Meinung

Saudische Waffenbrüder

Bei Geld hört die Freundschaft ja bekanntlich auf. Vor allem, wenn es um 60 Milliarden Dollar geht. So viel will das saudische Königshaus in den kommenden Jahren für Waffen ausgeben – zur großen Freude der amerikanischen Militärindustrie. Die soll unter anderem mehr als 80 neue F-15-Kampfjets und 178 Hubschrauber liefern. Es bedarf allerdings noch der Zustimmung des Kongresses. Doch die gilt als ausgemacht. Schließlich geht es um richtig viel Zaster und Zehntausende Jobs, die dem schwächelnden US-Arbeitsmarkt ein wenig auf die Beine helfen könnten. Unter dieser Last wirtschaftlicher Tatsachen werden Zweifel rasch beiseitegekehrt. Selbst die eines so engen Verbündeten wie Israel. Jerusalem führt Sicherheitsbedenken gegen das Geschäft ins Feld. Schließlich werde mit diesem Mega-Deal ein erklärter Gegner des jüdischen Staates hochgerüstet. Das stimmt zwar, dient aber in diesem Fall höheren außenpolitischen Interessen: Irans Atomwaffen- und Hegemoniestreben soll Einhalt geboten werden. Da schadet es nicht, mit Saudi-Arabien einen Rivalen Teherans um die Vormachtstellung in der islamischen Welt aufzupäppeln. Daran sollte – allen berechtigen Vorbehalten zum Trotz – sogar Israel viel gelegen sein. Frei nach dem Motto: Deine Feinde sind auch meine Feinde. Und wenn das etwas kostet, sei’s drum. Vielleicht fängt bei Geld die Freundschaft ja erst richtig an.

Berlin

SPD-Prominente warnen vor Koalition mit der Berliner Linken

In einem offenen Brief sprechen sich Karl Lauterbach, Sigmar Gabriel, Franziska Giffey und Hunderte weitere Sozialdemokraten gegen Rot-Grün-Rot aus – vor allem wegen des Umgangs der Linken mit Antisemitismus

 01.11.2026

Mohsen Rezaei wirft bei einer Wahl im Iran seinen Stimmzettel in eine Urne

Iran-Krieg

Iran knüpft Gespräche mit den USA an sieben Bedingungen

Teheran stellt weiter Maximalforderungen für eine diplomatische Lösung des Konflikts mit den USA. Im erneuten Kriegsfall droht Teheran mit dem Einsatz neuartiger Waffen

 01.11.2026

Annegret Kramp-Karrenbauer spricht bei der Kiel Security Conference

Antisemitismus in Deutschland

Kramp-Karrenbauer warnt vor Bündnissen mit Linken oder AfD

In Berlin hat die Linke die Wahl gewonnen, in Sachsen-Anhalt die AfD. Die frühere CDU-Chefin meint, das Leben vieler Menschen würde sich massiv verändern, wenn diese die Regierung übernähmen

 01.11.2026

Elif Eralp reißt beim Landesparteitag der Linken in Berlin einen Blumenstrauß in die Höhe

Regierungsbildung in Berlin

Koalitionsgespräche von Rot-Grün-Rot in Berlin vor dem Start

Trotz bundesweiter israelfeindlicher Kontroversen hat die Berliner Linke Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen zugestimmt. Nach dem Wochenende geht es los

 01.11.2026

Überwachungskameras an der Fassade der Synagoge in Hagen, links ein Davidstern

Antisemitismus

Judenfeindliche Straftaten mit islamistischem Motiv auf Rekordniveau

Seit 2023 steigen die Zahlen rasant an. Behörden in Deutschland registrieren immer mehr antisemitische Straftaten. Viele haben einen islamistischen Hintergrund

 01.11.2026

Vanessa Emde zwischen Teilnehmern einer Kundgebung vor dem Linke-Parteitag in Berlin

Regierungsbildung in Berlin

Linker Protest gegen Linke-Führung – Abgeordnete Emde dabei

Vanessa Emde steht wegen ihrer israelfeindlichen Positionen in der Kritik und könnte aus der Berliner Linksfraktion ausgeschlossen werden. Nun taucht sie auf einer Kundgebung am Parteitagsort auf

 01.11.2026

Als Batman verkleidete Person vor brennender Mülltonne in Frankfurt

Gewalt eskaliert

Krawalle und Plünderungen in Frankfurt

Nachdem die Polizei eine zunächst friedliche Demonstration junger Menschen auflöst, eskaliert die Lage auf der Zeil – in der Menge waren auch »Viva Palästina«-Rufe zu hören

 01.11.2026

Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat bei der Abgeordnetenhauswahl 2026

Berlin

SPD-Vorstand beschließt Mitgliedervotum zu Koalitionsvertrag

Noch haben die Koalitionsverhandlungen in Berlin nicht begonnen. Klar ist aber schon, dass die Basis der drei potenziellen Regierungspartner eng eingebunden werden soll

 30.10.2026

Friedens-Mission

Woidke lobt Pferdetreck nach Jerusalem als Friedenszeichen

Sechs Monate und mehr als 3.500 Kilometer Reise durch acht Länder: Der Friedenstreck nach Jerusalem im vergangenen Jahr musste viele Hindernisse überwinden

 30.10.2026