Bildung

Schuster: Sehe gesetzlichen jüdischen Feiertag eher kritisch

Am Schabbat oder an den in der Tora erwähnten Feiertagen sollten Jüdinnen und Juden keine Prüfungen ablegen müssen. Foto: picture-alliance / ZB

Der Präsident des Zentralrats der Juden spricht sich nicht für einen eigenen gesetzlichen jüdischen Feiertag aus. Entsprechende Überlegungen sehe er »eher kritisch«, sagte Josef Schuster der Zeitschrift »Herder Korrespondenz«.

Allerdings sei es in Schulen und Universitäten wichtig, »dass auf jüdische - aber auch muslimische - Schüler und Studierende Rücksicht genommen wird«. Er erneuerte seine Forderung, bundeseinheitliche Prüfungen nicht auf jüdische Feiertage zu legen. Denn an bestimmten Tagen gelte für religiöse Jüdinnen und Juden ein Schreibverbot.

Immer wieder regt sich Kritik daran, dass wichtige Prüfungen auf jüdische Feiertage oder den Ruhetag Schabbat fallen. An Hochschulen kann das zum Beispiel dazu führen, dass religiöse Studierende ein Semester wiederholen müssen. Zu dem Thema hatte in der vergangenen Zeit auch das Tikvah Institut Diskussionsveranstaltungen zu jüdischer Feiertagspraxis und juristischen Perspektiven in mehreren Städten organisiert.

Lesen Sie auch

Auf so einer Veranstaltung im vergangenen Jahr in Düsseldorf war bekanntgegeben worden, dass von 2024 bis 2030 das zweite Staatsexamen in Medizin bundesweit nicht mehr auf einen jüdischen Feiertag fallen werde. kna

Europäische Union

»Terror-Renten«: Brüssel vertraut Zusicherungen aus Ramallah

In ihrer Antwort auf die Anfrage der Europaabgeordneten Hildegard Bentele bleibt EU-Kommissarin Dubravka Šuica äußerst vage, was die Zahlungen an palästinensische Terroristen angeht

von Michael Thaidigsmann  19.05.2026

Berlin

Anstehende Abgeordnetenhauswahl: Jüdischer Verein warnt vor AfD und Linken

Laut »WerteInitiative« sind beide Parteien ein Risiko für die jüdische Gemeinschaft. Auf unterschiedliche Weise spielten sie Minderheiten gegeneinander aus, heißt es in einem Positionspapier

 19.05.2026

Essay

Wie die »New York Times« Israel verteufelt

Der Autor Nicholas Kristof überzieht Israel in einem Meinungsbeitrag mit ungeheuerlichen Vorwürfen. Doch belastbare Beweise für seine Behauptungen legt er nicht vor – und schadet damit dem Journalismus

von Daniel Neumann  19.05.2026

Kiel

TKMS und Elbit vertiefen Partnerschaft bei Marinetechnik

Während das deutsche Unternehmen seine Erfahrung im U-Boot- und Marineschiffbau einbringen will, sollen die Israelis vor allem Elektronik-, Sensor- und Waffentechnologie liefern

 19.05.2026

Berlin

Studie dokumentiert zunehmende Bedrohungslage jüdischer Wissenschaftler

Die Analyse des Netzwerks Jüdischer Hochschullehrender fasst erstmals entsprechende Vorfälle an mehr als 100 Hochschulstandorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen

 19.05.2026

Berlin

Neuer Förderaufruf: Projekte gegen Antisemitismus gesucht

Nach der Fördergeldaffäre nimmt der Berliner Senat einen neuen Anlauf. Für Projekte gegen Judenhass soll ein Aktionsfonds geschaffen werden

 19.05.2026

Washington

Trump: Geplanter Angriff auf Iran vorerst gestoppt

»Wenn wir ein Abkommen mit Iran erreichen können, ohne sie in Grund und Boden zu bombardieren, wäre ich sehr glücklich«, so der US-Präsident

 19.05.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026

Berlin

Josef Schuster für Bestrafung der Leugnung von Israels Existenzrecht

Der Zentralratspräsident stellt sich hinter das Vorhaben aus Hessen. Derweil sind einige Strafrechtler skeptisch

 18.05.2026