien die Stolpersteine angesichts des anstehenden Holocaust-Gedenktags am Montag noch gereinigt worden, sagte Werner.

Lesen Sie auch

Erst danach habe die »Initiative Stolpersteine für Zeitz« die Beschädigungen festgestellt. Der Verein habe Anzeige bei der Polizei erstattet. Nach Angaben der Polizei konnten die Verfärbungen ohne größeren Aufwand rückstandslos entfernt werden.

Vor rund drei Monaten hatten bislang unbekannte Täter sämtliche zehn Stolpersteine in Zeitz aus dem Pflaster gerissen. Die Tat ereignete sich am Wochenende vor dem 7. Oktober, dem ersten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel.

Die Gedenksteine wurden Ende Oktober neu verlegt. Bei einer Spendenaktion waren nach Angaben der Stadt mehr als 50.000 Euro zusammengekommen. epd

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 09.09.2026 Aktualisiert

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  09.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Zweite Anklage wegen Mordversuchs am Holocaust-Mahnmal

Khalaf A. habe mit dem bereits im März wegen des Mordversuchs verurteilten Wassim Al M. in Kontakt gestanden und diesen ermutigt, sein Vorhaben umzusetzen, hieß es

 09.09.2026

Verteidigung

Nach Deal über VW-Werk: Israelische Rüstungsunternehmen wollen noch mehr in Deutschland investieren

Rafael und Elbit wollen die deutsch-israelische Zusammenarbeit bei der Produktion von Abwehrraketen und anderem Militärgerät erheblich ausweiten. Covenant will in Sachsen Marschflugkörper produzieren

 09.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 09.09.2026

Iran

Kamran Hekmati in Teheran aus dem Gefängnis entlassen

Der 71-jährige iranisch-amerikanische Jude kommt nach einjähriger Haft wegen einer Reise nach Israel frei, darf das Land aber weiterhin nicht verlassen

 09.09.2026

Bundestag

Merz wirft AfD Pläne für »ethnische Säuberungen« vor

Wenige Tage nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt gibt sich Bundeskanzler Merz kämpferisch gegenüber der Partei. Bei der Generaldebatte im Bundestag wirft er ihr vor, mit ihren migrationspolitischen Positionen das Land zu spalten

 09.09.2026

Fußball

»Für Juden spielen wir nicht«

Beim Oberliga-Verein Tennis Borussia Berlin soll es zu antisemitischen Anfeindungen gegen den jüdischen Vorstandsvorsitzenden Ariel Gala gekommen sein – aus der eigenen Jugendabteilung

 09.09.2026

Max Privorozki

»Ich werde Halle nicht verlassen, solange wir in einer freien Gesellschaft leben«

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk spricht der Gemeindevorsitzende über Wahlergebnisse, Prognosen und die Aufgabe der Gesellschaft

 09.09.2026