Kiew

Russische Spezialeinheiten machen Jagd auf Selenskyj

Präsident Wolodymyr Selenskyj am 13. März in Kiew Foto: IMAGO/UPI Photo

Vor einigen Tagen mutmaßte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft, dass ihn der »Feind zum Ziel Nr. 1 erklärt« habe. Jetzt zeigt sich, dass er damit auf gefährliche Weise richtig lag. »Der Feind«, das ist für Selenskyj das russische Militär und Wladimir Putin, und der scheint tatsächlich vor nichts zurückzuschrecken, um seinen Widersacher in Kiew auszuschalten.

KADYROW Nach übereinstimmenden Medienberichten hat Putin seine berüchtigtsten Spezialeinheiten ausgesandt, um Selenskyj und weitere wichtige ukrainische Entscheidungsträger wie etwa Vitali Klitschko, den Bürgermeister von Kiew, zu liquidieren. Dazu zählen auch die für ihre Brutalität bekannten Einheiten unter dem Kommando von Ramsan Kadyrow, dem Machthaber in Tschetschenien von Putins Gnaden.

Soldaten dieser sogenannten »Kadyrow-Truppen« sollen nun ein Attentat auf Selenskyj vorbereitet haben, das jedoch von ukrainischen Kräften verhindert werden konnte. Das berichtete der Chef des ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Oleksij Danilov, in einer Meldung auf Telegram.

Dort behauptete er auch, dass der Tipp für den Anschlagsversuch aus russischen Geheimdienstkreisen kam. Im ukrainischen Fernsehen erklärte Danilov zudem, dass die tschetschenischen Einheiten, die auf der Attentats-Mission gewesen waren, mittlerweile ausgeschaltet sind.

WAGNER Offenbar ist aber noch eine weitere Spezialeinheit direkt auf Selenskyj angesetzt: die berüchtigte »Gruppe Wagner«. Die russische private Söldnertruppe, die insbesondere im Syrien-Konflikt wiederholt Menschenrechtsverletzungen begangen haben soll, war auch an der Annexion der Krim und am Konflikt in der Ostukraine beteiligt.

Wie die »Times« berichtet, sollen 400 Kämpfer der »Gruppe Wagner« im Raum Kiew aktiv sein. Auch ihr Auftrag sei es, Präsident Selenskyj auszuschalten und so den Weg für die russische Machtübernahme in der Ukraine vorzubereiten. Selenskyj zeigt sich derweil vom grausamen Ruf der auf ihn angesetzten Kopfgeldjäger unbeeindruckt und lehnt es weiterhin ab, die Hauptstadt seines Landes zu verlassen. Er will weiter für die Freiheit seiner Heimat Ukraine kämpfen.

»Letzte Verteidigungswelle«

Haftstrafen gegen junge Neonazis

Seit März standen in Hamburg mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe »Letzte Verteidigungswelle« vor Gericht. Weil sie so jung sind, ohne Öffentlichkeit. Nun sind die Urteile gefallen.

 05.08.2026

Jackson Irvine beim WM-Spiel Australien gegen Ägypten, 3. Juli 2026

Nach Antisemitismus-Vorwürfen

Umstrittener FC St. Pauli-Kapitän Jackson Irvine wechselt nach Japan

Der Australier war wegen anti-israelischer Gesten heftig kritisiert worden und hatte vergangene Saison bei dem Bundesligaabsteiger für eine Krise unter Führung und Fans gesorgt

 05.08.2026

Meinung

Danke, Boy George!

Wie die 80er-Jahre-Ikone gegen alle Widerstände für Israel eintritt, verdient unseren Dank

von Sophie Albers Ben Chamo  05.08.2026

Wahl zum Abgeordnetenhaus

Umfrage: Linke in Berlin auf Platz eins

Am 20. September findet die Wahl zum Landesparlament statt. Würde schon am Sonntag gewählt, bekäme die Linke einer Umfrage zufolge die größte Zustimmung. Doch das Rennen ist knapp

 05.08.2026

Nach CSD-Anschlag

So viele islamistische Gefährder müssen nun in Berlin Fußfesseln tragen

Eine Übersicht

 05.08.2026

Berlin

Viele Fragezeichen zu CSD-Anschlag nach Sondersitzung

Gab es Kommunikationsprobleme zwischen Sicherheitsbehörden und Politik vor dem Anschlag am Rande des CSD? Abgeordnete sehen reichlich offene Fragen rund um die Tat

 05.08.2026

Berlin

Insolvenz: Masorti-Grundschule muss schließen

Die Hintergründe

von Mascha Malburg  05.08.2026

Arlington (Virginia)

USA haben Großteil ihrer Langstreckenraketen im Iran-Krieg verbraucht

Im Verlauf der Operation »Epic Fury« wurden bereits nahezu sämtliche verfügbaren Army Tactical Missile Systems (ATACMS) sowie Precision Strike Missiles (PrSM) eingesetzt

 05.08.2026

Großbritannien

Antisemitische Vorfälle in Großbritannien um 21 Prozent gestiegen

Der Community Security Trust registriert einen Fall von lebensbedrohlicher Gewalt sowie 135 körperliche Angriffe – so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr

 05.08.2026