Der Sohn des US-Regisseurs Rob Reiner hat die Vorwürfe, seine Eltern ermordet zu haben, vor Gericht zurückgewiesen. Der 32-jährige Nick Reiner bekannte sich in Los Angeles in zwei Anklagepunkten wegen Mordes ersten Grades auf nicht schuldig. Ihm wird vorgeworfen, seinen Vater und seine Mutter, die Filmproduzentin und Fotografin Michele Singer Reiner, im Dezember vergangenen Jahres getötet zu haben.
Bei der Anhörung vor dem Superior Court von Los Angeles County erschien Reiner in Gefängniskleidung und äußerte sich nur kurz, um auf sein Recht auf ein beschleunigtes Verfahren zu verzichten. Die Richterin trug die beiden Schuldeingeständnisse formal in die Akten ein. Der Termin war zuvor mehrfach verschoben worden, unter anderem, nachdem sein damaliger Verteidiger beantragt hatte, aus dem Mandat entlassen zu werden.
Die Staatsanwaltschaft prüft inzwischen, ob sie die Todesstrafe beantragen will. Bezirksstaatsanwalt Nathan Hochman erklärte nach der Anhörung, das Verfahren verlaufe planmäßig, die Ermittlungsakten seien weitgehend an die Verteidigung übergeben worden. Man habe den Anwälten der Verteidigung die Möglichkeit eingeräumt, Argumente gegen einen Antrag auf die Höchststrafe vorzubringen, sowohl schriftlich als auch in persönlichen Gesprächen.
Rob Reiner und Michele Singer Reiner waren am Nachmittag des 14. Dezember 2026 im Schlafzimmer ihres Hauses im Stadtteil Brentwood tot aufgefunden worden. Ermittler gehen jedoch davon aus, dass die tödlichen Messerangriffe bereits in den frühen Morgenstunden stattgefunden hatten. Nick Reiner wurde am selben Abend rund 15 Kilometer entfernt festgenommen, nachdem die Polizei ihn auf offener Straße gestellt hatte.
Die Anklage wirft ihm vor, beide Eltern getötet zu haben. Zusätzlich wird ihm der Einsatz einer tödlichen Waffe vorgehalten. Diese Sondervorwürfe können im Falle einer Verurteilung das Strafmaß deutlich verschärfen.
Sein früherer Anwalt hatte sich ohne nähere Begründung aus dem Verfahren zurückgezogen, betonte jedoch in einem Radiointerview, man fühle sich weiterhin den Interessen seines Mandanten verpflichtet. Er hatte zugleich erklärt, Nick Reiner sei unschuldig. im