Berlin

»Spiegel«: Hisbollah auf EU-Terrorliste

Die Einstufung in Deutschland gilt bislang nur für den militärischen Arm der Schiiten-Organisation. Foto: imago/ZUMA Press

Das Bundesinnenministerium will die Hisbollah laut einem Medienbericht auf die EU-Terrorliste setzen. Wie das Magazin »Der Spiegel« berichtet, gilt die Einstufung in Deutschland bislang nur für den militärischen Arm der Schiiten-Organisation.

»Hisbollah ist eine terroristische Organisation«, wird Innenstaatssekretär Hans-Georg Engelke zitiert. Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft setze man sich dafür ein, dass sie in Gänze auf die EU-Terrorliste komme.

betätigungsverbot Ende April hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein Betätigungsverbot für die Hisbollah verkündet. Das bedeutet, dass die schiitische Islamisten-Vereinigung ihre Aktivitäten in Deutschland einstellen muss.

Laut »Spiegel« unterstützt das Auswärtige Amt den neuen Vorstoß des Innenministeriums ausdrücklich. Bislang ist ein Bann der Hisbollah demnach am Widerstand Frankreichs gescheitert. Dessen Präsident Emmanuel Macron sei nach der gescheiterten Regierungsbildung im Libanon jedoch erstmals auf Distanz zu der Gruppierung gegangen.

Signale, dass sich Macron in der Frage bewege, kämen aus seiner Partei République en marche, sagte Bijan Djir-Sarai, außenpolitischer Sprecher der FDP im Bundestag, laut dem Magazin. Die beiden Parteien sitzen im Europaparlament in einer Fraktionsgemeinschaft. dpa/ja

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportlerinnen und Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Berufung

Hamburg hat wieder eine Beauftragte gegen Antisemitismus

Nach Monaten der Vakanz ist das Amt wieder besetzt: Anna von Villiez wird Hamburgs neue Beauftragte gegen Antisemitismus. Ein Rechtsstreit hatte die Auswahl verzögert

von Michael Althaus  30.06.2026

Kommentar

Für Islamisten existiert kein Kindeswohl

In glühender Hitze wurden Kinder von Islamisten gefesselt durch Berlin geführt. Dass so etwas mitten in der Hauptstadt geschehen kann, ist die Folge einer fehlgeleiteten Migrationspolitik

 30.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 30.06.2026

Interview

»Soziale Medien sind Brandbeschleuniger für Judenhass«

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antisemitismus, wechselt nach Paris. Am Dienstagabend zog er auf einem Podium in Berlin Bilanz. Im Interview blickt er zusätzlich auch auf Persönliches

von Leticia Witte  30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Hamburg

Mutmaßlicher Block-Entführer: »Wir sind hier wie in einer Mossad-Operation«

Im Block-Prozess wird ein Zeuge aus Israel weiter per Video befragt. Der 42-Jährige steuerte bei der gewaltsamen Rückholung der Kinder einen der Wagen. Wie er heute auf die Ereignisse blickt.

von Stephanie Lettgen  30.06.2026