Bildung

Schuster: Sehe gesetzlichen jüdischen Feiertag eher kritisch

Am Schabbat oder an den in der Tora erwähnten Feiertagen sollten Jüdinnen und Juden keine Prüfungen ablegen müssen. Foto: picture-alliance / ZB

Der Präsident des Zentralrats der Juden spricht sich nicht für einen eigenen gesetzlichen jüdischen Feiertag aus. Entsprechende Überlegungen sehe er »eher kritisch«, sagte Josef Schuster der Zeitschrift »Herder Korrespondenz«.

Allerdings sei es in Schulen und Universitäten wichtig, »dass auf jüdische - aber auch muslimische - Schüler und Studierende Rücksicht genommen wird«. Er erneuerte seine Forderung, bundeseinheitliche Prüfungen nicht auf jüdische Feiertage zu legen. Denn an bestimmten Tagen gelte für religiöse Jüdinnen und Juden ein Schreibverbot.

Immer wieder regt sich Kritik daran, dass wichtige Prüfungen auf jüdische Feiertage oder den Ruhetag Schabbat fallen. An Hochschulen kann das zum Beispiel dazu führen, dass religiöse Studierende ein Semester wiederholen müssen. Zu dem Thema hatte in der vergangenen Zeit auch das Tikvah Institut Diskussionsveranstaltungen zu jüdischer Feiertagspraxis und juristischen Perspektiven in mehreren Städten organisiert.

Lesen Sie auch

Auf so einer Veranstaltung im vergangenen Jahr in Düsseldorf war bekanntgegeben worden, dass von 2024 bis 2030 das zweite Staatsexamen in Medizin bundesweit nicht mehr auf einen jüdischen Feiertag fallen werde. kna

Brüssel

EU gibt Namen sanktionierter israelischer Siedler bekannt

Drei führende Mitglieder sowie vier Organisationen der israelischen Siedlerbewegung sind nun mit Strafmaßnahmen belegt worden

 28.05.2026

Terrorismus

Er soll Waffen beschafft haben: Mutmaßliches Hamas-Mitglied in Dänemark verhaftet

Die Bundesanwaltschaft in Deutschland hat einen Haftbefehl gegen Yousif C. erwirkt, der am Mittwochabend in Dänemark festgenommen wurde, weil er im Verdacht steht, Waffen für einen Anschlag auf jüdische oder israelische Ziele besorgt zu haben

 28.05.2026

Oranienburg

Prien: NS-Terrorgeschichte zeitgemäß vermitteln

Bundesbildungsministerin Karin Prien hat die Gedenkstätte Sachsenhausen besucht. Dort rief sie auch dazu auf, die Demokratiebildung zu stärken

von Yvonne Jennerjahn  28.05.2026

Brüssel

Handelssanktionen gegen Israel? In der EU wächst der Druck

Frankreich, Schweden und weitere Staaten drängen die EU-Kommission, schnell einen entsprechenden Vorschlag vorzulegen

von Michael Thaidigsmann  28.05.2026

London

Sicherheitsbedenken: British Museum verschiebt Vortrag über das antike Israel

Ein Oberhaus-Mitglied droht mit Konsequenzen für staatlich finanzierte Einrichtungen, wenn diese unter Druck bestimmte Inhalte nicht mehr präsentieren

 28.05.2026

Berlin

CDU schickt Broschüre an AfD-Abgeordnete - mit Austrittstext

Die CDU hat eine Zusammenstellung mit harten Vorwürfen gegen die AfD herausgegeben und sandte sie jetzt auch direkt an deren Mitglieder im Bundestag - begleitet von einer Anregung

 28.05.2026

Meinung

Die staatliche Förderung von »Islamic Relief« ist unentschuldbar

Die NGO ist eng mit der islamistischen Muslimbruderschaft verflochten. Es ist ein Skandal, dass das Auswärtige Amt die Organisation dennoch jahrelang mit Millionen Euro unterstützte – und nun zu den Vorwürfen schweigt

von Ralf Fischer  28.05.2026

Washington D.C.

USA setzen Sanktionen gegen Francesca Albanese wieder in Kraft

Nach Angaben des amerikanischen Finanzministeriums steht die umstrittene UN-Sonderberichterstatterin wieder auf der Sanktionsliste. Die Maßnahmen erschweren ihr unter anderem die Nutzung von Kreditkartenanbietern

 28.05.2026

München

Charlotte Knobloch: Holocaust-Bildungsstätte »nötiges Gegengewicht«

Die Gedenkstätte Yad Vashem errichtet ein Bildungszentrum in München. Für die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde ist das eine notwendige Maßnahme

 28.05.2026