Berlin

Stiftung: Holocaust-Denkmal ist lebendiger Ort

Am 10. Mai 2005 wurde das Holocaust-Mahnmal in Berlin feierlich eingeweiht. Heute tummeln sich hier Touristen. Foto: ZDF und epd / maro, ralf.

Zum 25. Jahrestag des Bundestagsbeschlusses zur Errichtung des Holocaust-Mahnmals in Berlin hat die zuständige Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas eine positive Bilanz gezogen. Das Mahnmal zähle neben Brandenburger Tor und Reichstagsgebäude zu den meistbesuchten Orten Berlins, teilte die Stiftung am Dienstag in Berlin mit.

Stiftungsdirektor Uwe Neumärker betonte, es sei »allen Befürchtungen zum Trotz kein Schlussstrich unter die nationalsozialistische Vergangenheit«. Das Denkmal sei vielmehr ein »lebendiger Ort der Aufklärung und der Begegnung«. Es erinnere an die Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden und sei Mahnung für die Gegenwart, erklärte Neumärker. Deutschland sei damals die Selbstverpflichtung eingegangen, aller Opfer des Nationalsozialismus würdig zu gedenken.

Am 25. Juni 1999 beschloss der Bundestag nach langjähriger Debatte die Errichtung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas. Das am 10. Mai 2005 eingeweihte Berliner Holocaust-Mahnmal steht auf einer 19.000 Quadratmeter großen Freifläche südlich des Brandenburger Tores. Die rund 2.700 Stelen wurden symmetrisch auf einem abgesenkten Gelände angeordnet, dessen wellenförmige Gestalt von jedem Standort aus anders wahrgenommen wird.

Der mehrfach geänderte Entwurf stammt vom New Yorker Architekten Peter Eisenman. Ergänzt wird das Stelenfeld durch einen unterirdischen »Ort der Information«, an dem sich die Besucher über Verlauf und Opfer des Völkermordes an den Juden informieren können. epd

Kommentar

Die Schatten der Vergangenheit sind lang

Wie der Hessische Rundfunk über jüdische Grundstücke stolpert

von Daniel Neumann  18.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 18.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Staatsanwaltschaft geht von Judenhass aus

Der 37 Jahre alte mutmaßliche Täter soll aus antisemitischen Gründen gehandelt haben

 18.09.2026

Tel Aviv

Shin-Bet-Chef Zini: Wir finden alle Hamas-Terroristen vom 7. Oktober

»Wir haben euch verfolgt, wir verfolgen euch und wir werden euch bis zum letzten Mitverschwörer verfolgen«, sagt Shin-Bet-Chef David Zini

 18.09.2026

Jerusalem

Warum ein Ex-Shin-Bet-Chef Israelis dazu aufruft, zu Jom Kippur in der Synagoge ihre Waffen zu tragen

Die Verantwortlichen der Synagogen sollten dafür sorgen, dass bewaffnete Menschen kommen, sagt Arik Barbing

 18.09.2026

Erinnerungspolitik

Weimer wirft AfD »Frontalangriff« auf Integrität der Republik vor

In den Positionen der Rechtsaußenpartei sieht der Kulturstaatsminister einen Angriff auf das moralische Selbstverständnis der Bundesrepublik

von Corinna Buschow, Karsten Frerichs  18.09.2026

Martin Hikel (3.v.l, SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln, nimmt vor dem Rathaus Neukölln an der Aktion „Berlin trägt Davidstern“ teil.

Berlin

Solidarität nach Angriff auf Frau mit Davidstern

Stadtweit waren Berlinerinnen und Berliner zum Tragen eines Magen David aufgerufen. In Neukölln kam es auch zu Pöbeleien

 18.09.2026

Sachsen-Anhalt

Jurist hält Bundeszwang »nicht für abwegig«

Falls eine AfD-geführte Landesregierung Verfassungsrecht oder Bundesgesetze missachten sollte, könnte der sogenannte Bundeszwang zum Einsatz kommen

 18.09.2026

Reaktionen

»Dass es hier in Wuppertal passiert und wieder passiert, das macht mich sprachlos«

Der Wuppertaler SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh ist einer von vielen Menschen, die sich zum Brandanschlag auf die Synagoge geäußert haben. Die Reaktionen im Überblick

 18.09.2026