Nahost

US-Botschaftspersonal soll Libanon verlassen

US-Präsident Donald Trump will einen Atom-Deal mit dem Regime im Iran und droht mit Militärschlägen, sollte es ein Abkommen verweigern Foto: picture alliance / Consolidated News Photos

Inmitten der Spannungen zwischen Washington und Teheran hat das US-Außenministerium einen Teil seines Botschaftspersonals in Beirut zur Ausreise aus dem Libanon aufgefordert. »Nicht für den Notfall« benötigtes Personal sowie berechtigte Familienangehörige aus der Botschaft sollten das Land verlassen, verlautete aus dem Ministerium in der US-Hauptstadt. 

Nach einer jüngsten Bewertung der Sicherheitslage sei man zum Schluss gekommen, »dass es ratsam sei, unsere Präsenz auf das wesentliche Personal zu reduzieren«, hieß es von einem hochrangigen Ministeriumsbeamten. Das US-Ministerium betonte, dass eine »Kernmannschaft« einsatzbereit bleibe und die Reduzierung des Personals nur temporär sei.

Keine Fortschritte in Atomverhandlungen

Die USA und der Iran verhandeln derzeit über das umstrittene iranische Atomprogramm – doch greifbare Fortschritte gibt es bislang nicht. Befürchtet wird, dass US-Präsident Donald Trump stattdessen zu einem militärischen Schlag gegen die Führung in Teheran ausholt.

Im Libanon sitzt die vom Iran unterstütze Hisbollah. Sollte es zu einem Militärschlag kommen, könnte es auch im Libanon zu weiteren Spannungen kommen. Die Schiitenmiliz steht selbst im Konflikt mit Israel. Im September 2024 standen sie in einem offenen Krieg. Trotz Waffenruhe greift das israelische Militär weiter nahezu täglich im Libanon an und wirft auch der Hisbollah Verstöße vor. dpa

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