Bildung

Schuster: Sehe gesetzlichen jüdischen Feiertag eher kritisch

Am Schabbat oder an den in der Tora erwähnten Feiertagen sollten Jüdinnen und Juden keine Prüfungen ablegen müssen. Foto: picture-alliance / ZB

Der Präsident des Zentralrats der Juden spricht sich nicht für einen eigenen gesetzlichen jüdischen Feiertag aus. Entsprechende Überlegungen sehe er »eher kritisch«, sagte Josef Schuster der Zeitschrift »Herder Korrespondenz«.

Allerdings sei es in Schulen und Universitäten wichtig, »dass auf jüdische - aber auch muslimische - Schüler und Studierende Rücksicht genommen wird«. Er erneuerte seine Forderung, bundeseinheitliche Prüfungen nicht auf jüdische Feiertage zu legen. Denn an bestimmten Tagen gelte für religiöse Jüdinnen und Juden ein Schreibverbot.

Immer wieder regt sich Kritik daran, dass wichtige Prüfungen auf jüdische Feiertage oder den Ruhetag Schabbat fallen. An Hochschulen kann das zum Beispiel dazu führen, dass religiöse Studierende ein Semester wiederholen müssen. Zu dem Thema hatte in der vergangenen Zeit auch das Tikvah Institut Diskussionsveranstaltungen zu jüdischer Feiertagspraxis und juristischen Perspektiven in mehreren Städten organisiert.

Lesen Sie auch

Auf so einer Veranstaltung im vergangenen Jahr in Düsseldorf war bekanntgegeben worden, dass von 2024 bis 2030 das zweite Staatsexamen in Medizin bundesweit nicht mehr auf einen jüdischen Feiertag fallen werde. kna

Urteil

Buchhandlungspreis: Gericht untersagt Weimer Extremismus-Äußerung

Die Buchhandlungspreis-Affäre lässt Kulturstaatsminister Weimer nicht los. Die unter Extremismusverdacht geratenen Buchhandlungen wehren sich

 30.04.2026

Washington D.C.

Größter US-Flugzeugträger soll Nahen Osten verlassen

Erstmals seit Jahrzehnten sind wieder drei US-Flugzeugträger im Nahen Osten - das verkündete das US-Militär vergangene Woche. US-Medien zufolge dürfte sich das aber schon bald wieder ändern

 30.04.2026

Washington D.C.

Trump drängt erneut auf Begnadigung Netanjahus

»Bibi ist ein Premierminister im Krieg. Mit so etwas im Nacken kann er nicht arbeiten«, sagt der amerikanische Präsident

 30.04.2026

Ralf Fischer

Kollegah: Judenhass in Reimform

Warum schweigen alle zu dem offenen Antisemitismus von Felix Blume aka Kollegah?

 30.04.2026

Einspruch

Im Dschungel gestolpert?

Maria Ossowski bedauert den Rücktritt von Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson

von Maria Ossowski  30.04.2026

Dominik Krause

Grün und pro Israel

Am 1. Mai tritt der 35-Jährige ein Amt als Oberbürgermeister Münchens an. Wofür steht er? Ein Porträt

von Chris Schinke  30.04.2026

Glosse

Tipps und Tricks für Judenhasser

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Eine Handreichung

von Daniel Neumann  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

»Mein Antrieb wurzelt in der tiefen Überzeugung, dass wir Deutsche uns der Verantwortung, die aus unserer Geschichte als ›Land der Täter‹ erwächst, niemals entziehen können«, sagt der Preisträger

 30.04.2026 Aktualisiert

Terror

Gruppierung Ashab al-Jamin bekennt sich zu Angriff in London

Nach einem weiteren Angriff auf jüdische Einrichtungen in London taucht ein neues Bekenntnis auf. Die Terrorgruppe HAYI spricht von einer Attacke auf »Zionisten«

 30.04.2026