Berlin

Spitzengespräch von Zentralrat und FDP

Die Präsidien des Zentralrats der Juden und der FDP Foto: FDP

Die Präsidien der FDP und des Zentralrats der Juden haben sich am Montag im Thomas-Dehler-Haus zu einem Gedankenaustausch getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle Themen wie die Flüchtlingskrise, der steigende Rechtsextremismus und Pegida. Daneben waren aber auch die Entwicklung des jüdischen Lebens in Deutschland, Antisemitismus, Gedenkkultur, die Altersarmut jüdischer Einwanderer sowie 50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen Themen des Treffens.

Zentralratspräsident Josef Schuster bezeichnete den Austausch mit dem FDP-Präsidium als sehr gewinnbringend. Er sagte nach dem Gespräch: »Die derzeitige Lage mit einem erstarkenden Rechtsextremismus und Antisemitismus ist für die jüdische Gemeinschaft sehr beunruhigend. Wir sind der FDP dankbar, dass sie diese Sorgen ernst nimmt. Alle demokratischen Kräfte müssen jetzt zusammenstehen, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern und eine Spaltung unserer Gesellschaft zu verhindern.«

Werte Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner bedankte sich für das offene und gute Gespräch mit dem Zentralrat: »Angesichts der zunehmenden Hetze und fremdenfeindlicher Gewalttaten eint uns die Sorge um unsere Werte und die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie. Diese werden von Rechtsextremen und Pegida gleichermaßen bedroht wie von Islamisten und Antisemiten. Nichts davon ist zu tolerieren, sondern erfordert die Gegenwehr aller Demokraten in unserem Land.« ja

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  02.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 02.10.2026

Sacramento

Kalifornien führt »jüdisch« als ethnische Kategorie ein

Gouverneur Gavin Newsom unterschrieb mehrere Gesetze, die für Juden in dem Bundesstaat relevant sind

 02.10.2026

Essay

Die Demokratie gegen ihre Abschaffung verteidigen

Warum die AfD als Partei verboten werden müsste – und weshalb das eben nicht undemokratisch ist

von Stephan Lehnstaedt  02.10.2026

Delft/Niederlande

Publikum beschimpft Angehörige eines Hamas-Opfers bei »NAZA«-Vorführung

Sabine Tassa, deren Ehemann und Sohn am 7. Oktober 2023 ermordet wurden, kritisiert die Doku. Das Publikum will nichts davon hören

 02.10.2026

Jerusalem

Herzog über mögliche Linken-Regierung in Berlin: »Das ist äußerst verstörend«

Im ausführlichen Interview mit der WELT spricht der israelische Präsident auch über den »Fly Dubai«-Angriff, den Iran und das britische Embargo gegen sein Land

 02.10.2026

Genf

Sharabi fordert UN-Menschenrechtsrat zur Anerkennung von Geiselmisshandlungen als Folter auf

»Mein Name ist Eli Sharabi. Ich bin ein Überlebender von Folter«, so der ehemalige Verschleppte vor dem Gremium

 02.10.2026

Besuch

Berlins scheidender Regierungschef reist nach Israel

Israels Botschafter in Deutschland äußerte kürzlich Sorge um die Sicherheit der jüdischen Community in der deutschen Hauptstadt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner reist nun nach Tel Aviv

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026