Berlin

»Show des Hasses«

Gegendemonstration zum Al-Quds-Tag Foto: dpa

Knapp 300 Menschen haben am Samstag gegen den »Al-Quds-Marsch« in Berlin demonstriert. Zu dem Protest hatte ein zivilgesellschaftliches Bündnis aufgerufen, unter anderem unterstützt vom Zentralrat der Juden in Deutschland, dem American Jewish Committee (AJC) und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG). Der Demonstrationszug führte vom Wittenbergplatz quer durch die City-West zum Breitscheidplatz, wo eine Abschlusskundgebung stattfand.

Botschafter Dort sprach Israels Botschafter Yakov Hadas-Handelsman zu den Kundgebungsteilnehmern. Er kritisierte, dass es sich bei dem »Al-Quds-Marsch« um eine »Show des Hasses« und um ein Schauspiel handele, welches das iranische Regime zusammen mit den Hisbollah und der Hamas organisiere: »Dass in Berlin seit Jahren eine solche Veranstaltung stattfindet, ist eine Schande!«.

Auch die Berliner AJC-Direktorin Deidre Berger kritisierte, dass es nicht genügend Widerstand aus der Politik gegen den Al-Quds-Tag gebe. »Ein Aufruf zur Vernichtung eines demokratischen Staates geht uns alle an«, sagte sie.

Iran Die Kritik der Demonstranten richtete sich auch gegen den politischen Umgang mit dem Iran. Zu oft, kritisierte DIG-Vorsitzender Jochen Feilcke, würden die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Iran noch von wirtschaftlichen Interessen dominiert.

Die Veranstalter forderten ein konsequenteres Vorgehen gegen den Al-Quds Tag, zum Beispiel gegen die Fahnen der radikal-islamischen Hisbollah, die auch in diesem Jahr wieder dort zu sehen waren (www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/22768).

»Wir lassen es uns nicht mehr gefallen, dass das Existenzrecht Israels infrage gestellt wird und dass Antisemiten über unsere Straßen ziehen«, sagte Mike Delberg, Repräsentant der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Er forderte ein Verbot des Al-Quds-Tages in Berlin.

Lesen Sie mehr dazu in der nächsten Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

Krieg

Israel meldet Tötung eines weiteren Öl-Kommandeurs im Iran

Nach einem Angriff in Teheran spricht Israels Militär von einem »schweren Schlag gegen die wirtschaftlichen Grundlagen des iranischen Sicherheitsapparats«. Das steckt hinter dem Angriff

 05.04.2026

Krieg

Trump: Wir haben unseren Soldaten gerettet und in Sicherheit gebracht

Rettung wie in einem Hollywood-Film: US-Spezialeinheiten konnten den vermissten Offizier des abgeschossenen Kampfjets geborgen. Der US-Präsident schildert die riskante Mission mit dramatischen Worten

von Lars Nicolaysen  05.04.2026

Krieg

Bericht: USA greifen Suchort von vermisstem US-Soldaten an

Die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied eines US-Kampfjets läuft auf Hochtouren. Jetzt werden aus dem Iran Luftangriffe in einer Gegend gemeldet, in dem sich der US-Soldat befinden soll

 05.04.2026

München

Der Grüne, das Rathaus und die jüdische Gemeinschaft

Dominik Krause wird der nächste Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt. Der 35-Jährige ist Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und geht entschlossen gegen Antisemitismus vor. Ein Porträt

von Chris Schinke  04.04.2026

Krieg

»Kritische« Rettungsmission im Iran - Trump in Erklärungsnot

Die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied eines Kampfjets wird für die USA zum Wettlauf gegen die Zeit - im Iran werden Kopfgelder ausgesetzt. Die Lage bringt die US-Regierung in Bedrängnis

von Cindy Riechau  04.04.2026

Großbritannien

Brandanschlag in London: Untersuchungshaft für Verdächtige

Mehrere Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in Golders Green werden in Brand gesetzt. Vor Gericht erschienen nun drei Verdächtige

 04.04.2026

Debatte

Antisemitismus und Israel-Hass: Auswärtiges Amt rügt Goethe-Institut für Ausstellung

Um die palästinensisch-amerikanische Künstlerin Basma al-Sharif gab es wegen Social-Media-Posts zuletzt Wirbel. Das gilt auch für die Teilnahme an einer Ausstellung in Vilnius

 04.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  04.04.2026

Standpunkt

Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist eine historische Chance

Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses

von Roderich Kiesewetter  04.04.2026