Antisemitismus

Sachsen gründet neue Melde- und Beratungsstelle

Ofek-Leiterin Marina Chernivsky Foto: Rolf Walter

Die Melde- und Beratungsstelle Antisemitismus Sachsen soll im neuen Jahr in Dresden an den Start gehen. Sie sei für den Schutz und die Unterstützung von Opfern und im Kampf gegen Antisemitismus enorm wichtig, erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Dienstag in der sächsischen Landeshauptstadt. Dabei sei Antisemitismus nicht nur eine Gefahr für jüdische Mitbürger, sondern bedrohe auch das demokratische und friedliche Zusammenleben.

Träger der Melde- und der Beratungsstelle sei der Verein »Ofek - Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung«, hieß es weiter. Die Meldestelle werde in enger Abstimmung mit dem Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) arbeiten.

Nach einer mehrmonatigen Aufbauphase solle »die Erreichbarkeit der beiden Projekte in ganz Sachsen ermöglicht werden«, hieß es weiter.

Der Aufbau finde in enger Abstimmung mit dem Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden und dem Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben, Thomas Feist, statt. Eine Auftaktveranstaltung ist für März 2022 geplant.

Ofek-Leiterin Marina Chernivsky betonte, antisemitische Vorfälle müssten nicht stillschweigend hingenommen werden. Die Einrichtung der Melde- und Beratungsstelle Antisemitismus geht den Angaben zufolge auf eine entsprechende Vereinbarung im sächsischen Koalitionsvertrag zurück. epd

Debatte

Danger Dan und Igor Levit: So reagiert »Die Anstalt« in ihrer Sendung auf die Absage des ZDF

In seiner Jubiläumssendung geht es ausführlich auf den Streit ein

 19.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Herkunft und Sympathien der Spielerikone kursieren, erzählen die Söhne eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine andere, besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  19.07.2026 Aktualisiert

NRW

Minister sieht bei Danger Dan-Song Nähe zu Extremisten

Der Rapper Danger Dan darf einen neuen Song nicht in der Satiresendung »Die Anstalt« präsentieren. Nun meldet sich der NRW-Medienminister zu Wort, der auch im ZDF-Fernsehrat sitzt

 18.07.2026

Kommentar

Absage an Danger Dan und Igor Levit: Das ZDF hat absolut richtig gehandelt

Nicht alles, was nicht justiziabel ist, muss auch gesendet werden. Schon gar nicht unverhohlene Aufrufe zur linksextremen Gewalt und Verherrlichung der »Hammerbande«-Terroristen

von Philipp Peyman Engel  18.07.2026 Aktualisiert

Kommentar

Warum ich mit der SPD fertig bin

Eine späte Einsicht ist besser als gar keine, oder?

von Imanuel Marcus  18.07.2026

Rechtsterrorismus

NSU-Unterstützerin Susann E. zu zwei Jahren Haft verurteilt

Im Prozess gegen Susann E. in Dresden ist das Urteil gesprochen. Weil sie der NSU-Terroristin Beate Zschäpe mit ihrem Ausweis und ihrer Krankenkassenkarte aushalf, wurde sie verurteilt. In Haft muss sich nicht.

 17.07.2026

Frankfurt am Main

»Widerstand ist Völkerrecht«-Demo darf stattfinden

Laut Staatsanwaltschaft liegt trotz des Demo-Mottos »Palästina darf sich wehren, auch mit Steinen und mit Gewehren« keine Volksverhetzung vor

 17.07.2026

Mainz

»Mutlos«: »Anstalt« reagiert auf Ausladung von Danger Dan

Die Macher der Satiresendung kritisieren die Entscheidung des ZDF deutlich. Auch der Musiker selbst meldet sich nochmal zu Wort - es geht auch um das Thema Gewalt

 17.07.2026

Berlin

SPD-Arbeitskreis fordert Ende deutscher Blockade gegen EU-Kurs zu Israel

»Es ist nicht glaubwürdig, wenn deutsche Waffen dazu dienen, die humanitäre Katastrophe zu verlängern«, sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner

 17.07.2026