Berlin

»Spiegel«: Hisbollah auf EU-Terrorliste

Die Einstufung in Deutschland gilt bislang nur für den militärischen Arm der Schiiten-Organisation. Foto: imago/ZUMA Press

Das Bundesinnenministerium will die Hisbollah laut einem Medienbericht auf die EU-Terrorliste setzen. Wie das Magazin »Der Spiegel« berichtet, gilt die Einstufung in Deutschland bislang nur für den militärischen Arm der Schiiten-Organisation.

»Hisbollah ist eine terroristische Organisation«, wird Innenstaatssekretär Hans-Georg Engelke zitiert. Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft setze man sich dafür ein, dass sie in Gänze auf die EU-Terrorliste komme.

betätigungsverbot Ende April hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein Betätigungsverbot für die Hisbollah verkündet. Das bedeutet, dass die schiitische Islamisten-Vereinigung ihre Aktivitäten in Deutschland einstellen muss.

Laut »Spiegel« unterstützt das Auswärtige Amt den neuen Vorstoß des Innenministeriums ausdrücklich. Bislang ist ein Bann der Hisbollah demnach am Widerstand Frankreichs gescheitert. Dessen Präsident Emmanuel Macron sei nach der gescheiterten Regierungsbildung im Libanon jedoch erstmals auf Distanz zu der Gruppierung gegangen.

Signale, dass sich Macron in der Frage bewege, kämen aus seiner Partei République en marche, sagte Bijan Djir-Sarai, außenpolitischer Sprecher der FDP im Bundestag, laut dem Magazin. Die beiden Parteien sitzen im Europaparlament in einer Fraktionsgemeinschaft. dpa/ja

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  02.10.2026

Essay

Die Demokratie gegen ihre Abschaffung verteidigen

Warum die AfD als Partei verboten werden müsste – und weshalb das eben nicht undemokratisch ist

von Stephan Lehnstaedt  02.10.2026

Delft/Niederlande

Publikum beschimpft Angehörige eines Hamas-Opfers bei »NAZA«-Vorführung

Sabine Tassa, deren Ehemann und Sohn am 7. Oktober 2023 ermordet wurden, kritisiert die Doku. Das Publikum will nichts davon hören

 02.10.2026

Eisenach/Karlsruhe/Unna/Hagen

Mutmaßliches IS-Mitglied in Thüringen festgenommen

Der Verdächtige soll laut Bundesanwaltschaft für den IS als bewaffneter Militärpolizist tätig gewesen sein. Auch bei drei anderen Männern besteht der Verdacht auf Nähe zu der Terrororganisation

 02.10.2026

Jerusalem

Herzog über mögliche Linken-Regierung in Berlin: »Das ist äußerst verstörend«

Im ausführlichen Interview mit der WELT spricht der israelische Präsident auch über den »Fly Dubai«-Angriff, den Iran und das britische Embargo gegen sein Land

 02.10.2026

Genf

Sharabi fordert UN-Menschenrechtsrat zur Anerkennung von Geiselmisshandlungen als Folter auf

»Mein Name ist Eli Sharabi. Ich bin ein Überlebender von Folter«, so der ehemalige Verschleppte vor dem Gremium

 02.10.2026

Besuch

Berlins scheidender Regierungschef reist nach Israel

Israels Botschafter in Deutschland äußerte kürzlich Sorge um die Sicherheit der jüdischen Community in der deutschen Hauptstadt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner reist nun nach Tel Aviv

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Düsseldorf

»Sei ein Mensch«: Gedenkort für verfolgte Abgeordnete im NRW-Landtag

Entlassen, drangsaliert, gefoltert: Viele frühere Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags wurden in der NS-Diktatur verfolgt. Ein neuer Gedenkort im Parlamentsgebäude erinnert an sie

von Ingo Lehnick  02.10.2026