Moskau

Russland weist Frankreichs Vorwurf zur Davidstern-Sprühaktion zurück

Das Außenministerium in Moskau Foto: picture alliance / AP Images

Moskau

Russland weist Frankreichs Vorwurf zur Davidstern-Sprühaktion zurück

Paris wolle Russland diskreditieren, heißt es im Moskauer Außenministerium

 12.11.2023 11:16 Uhr

Russland hat den Vorwurf Frankreichs zu einer gegen Juden gerichteten Davidstern-Sprühaktion in Paris als haltlos zurückgewiesen. »Wir verurteilen entschieden die unbegründeten Versuche von Paris, eine «russische Spur» in den Ereignissen zu finden, die keinen Bezug zu unserem Land haben«, teilte das Außenministerium in Moskau mit.

Einziges Ziel der Vorwürfe sei es, Russland zu diskreditieren. Frankreich wirft Russland vor, hinter dem massenhaften Besprühen von Pariser Gebäuden mit Davidsternen vor rund zwei Wochen zu stecken.

Es sei bemerkenswert, dass das französische Außenministerium selbst einräume, dass die Ermittlungen zu der Sprühaktion noch liefen, hatte am Donnerstagabend auch die russische Botschaft in Paris mitgeteilt. Eine Beteiligung ausländischer Auftraggeber sei nicht nachgewiesen.

Beteiligung eines Propagandanetzwerkes

»Russland hat stets jedwede Akte des Antisemitismus‘ scharf verurteilt und verurteilt sie. Was das Anbringen von Davidsternen auf Wohnhäusern jüdischer Bürger angeht, so ist das eine westeuropäische und keine russische Tradition«, hieß es in der Mitteilung.

Das Außenministerium in Paris hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, Frankreich verurteile aufs Schärfste die Beteiligung des russischen Propagandanetzwerks Recent Reliable News (RRN/Doppelgänger) an der Verbreitung von Fotos der Davidstern-»Tags« in sozialen Netzwerken.

Was die Taten selber angeht, müssten die Ermittlungen zeigen, ob ein ausländischer Auftraggeber dahintersteckt. Moskau wies auch »kategorisch« Anschuldigungen zurück, mit dem russischsprachigen Netzwerk in Verbindung zu stehen. dpa

Israel

Die halbe Wahrheit

Deutschlands Medien und der Gaza-Krieg: Wie aus ungeprüften Zahlen der Terrororganisation Hamas plötzlich Gewissheiten werden – ganz ohne kritische Einordnungen

von Philipp Peyman Engel  05.02.2026 Aktualisiert

Doha

Merz sagt Partnern am Golf engere Rüstungszusammenarbeit zu

Lange Zeit haben Bundesregierungen nur sehr restriktiv den Export von Rüstungsgütern an autokratische Staaten genehmigt. Dies ändert sich nun, wie der Bundeskanzler in Katar deutlich macht

 05.02.2026

Interview

»Es wird vergessen, wie es anfing«

Ricarda Louks Tochter Shani wurde am 7. Oktober 2023 von Hamas-Terroristen ermordet. Hier spricht sie darüber, wie sie den Verlust verarbeitet, was ihr Kraft gibt und warum sie über den Umgang Deutschlands mit den Opfern enttäuscht ist

von Mirko Freitag  05.02.2026

Nahost

Natürliches Bündnis?

Nach der Offensive der syrischen Armee in Rojava nähern sich die Kurden Israel an. Eine Expertin erklärt die Hintergründe

von Sabine Brandes  05.02.2026

Washington D.C.

Neue Terrorismus-Anklagen nach Mord an Botschaftsmitarbeitern

Gegen den 31-jährigen Elias Rodriguez aus Chicago sei eine erweiterte Anklageschrift mit insgesamt 13 Punkten eingereicht worden, sagt Bundesstaatsanwältin Jeanine Pirro

 05.02.2026

Sydney

Drohungen gegen Israels Präsidenten: 19-Jähriger angeklagt

Die Bundespolizei teilt mit, Darcy Tinning habe gedroht, Isaac Herzog mit einer Pistole zu erschießen

 05.02.2026

New York

Antisemitische Drohung an Schule: 17-Jähriger festgenommen

»Fuck the Jews«: Laut NYPD hatte der Teenager an der Renaissance Charter School in Jackson Heights E-Mails verschickt, in denen er Gewalt gegen jüdische Mitschüler androhte

 05.02.2026

Dresden

Sächsischer Landtag: Einmütige Zustimmung für Yad-Vashem-Außenstelle

Kultusminister Conrad Clemens (CDU) spricht von einem Auftrag. Angesichts offener antisemitischer Anfeindungen und wachsender Angriffe auf demokratische Werte sei Erinnerungskultur dringlicher denn je

 05.02.2026

Teheran

»Widerwärtiger Charakter«: Irans Außenminister attackiert Merz

Der Iran betrachtete Deutschland einst als einen zuverlässigen Partner. Die Kritik an der Bundesregierung wird jedoch immer heftiger. Und richtet sich mittlerweile gegen den Bundeskanzler persönlich

 05.02.2026