Südafrika

Rüge für Höchstrichter wegen Israel-Solidarität

Scheidender Höchstrichter Südafrikas: Mogoeng Mogoeng Foto: imago/Gallo Images

Südafrikas scheidender Höchstrichter Mogoeng Mogoeng muss sich wegen umstrittener Israel-Kommentare entschuldigen. Er habe gegen seine Pflicht verstoßen, sich aus »politischen Kontroversen oder Aktivitäten« herauszuhalten, wie eine Richterkommission am Donnerstag urteilte. Die Kommission ordnete eine Entschuldigung innerhalb von zehn Tagen an.

In einem Webinar der Zeitung »Jerusalem Post« hatte der Chefjurist 2020 seine Solidarität zum Staat Israel bekundet; Motivation dafür finde er laut eigener Aussage in der Bibel. Mogoeng hatte während des Webinars wiederholt aus der Bibel zitiert und betont: »Als Christ kann ich gar nicht anders als Israel zu lieben und dafür zu beten.«

Als Präsident des Verfassungsgerichtshofes stand Mogoeng wiederholt in der Kritik, sein juristisches Amt mit seinem Glauben zu vermischen. In einem Gebet etwa hatte er »im Namen Jesu« zur Zerstörung von »teuflischen« Covid-Impfungen aufgerufen. Seine Richterkarriere beendete er im vergangenen Oktober mit einer landesweiten Kirchen-Tour. Ein Nachfolger ist bisher nicht benannt. kna

Budapest

Péter Magyar: Netanjahu müsste bei Einreise festgenommen werden

Der designierte Ministerpräsident Ungarns hatte seinen israelische Kollegen zu einem Besuch eingeladen. Nun erklärt er, was passieren würde, sollte dieser der Einladung folgen

 21.04.2026

Nahost

Vance soll zu Iran-Gesprächen nach Pakistan reisen

Die Reise nach Islamabad könnte bereits heute erfolgen. Der Zeitpunkt ist brisant, denn die derzeitige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft aus

 21.04.2026

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Berlin

Abbruch nach Antisemitismus bei Makkabi-Spiel

Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der antisemitischen Volksverhetzung und Beleidigung

 20.04.2026

Washington D.C.

Iran-Krieg: Trump ringt hinter den Kulissen mit Zweifeln und Sorgen

Angst um die Wirtschaft und die Befürchtung, ihn könnte das politische Schicksal von Jimmy Carter ereilen, beeinflussen den Präsidenten

 20.04.2026

London

Festnahmen nach neuem Brandanschlag auf Synagoge in London

Binnen weniger Wochen werden mehrere jüdische Einrichtungen in London zum Ziel von Brandanschlägen. Handeln die Täter im Auftrag Irans gegen Geld?

 20.04.2026

Teheran

Bericht: Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA ab

Am Mittwoch läuft die Waffenruhe im Iran-Krieg aus. US-Präsident Trump nennt einen neuen Verhandlungstermin. Aber das Teheraner Regime sieht keine »Perspektive für seriöse Verhandlungen«

 20.04.2026

Berlin

Deutsche Marine bereitet Einsatz in Straße von Hormus vor

Noch ist ein dauerhafter Waffenstillstand am Golf nicht absehbar. Doch Deutschlands Marine bereitet sich bereits auf den Tag X vor. Es geht um das Räumen von Minen in der Straße von Hormus

 20.04.2026

London

Antisemitismus-Vorwürfe: Britische Grüne suspendieren jüdischen Anti-Zionisten

Tony Greenstein stellte die Verbrechen der Hamas infrage und äußerte sich zugunsten der Terrororganisation. Es ist nicht sein erster Parteiausschluss

 20.04.2026