Berlin

Resolution gegen Israel-Boykott

Boykottaufruf gegen Israel: Al-Quds-Tag 2016 in Berlin Foto: Rolf Walter

Auf Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft haben sich Vertreter verschiedener Organisationen am Dienstag in Berlin getroffen, um sich über die »BDS-Bewegung« (»Boycott, Divestment, Sanctions«) auszutauschen. Mit dabei waren unter anderem Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden, Sarah Singer, Präsidentin des Jüdischen Nationalfonds Deutschland, und Deidre Berger vom American Jewish Committee.

hass
Im Anschluss erklärte Christian Lange, Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Parlamentarischer Staatssekretär: »Die BDS-Bewegung schadet den deutsch-israelischen Beziehungen. Ihre Boykottaufrufe gegen Israel erinnern an die Aktionen der Nationalsozialisten ›Kauft nicht bei Juden‹. Das Engagement dieser Aktivisten hat nichts mit Friedensarbeit zu tun, sondern mit Hass und Propaganda.«

Die Gesprächsteilnehmer verabschiedeten eine Resolution »Nein zum Israelboykott. Stoppt BDS!«. Darin wird unter anderem klargestellt, dass Boykottaufrufe gegen Israel keine legitime Kritik an der israelischen Regierung sind. Weiterhin heißt es in der Resolution: »Protestkundgebungen vor Supermärkten mit ›Boykottiert Israel‹-Schildern oder selbst ernannte Kontrolleure, die in Geschäften israelische Produkte kennzeichnen, erinnern an die Aktivitäten der Nationalsozialisten.« ja

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Interview

»Ich bezweifle, dass Claudia Roth es ernst meint mit dem Kampf gegen Antisemitismus«

JSUD-Präsident Ron Dekel geht mit der Grünen-Politikerin hart ins Gericht und wirft ihr vor, antisemitische Narrative salonfähig zu machen

von Michael Thaidigsmann  06.11.2026

Israelfeindliche Politikerin

Berliner Linke fordert Vanessa Emde zum Mandatsverzicht auf

Nach Wochen der Diskussion über den Umgang mit der direkt gewählten Abgeordneten, scheint die Parteispitze nun durchgreifen zu wollen

 06.11.2026

Vorwurf der Kampagne

Eklat um Claudia Roth: Nun reagiert der Zentralrat

Die Grünen-Politikerin bereut es, israelfeindliche Regisseure auf der Berlinale kritisiert zu haben und sieht die Schuld dafür beim Zentralrat der Juden

 06.11.2026

Berlin

Gregor Gysi für Rauswurf von Vanessa Emde

»Ich hoffe, dass wir sie ausschließen«, sagt Gysi über die wegen israelfeindlicher Aussagen umstrittene Abgeordnete

 06.11.2026

Bayern

Charlotte Knobloch wünscht sich Ilse Aigner als Bundespräsidentin

Die bayerische Landtagspräsidentin »lebt mit den Menschen, nicht über ihnen«, so Knobloch

 06.11.2026

USA

Trump will bald Entscheidung zum Iran-Krieg verkünden

Nach der Wahlniederlage seiner Republikaner beschäftigt sich US-Präsident Trump mit der Frage, ob er den Krieg mit dem Iran wiederaufnehmen soll. Die Bemühungen der Vermittler laufen auf Hochtouren

 06.11.2026

Berlin

Emde erschien mit radikaler Anti-Israel-Aktivistin zur Fraktionssitzung

Während die Linke weiter um den Umgang mit der Neuköllner Abgeordneten ringt, provozierte diese erneut

 05.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  05.11.2026