Sport

Staatlicher Judenhass in Tunesien

Hagar Cohen Kalif (l.) Foto: imago/GEPA pictures

Tunesien hindert eigenen Angaben zufolge eine israelische Sportlerin daran, an einem Triathlon-Wettbewerb in der Stadt Hammamet teilzunehmen. Das Sportministerium habe in Abstimmung mit dem tunesischen Triathlon-Verband entsprechende Vorkehrungen getroffen, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag.

Die Athletin Hagar Cohen Kalif war den Angaben nach auf der offiziellen Webseite des Triathlon-Verbandes als Teilnehmerin gelistet worden. Tunesien veröffentlichte inzwischen eine Liste mit Ländern, deren Athleten an dem Wettbewerb teilnehmen. Israel steht nicht darauf. Der Triathlon-Verband äußerte sich auf Anfrage hin bislang nicht zu dem Vorfall.

Israel und Tunesien unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Das tunesische Sportministerium sehe sich in Einklang mit der nationalen Linie, die eine Normalisierung mit Israel ablehne. Man unterstütze stattdessen das »brüderliche« Volk der Palästinenser.

Zu einer Wallfahrt von Juden aus aller Welt zu einer Synagoge auf der Ferieninsel Djerba waren erst kürzlich israelische Bürger mit organisierten Touren ins Land gereist.

Israelische Sportler haben bei internationalen Wettbewerben immer wieder mit massiver Diskriminierung durch muslimisch geprägte Staaten zu kämpfen, weil der jüdischer Staat ihr Heimatland ist. Auch arabische und iranische Sportler verweigern oft aus politischen Gründen den Wettbewerb mit Israelis. dpa/ja

Gedenken

Litfaßsäulen in Berlin sollen an NS-Deportationen erinnern

Mehr 1000 jüdische Berlinerinnen und Berliner Juden wurden mit dem ersten sogenannten »Osttransport« aus der Hauptstadt deportiert. Eine neues Projekt soll an die Opfer des nationalsozialistischen Zivilisationsbruchs erinnern

 08.10.2026

7. Oktober

»Wir erinnern nicht schweigend«

Melody Sucharewitz über ihren Kampf gegen das Vergessen des 7. Oktober bei der Gedenkveranstaltung auf dem Bebelplatz in Berlin. Ihre Rede im Wortlaut

von Melody Sucharewicz  08.10.2026

9. Oktober 2019

Gedenken zum Jahrestag des Anschlags von Halle

Der antisemitische Anschlag von Halle jährt sich am Freitag zum siebenten Mal. Die jüdische Gemeinde, Kirchen, Stadt und zivilgesellschaftliche Gruppen planen Gedenkveranstaltungen auch an den Anschlagsorten

 08.10.2026

7. Oktober

Steinmeier: Antisemitische Hetze unerträglich aufgeflammt

Der schlimmste Anschlag auf Jüdinnen und Juden seit der Schoa: Der Bundespräsident verurteilt den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023. Und blickt auch auf die Lage im Gazastreifen

 08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Berlin

Michael Roth nennt Linkspartei »in weiten Teilen lost«

Der Sozialdemokrat geht auch mit seiner eigenen Partei ins Gericht und warnt vor einem deutlich verschlechterten Verhältnis der Deutschen zu Israel

 08.10.2026

Kommentar

Echter Schutz für Juden in Deutschland – ohne Sonderrecht 

Unsere Autorin ordnet die aktuelle Debatte um die Gesetzesentwürfe zum Schutz jüdischen Lebens in Deutschland ein

von Annabelle Ganapol  08.10.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD einigen sich auf Sondierungsgespräche

Beim Streit um antisemitische Ausfälle von Abgeordneten soll es eine Einigung gegeben haben

 08.10.2026 Aktualisiert

Ausgerechnet am 7. Oktober

Greta Thunberg marschiert mit Terror-Unterstützern und Israelfeinden

Drei Jahre nach den Massakern der Hamas gab es in Berlin israelfeindliche Proteste. Mit dabei: die einstige Klima-Ikone Greta Thunberg

 07.10.2026