Sport

Staatlicher Judenhass in Tunesien

Hagar Cohen Kalif (l.) Foto: imago/GEPA pictures

Tunesien hindert eigenen Angaben zufolge eine israelische Sportlerin daran, an einem Triathlon-Wettbewerb in der Stadt Hammamet teilzunehmen. Das Sportministerium habe in Abstimmung mit dem tunesischen Triathlon-Verband entsprechende Vorkehrungen getroffen, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag.

Die Athletin Hagar Cohen Kalif war den Angaben nach auf der offiziellen Webseite des Triathlon-Verbandes als Teilnehmerin gelistet worden. Tunesien veröffentlichte inzwischen eine Liste mit Ländern, deren Athleten an dem Wettbewerb teilnehmen. Israel steht nicht darauf. Der Triathlon-Verband äußerte sich auf Anfrage hin bislang nicht zu dem Vorfall.

Israel und Tunesien unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Das tunesische Sportministerium sehe sich in Einklang mit der nationalen Linie, die eine Normalisierung mit Israel ablehne. Man unterstütze stattdessen das »brüderliche« Volk der Palästinenser.

Zu einer Wallfahrt von Juden aus aller Welt zu einer Synagoge auf der Ferieninsel Djerba waren erst kürzlich israelische Bürger mit organisierten Touren ins Land gereist.

Israelische Sportler haben bei internationalen Wettbewerben immer wieder mit massiver Diskriminierung durch muslimisch geprägte Staaten zu kämpfen, weil der jüdischer Staat ihr Heimatland ist. Auch arabische und iranische Sportler verweigern oft aus politischen Gründen den Wettbewerb mit Israelis. dpa/ja

Nahost

Wie der Konflikt im Libanon den US-Deal mit Iran gefährdet

Der Gesprächsbeginn zwischen Washington und Teheran in der Schweiz lässt auf sich warten. Derweil spitzt sich die Lage zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon zu. Es gibt Tote auf beiden Seiten

von Hans Dahne, Christoph Meyer, Mathis Richtmann  19.06.2026

Meinung

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Berlin

Nouripour zu Iran-Rahmenabkommen: »Weg in Normalität für Regime«

Ist das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran ein Weg in den Frieden? Bundestagsvizepräsident Nouripour bezweifelt das. Die Übereinkunft gebe dem Iran vielmehr »eine andere Legitimität«

 19.06.2026

Bayreuth

Bayreuther Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman soll nun doch stattfinden

Eine Gedenkveranstaltung zum Bayreuther Festspieljubiläum wird geplant, dann abgesagt. Michel Friedman und Charlotte Knobloch zeigen sich entsetzt – jetzt rudert das weltbekannte Opernfestival zurück

 19.06.2026

Washington D.C.

Republikaner kritisieren Trumps Iran-Abkommen ungewöhnlich scharf

»Die Geschichte zeigt, dass es eine außergewöhnlich schlechte Idee ist, Milliarden Dollar an theokratische Verrückte zu geben, die uns ermorden wollen«, sagt Senator Ted Cruz

 19.06.2026

Wahlkampf in Israel

Trump signalisiert Unterstützung für Netanjahu

»Ich werde mir ansehen müssen, wer kandidiert, aber ich mag Bibi sehr«, sagt der amerikanische Präsident

 19.06.2026

Genf

Absage aus Bern: Heute keine USA-Iran-Gespräche

Abkommen unterzeichnet, Treffen abgesagt: Die geplante Gesprächsrunde in der Schweiz findet heute doch nicht statt

 19.06.2026

Bayreuth

Scharfe Kritik nach abgesagter Gedenkveranstaltung

Eine Gedenkveranstaltung zum Festspieljubiläum wird geplant, dann abgesagt. Charlotte Knobloch ist entsetzt über die Bayreuther Festspiele

 19.06.2026

Essay

Zwischen Progressivität und Zerfaserung

Quo vadis, liberales Judentum? Ein Debattenbeitrag von Avitall Gerstetter

von Avitall Gerstetter  19.06.2026