Sport

Staatlicher Judenhass in Tunesien

Hagar Cohen Kalif (l.) Foto: imago/GEPA pictures

Tunesien hindert eigenen Angaben zufolge eine israelische Sportlerin daran, an einem Triathlon-Wettbewerb in der Stadt Hammamet teilzunehmen. Das Sportministerium habe in Abstimmung mit dem tunesischen Triathlon-Verband entsprechende Vorkehrungen getroffen, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag.

Die Athletin Hagar Cohen Kalif war den Angaben nach auf der offiziellen Webseite des Triathlon-Verbandes als Teilnehmerin gelistet worden. Tunesien veröffentlichte inzwischen eine Liste mit Ländern, deren Athleten an dem Wettbewerb teilnehmen. Israel steht nicht darauf. Der Triathlon-Verband äußerte sich auf Anfrage hin bislang nicht zu dem Vorfall.

Israel und Tunesien unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Das tunesische Sportministerium sehe sich in Einklang mit der nationalen Linie, die eine Normalisierung mit Israel ablehne. Man unterstütze stattdessen das »brüderliche« Volk der Palästinenser.

Zu einer Wallfahrt von Juden aus aller Welt zu einer Synagoge auf der Ferieninsel Djerba waren erst kürzlich israelische Bürger mit organisierten Touren ins Land gereist.

Israelische Sportler haben bei internationalen Wettbewerben immer wieder mit massiver Diskriminierung durch muslimisch geprägte Staaten zu kämpfen, weil der jüdischer Staat ihr Heimatland ist. Auch arabische und iranische Sportler verweigern oft aus politischen Gründen den Wettbewerb mit Israelis. dpa/ja

Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat bei der Abgeordnetenhauswahl 2026

Berlin

SPD-Vorstand beschließt Mitgliedervotum zu Koalitionsvertrag

Noch haben die Koalitionsverhandlungen in Berlin nicht begonnen. Klar ist aber schon, dass die Basis der drei potenziellen Regierungspartner eng eingebunden werden soll

 30.10.2026

Friedens-Mission

Woidke lobt Pferdetreck nach Jerusalem als Friedenszeichen

Sechs Monate und mehr als 3.500 Kilometer Reise durch acht Länder: Der Friedenstreck nach Jerusalem im vergangenen Jahr musste viele Hindernisse überwinden

 30.10.2026

Meinung

Elif Eralp und der »Spiegel«: Alles nur eine böse rechte Kampagne!

Die Spitzenkandidatin der Linken in Berlin offenbart aus Versehen ihre Angst vor dem Umfeld der eigenen Partei – und entlarvt den Vorwurf, Opfer einer Kampagne zu sein

von Wiebke Hollersen  30.10.2026

Iran-Krieg

Katarische Unterhändler in Teheran zu Gesprächen

Inmitten von Spannungen und Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus mehren sich diese Woche diplomatische Besuche im Iran. Jetzt sind Vertreter aus Katar eingetroffen

 30.10.2026

Wahl in Israel

Josef Schuster: Regierungswechsel in Israel könnte förderlich sein

Äußerungen rechtsradikaler Minister in Israel sind nicht akzeptabel, sagt der Präsident des Zentralrats der Juden. Was ein möglicher Regierungswechsel im Land für die deutsch-israelischen Beziehungen bedeuten könnte

von Leticia Witte  30.10.2026

SPIEGEL-Affäre

Eralp zu Angst-Eingeständnis: Nehme Rat von Behörden ernst

Mit schriftlichen Anmerkungen zu einem Interview sorgt die Berliner Linken-Frontfrau für Aufsehen. Nun bezieht sie selbst Stellung - und führt ihr Handeln auf den Rat der Sicherheitsbehörden zurück

 30.10.2026

Berlin

Thorsten Frei fordert Abbruch der Koalitionsverhandlungen mit Linken

»Wer in den eigenen Reihen die Zusammenarbeit mit Hamas-Sympathisanten duldet, kann nicht glaubwürdig Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Berlinern übernehmen«, so der Fraktionschef der Bundestagsunion

 30.10.2026

Debatte

Nach Eralp-Veröffentlichung: Jetzt meldet sich der »Spiegel« zu Wort

 30.10.2026

Rheinland-Pfalz

CDU, SPD und Grüne fordern Schulterschluss gegen Antisemitismus

Nachdem in einem Brief an die Jüdische Gemeinde Speyer gedroht wurde, die Synagoge in die Luft zu sprengen, wollten die Fraktionen ein Zeichen setzen

 30.10.2026