Washington D.C.

Rubio: Krieg gegen Iran könnte größeren Konflikt auslösen

Außenminister Marco Rubio mit Vizepräsident JD Vance Foto: picture alliance / abaca

US-Außenminister Marco Rubio hat die Amerikaner gewarnt, dass ein Krieg mit dem Iran »viel schmutziger« und komplexer sein könnte als vergangene Konflikte. Jede Militäraktion im Nahen Osten, ob sie von den USA oder von jemand anderem gegen den Iran ausgeführt werde, könnte einen viel größeren Konflikt auslösen, warnte Rubio in einem TV-Interview der »Free Press«. Es gehe hier nicht um ein paar Drohnenabschüsse, sagte der Minister.

Der Iran habe in den vergangenen Jahren Milliarden von Dollar für die Entwicklung seines Militärs ausgegeben, sagte Rubio. Die USA seien in der Lage, den Iran zu besiegen. »Aber ich denke, es ist wichtig zu verstehen, dass es viel komplexer ist, als es noch vor zehn oder fünf Jahren der Fall gewesen wäre.«

Lesen Sie auch

Rubio betonte: »Genau deshalb hoffen wir, dies zu vermeiden.« Und deshalb setze sich Präsident Donald Trump so sehr für eine friedliche Lösung ein. Obwohl er den Iran daran hindern wolle, Atomwaffen zu bekommen, würde er den Frieden vorziehen, sagte Rubio laut dem Interview-Transkript des Außenministeriums.

Rubio gestand ein, dass es noch ein langer Weg sei. »Wir sind weit entfernt von irgendeiner Einigung mit dem Iran.« Es sei schwierig und hart. »Das ist leider oft der Fall, wenn es um Frieden geht. Aber wir sind entschlossen, ein friedliches Ergebnis zu erzielen, das für alle akzeptabel ist.« Rubio betonte, wenn der Iran ein friedliches ziviles Atomprogramm haben wolle, könne er das haben.

Das Teheraner Regime überzieht Teile des Nahen Ostens seit Jahren mit Terror. Seine Stellvertreter – die von ihm finanzierten Terrororganisationen Hamas, Hisbollah und Huthi – bedrohen und bekämpfen Israel. Die israelische Regierung hat stets erklärt, sie werde nicht zulassen, dass der Iran über Atomwaffen verfüge. dpa/ja

Urteil

Buchhandlungspreis: Gericht untersagt Weimer Extremismus-Äußerung

Die Buchhandlungspreis-Affäre lässt Kulturstaatsminister Weimer nicht los. Die unter Extremismusverdacht geratenen Buchhandlungen wehren sich

 30.04.2026

Washington D.C.

Größter US-Flugzeugträger soll Nahen Osten verlassen

Erstmals seit Jahrzehnten sind wieder drei US-Flugzeugträger im Nahen Osten - das verkündete das US-Militär vergangene Woche. US-Medien zufolge dürfte sich das aber schon bald wieder ändern

 30.04.2026

Washington D.C.

Trump drängt erneut auf Begnadigung Netanjahus

»Bibi ist ein Premierminister im Krieg. Mit so etwas im Nacken kann er nicht arbeiten«, sagt der amerikanische Präsident

 30.04.2026

Ralf Fischer

Kollegah: Judenhass in Reimform

Warum schweigen alle zu dem offenen Antisemitismus von Felix Blume aka Kollegah?

 30.04.2026

Einspruch

Im Dschungel gestolpert?

Maria Ossowski bedauert den Rücktritt von Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson

von Maria Ossowski  30.04.2026

Dominik Krause

Grün und pro Israel

Am 1. Mai tritt der 35-Jährige ein Amt als Oberbürgermeister Münchens an. Wofür steht er? Ein Porträt

von Chris Schinke  30.04.2026

Glosse

Tipps und Tricks für Judenhasser

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Eine Handreichung

von Daniel Neumann  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

Die Auszeichnung würdigt herausragende Beiträge zur Aufklärung über das NS-Konzentrationslager Auschwitz und den Holocaust

 30.04.2026

Terror

Gruppierung Ashab al-Jamin bekennt sich zu Angriff in London

Nach einem weiteren Angriff auf jüdische Einrichtungen in London taucht ein neues Bekenntnis auf. Die Terrorgruppe HAYI spricht von einer Attacke auf »Zionisten«

 30.04.2026