Meinung

Saudische Waffenbrüder

Bei Geld hört die Freundschaft ja bekanntlich auf. Vor allem, wenn es um 60 Milliarden Dollar geht. So viel will das saudische Königshaus in den kommenden Jahren für Waffen ausgeben – zur großen Freude der amerikanischen Militärindustrie. Die soll unter anderem mehr als 80 neue F-15-Kampfjets und 178 Hubschrauber liefern. Es bedarf allerdings noch der Zustimmung des Kongresses. Doch die gilt als ausgemacht. Schließlich geht es um richtig viel Zaster und Zehntausende Jobs, die dem schwächelnden US-Arbeitsmarkt ein wenig auf die Beine helfen könnten. Unter dieser Last wirtschaftlicher Tatsachen werden Zweifel rasch beiseitegekehrt. Selbst die eines so engen Verbündeten wie Israel. Jerusalem führt Sicherheitsbedenken gegen das Geschäft ins Feld. Schließlich werde mit diesem Mega-Deal ein erklärter Gegner des jüdischen Staates hochgerüstet. Das stimmt zwar, dient aber in diesem Fall höheren außenpolitischen Interessen: Irans Atomwaffen- und Hegemoniestreben soll Einhalt geboten werden. Da schadet es nicht, mit Saudi-Arabien einen Rivalen Teherans um die Vormachtstellung in der islamischen Welt aufzupäppeln. Daran sollte – allen berechtigen Vorbehalten zum Trotz – sogar Israel viel gelegen sein. Frei nach dem Motto: Deine Feinde sind auch meine Feinde. Und wenn das etwas kostet, sei’s drum. Vielleicht fängt bei Geld die Freundschaft ja erst richtig an.

Iran-Krieg

Länder starten Evakuierungsflüge

Zehntausende Ausländer halten sich im Nahen Osten auf. Der Konflikt spitzt sich dort zu. Spanien, Großbritannien und Polen reagieren auf die angespannte Sicherheitslage mit Rückholaktionen

 03.03.2026

Bundestag

AfD-Fraktion wirft Jan Wenzel Schmidt raus

Die Debatte über Vetternwirtschaft in der AfD hat erste ernste personelle Konsequenzen: Die Bundestagsfraktion hat den Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt ausgeschlossen

 03.03.2026

Skopje

NATO-Chef Rutte befürwortet Angriffe auf Iran

Mark Rutte ist deutlich: Der Iran als »Exporteur von Chaos« bedroht laut ihm nicht nur Israel. Auch zur Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei hat er eine klare Meinung

 03.03.2026

Nahost

Mehrere Verletzte bei neuen Raketenangriffen auf Israel

Wegen iranischer Raketen müssen zahlreiche Menschen in Israel erneut Schutz suchen. Durch herabgefallene Raketen- und Trümmerteile gibt es Schäden - und Verletzte

 03.03.2026

Berlin

CSU-Landesgruppenchef: »Alles besser als dieses Regime«

Gegen den israelisch-amerikanischen Iran-Krieg werden auch viele Einwände wegen einer fehlenden völkerrechtlichen Grundlage laut. Von der CSU kommt Widerspruch

 03.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Israel greift Gremium zur Wahl von Chamenei-Nachfolger an

In dem angegriffenen Gebäude in der Stadt Qom sollen sich ranghohe Geistliche zur Beratung versammelt haben. Unklar ist bisher, wer genau vor Ort war

 03.03.2026

Ehrung

Bundesfamilienministerin Prien erhält Israel-Jacobson-Preis

Der Israel-Jacobson-Preis zeichnet alle zwei Jahre Menschen aus, die sich besonders um die Stärkung jüdischen Lebens in Deutschland verdient machen. Jetzt wird Bundesfamilienministerin Karin Prien damit ausgezeichnet

 03.03.2026

Nahost

Iran-Krieg: Wer greift wo an und warum?

Raketenalarm, Explosionen, Brände, abgestürzte Militärjets: Seit Beginn des Krieges gegen den Iran überschlagen sich in vielen Ländern im Nahen Osten die Ereignisse. Ein Überblick

von Johannes Sadek, Arne Bänsch, Cindy Riechau  03.03.2026

Washington D.C.

Trump greift erneut früheres Iran-Atomabkommen scharf an

Der US-Präsident bezeichnet die Vereinbarung als »gefährlich« und verteidigt seinen Ausstieg. Das Abkommen habe Teheran einen »legitimen Weg« zur Bombe eröffnet, sagt er

 03.03.2026