Podcast

Staatsanwaltschaft wird nicht ermitteln

Foto: picture alliance/dpa

Die Staatsanwaltschaft Mainz wird nicht weiter gegen Richard David Precht und Markus Lanz wegen Volksverhetzung ermitteln. Dies teilte die Leitende Oberstaatsanwältin Andrea Keller dem Nachrichtenportal t-online am Mittwoch mit.

Precht hatte wenige Tage nach dem Massaker der Hamas in seinem Podcast mit Markus Lanz behauptet, dass ihre Religion orthodoxen Juden Arbeit verbieten würde: »Diamantenhandel und ein paar Finanzgeschäfte ausgenommen.« Statt zu widersprechen, stimmte Co-Moderator Markus Lanz zu.

Die Redaktion entfernte die entsprechende Stelle im Podcast später und bedauerte, dass »komplexe Zusammenhänge verkürzt dargestellt« worden seien, »was missverständlich interpretiert werden konnte.«

Israels Botschaft in Deutschland meldete sich kurz nach Erscheinen mit einem Rat an Precht: Wenn man keine Ahnung vom Judentum habe, »sollte man besser nichts darüber sagen, als uralte antisemitische Verschwörungstheorien aufzuwärmen.«

Nach der Aussage im Podcast erstatteten mehrere Personen, unter anderem der jüdische Aktivist Gilbert Kallenborn, Anzeige gegen die beiden Moderatoren und Verantwortliche wegen Volksverhetzung.

Die zuständige Staatsanwaltschaft am Sitz des ZDF in Mainz ist nun zu dem Schluss gekommen, dass Precht nicht wusste, wovon er sprach, und keine feindselige Absicht hatte. Er habe »unbedacht und in Unkenntnis über den jüdischen Glauben« gesprochen. ja

Internationaler Strafgerichtshof

»Begünstigung von Kriegsverbrechen«: Israelische NGO zeigt Spaniens Regierungschef Sánchez an

Die Hintergründe

 18.04.2026 Aktualisiert

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

ZDF-Politbarometer

Auf Bundesebene: AfD erstmals stärkste Kraft

Die rechtsextreme Partei profitiert von der Unzufriedenheit der Bürger mit der Regierung

 17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026