Meinung

Spanische Verhältnisse

Mehr als 500 Jahre nach Vertreibung der Juden von der iberischen Halbinsel hegt über ein Drittel der Spanier antisemitische Vorurteile. Das zeigt eine neue Umfrage der Regierung in Madrid. Als Grund dafür nennen die meisten Israels Politik. Jeder Neunte ist sogar der Meinung, der jüdische Staat habe gar keine Existenzberechtigung. Nur der Iran ist noch unbeliebter. Es wird Zeit, dass die spanische Politik mutig gegensteuert. Beide politischen Lager, Sozialisten und Konservative, haben Köpfe, die sich dem Trend zur Verteufelung Israels widersetzen: Außenminister Miguel Ángel Moratinos und der frühere Premier José María Aznar seien stellvertretend genannt. In den spanischen Medien, die sehr einseitig über den Nahostkonflikt berichten und Israel wenig Positives abgewinnen, ist die Lage dagegen eine völlig andere. Die Umfrageergebnisse sind daher keine Überraschung. Dabei sollte sich das ebenfalls vom Terrorismus heimgesuchte Spanien eigentlich als natürlicher Verbündeter Israels sehen. Aber uralte Vorurteile gegenüber den Juden zu pflegen, ist für viele wohl bequemer – leider kein Einzelfall in Europa.

Der Autor ist Vizepräsident und stellv. Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses.

Eklat in Halle

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Meinung

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Die Südafrikanerin hat Israel vorverurteilt und Antisemitismus in den Reihen ihrer Kommission nicht ernstgenommen. Ihre Auszeichnung durch das Nobelpreiskomitee ist ein großer Fehler, meint der Direktor von UN Watch

von Hillel Neuer  09.10.2026

Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

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Magdeburg

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Mit Tobias Rausch ist erstmals ein AfD-Politiker zum Präsidenten eines deutschen Landtags gewählt. Während noch über die Hintergründe seiner Wahl diskutiert wird, plant der 35-Jährige bereits außenpolitische Initiativen

 09.10.2026

Sondierungen

Lauterbach gegen Rot-Grün-Rot in Berlin

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 09.10.2026

Washington D.C.

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Am 3. November wird in den USA gewählt. Medien berichteten über mögliche neue Angriffe gegen den Iran noch vor dem Urnengang. Dem widerspricht der Präsident nun

 09.10.2026

Berlin

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Die mutmaßliche neue Regierung will mit Gremien gegen antisemitische Ausfälle von Abgeordneten der Koalition vorgehen. Den Zentralrat der Juden, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die WerteInitiative überzeugt das nicht

 09.10.2026 Aktualisiert

Nahost

Huthis greifen Flughafen in Riad an

Die Huthi und die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung bekämpfen sich im Jemen weiter. Auch Saudi-Arabien gerät immer wieder selbst in die Schusslinie. Droht eine weitere Eskalation am Golf?

 08.10.2026