Umfrage

Soros, Rothschild und der Mossad

Wortführer der Anti-Corona-Proteste: TV-Koch Attila Hildmann vor dem Reichstag Foto: imago

Knapp ein Drittel der Deutschen hat einen Hang zu Verschwörungstheorien. Bei der Aussage »Es gibt geheime Mächte, die die Welt steuern« waren sich elf Prozent der Befragten sicher, dass sie richtig ist, wie laut »Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung« aus einer Umfrage der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung hervorgeht. 19 Prozent hielten demnach die Aussage für wahrscheinlich richtig.

Vielfältig sind dem Bericht zufolge die Angaben, um welche geheimen Mächte es sich handle. Jeder Sechste habe diese Frage nicht beantwortet. 13 Prozent der Befragten, die an solche Mächte glauben, hätten an Wirtschaftsunternehmen, Banken oder »das Finanzkapital« gedacht.

Zwölf Prozent hätten Geheimdienste wie die CIA, den Mossad oder den inzwischen aufgelösten KGB genannt. Elf Prozent sprachen der Zeitung zufolge von »reichen Menschen« wie George Soros, »reichen Familien« oder benannten einzelne Familien wie die Rockefellers oder die jüdische Familie der Rothschilds.

Der Glaube an Verschwörungstheorien sei nicht auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe beschränkt, hieß es: »Wir finden dies in Ost und West, bei Alt und Jung, Männern und Frauen«, zitierte die Zeitung aus der Studie. Weit verbreitet sei der Glaube an eine Weltverschwörung allerdings unter Anhängern der AfD: Unter ihnen halte eine Mehrheit von 56 Prozent die Aussage »es gibt geheime Mächte, die die Welt steuern« für sicher oder wahrscheinlich richtig. epd

Europäische Union

»Terror-Renten«: Brüssel vertraut Zusicherungen aus Ramallah

In ihrer Antwort auf die Anfrage der Europaabgeordneten Hildegard Bentele bleibt EU-Kommissarin Dubravka Šuica äußerst vage, was die Zahlungen an palästinensische Terroristen angeht

von Michael Thaidigsmann  19.05.2026

Berlin

Anstehende Abgeordnetenhauswahl: Jüdischer Verein warnt vor AfD und Linken

Laut »WerteInitiative« sind beide Parteien ein Risiko für die jüdische Gemeinschaft. Auf unterschiedliche Weise spielten sie Minderheiten gegeneinander aus, heißt es in einem Positionspapier

 19.05.2026

Essay

Wie die »New York Times« Israel verteufelt

Der Autor Nicholas Kristof überzieht Israel in einem Meinungsbeitrag mit ungeheuerlichen Vorwürfen. Doch belastbare Beweise für seine Behauptungen legt er nicht vor – und schadet damit dem Journalismus

von Daniel Neumann  19.05.2026

Kiel

TKMS und Elbit vertiefen Partnerschaft bei Marinetechnik

Während das deutsche Unternehmen seine Erfahrung im U-Boot- und Marineschiffbau einbringen will, sollen die Israelis vor allem Elektronik-, Sensor- und Waffentechnologie liefern

 19.05.2026

Berlin

Studie dokumentiert zunehmende Bedrohungslage jüdischer Wissenschaftler

Die Analyse des Netzwerks Jüdischer Hochschullehrender fasst erstmals entsprechende Vorfälle an mehr als 100 Hochschulstandorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen

 19.05.2026

Berlin

Neuer Förderaufruf: Projekte gegen Antisemitismus gesucht

Nach der Fördergeldaffäre nimmt der Berliner Senat einen neuen Anlauf. Für Projekte gegen Judenhass soll ein Aktionsfonds geschaffen werden

 19.05.2026

Washington

Trump: Geplanter Angriff auf Iran vorerst gestoppt

»Wenn wir ein Abkommen mit Iran erreichen können, ohne sie in Grund und Boden zu bombardieren, wäre ich sehr glücklich«, so der US-Präsident

 19.05.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026

Berlin

Josef Schuster für Bestrafung der Leugnung von Israels Existenzrecht

Der Zentralratspräsident stellt sich hinter das Vorhaben aus Hessen. Derweil sind einige Strafrechtler skeptisch

 18.05.2026