München

Söder fordert Ende des Waffenembargos gegen Israel

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Foto: picture alliance / Andreas Gora

CSU-Chef Markus Söder hat sich in einem Gespräch mit »Welt TV« deutlich für ein Ende des teilweisen Waffenembargos gegen Israel ausgesprochen. Sobald der Krieg im Gazastreifen tatsächlich beendet sei, müsse Deutschland »wieder seinen Beitrag leisten«, sagte der bayerische Ministerpräsident in der Sendung.

Er sprach von einer »Riesen-Chance« auf ein neues Kapitel im Nahen Osten – und lobte ausdrücklich die Rolle von US-Präsident Donald Trump. »Ohne Trump wäre dieser Durchbruch nicht möglich gewesen«, so Söder.

Nach Einschätzung des CSU-Vorsitzenden könnte der jetzt greifbare Waffenstillstand zumindest »die Abwesenheit von Krieg« sichern. Sollte sich dieser Fortschritt bestätigen, dürfe auch Berlin seine Rüstungspolitik gegenüber dem jüdischen Staat nicht länger durch bürokratische Hürden oder politische Skrupel blockieren.

Lesen Sie auch

»Nicht akzeptabel«

Söder verband seine Forderung mit scharfer Kritik an Brüssel. Die Europäische Union habe sich mit »seltsamen Maßnahmen« und überzogenen Distanzierungen von Israel in eine moralisch fragwürdige Position gebracht. Eine grundsätzliche Abkehr von Israel sei für ihn »nicht akzeptabel.«

Gleichzeitig warnte der CSU-Chef vor wachsendem Antisemitismus in Europa. Besonders die Ausladung israelischer Künstler oder der Streit um die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest seien Zeichen einer bedenklichen Entwicklung. Es müsse nun darum gehen, »dass Israel nicht weiter isoliert wird«.

Söder sprach sich in dem »Welt TV«-Interview dafür aus, die Beziehungen zwischen der EU und Israel wieder zu vertiefen – etwa durch wissenschaftliche Kooperationen, wirtschaftliche Programme und kulturellen Austausch. ja

Meinung

Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein

Belastete Orte wie etwa Hitlers Geburtshaus in Braunau gibt es in Deutschland und Österreich viele. Erinnerung daran bedeutet, ihr in der Gegenwart die richtige Antwort zu geben

von Vladimir Vertlib  29.07.2026

Meinung

Wir müssen darüber sprechen, was der Terror mit dem Islam zu tun hat

Die islamistische Ideologie muss endlich klar und deutlich als solche benannt werden

von Ali Ertan Toprak  29.07.2026

Thüringen

Entschuldigung nach Hass-Kommentar eines Leinefelder Gastwirts abgelehnt

Das Auschwitz-Komitee wirft dem Gastronomen vor, Menschen mit dem Tod bedroht und die Verbrechen des Nationalsozialismus verherrlicht zu haben.

 29.07.2026

Toronto

Solidarität nach Angriffen: Lange Schlangen vor jüdischen Bagel-Läden

Nach Angriffen auf zwei Filialen der jüdischen Bäckereikette Kiva’s Bagel Bar kaufen Bewohner dort ein. Zeitgleich feuerte ein Unbekannter Schüsse auf das US-Konsulat ab

 29.07.2026

Nahost

Iran greift US-Stützpunkt in Jordanien an – Washington reagiert mit Luftschlägen im Irak

Es ist der erste Raketenangriff des Iran auf einen US-Stützpunkt, seit Präsident Donald Trump die amerikanischen Angriffe auf iranische Ziele vor wenigen Tagen ausgesetzt hatte

 29.07.2026

Berlin

Klein: Sympathie-Bekundung für Terrororganisationen strafbar machen

Nach dem Anschlag durch einen IS-Anhänger fordert der scheidende Antisemitismusbeauftragte Gesetzesänderungen

 29.07.2026

Berlin

CSD-Anschlag: Innensenatorin und Polizei beantworten Fragen

Nach dem Angriff gibt es noch viele Unklarheiten. Der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses kommt daher zusammen. Außerdem rückt das Thema Prävention in den Fokus

 29.07.2026 Aktualisiert

Berlin

Prien stellt mehr Geld gegen Radikalisierung in Aussicht

Nach dem CSD-Anschlag sagt die Familienministerin, queere Menschen seien in Teilen des Landes besonders unter Druck und könnte Solidarität erwarten

 29.07.2026

Judenhass

Antisemitismus weltweit auf Höchststand seit mehr als drei Jahrzehnten

Die Untersuchung erfasst die sieben Länder mit den größten jüdischen Bevölkerungen außerhalb Israels, darunter Deutschland

 29.07.2026