Berlin

Resolution gegen Israel-Boykott

Boykottaufruf gegen Israel: Al-Quds-Tag 2016 in Berlin Foto: Rolf Walter

Auf Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft haben sich Vertreter verschiedener Organisationen am Dienstag in Berlin getroffen, um sich über die »BDS-Bewegung« (»Boycott, Divestment, Sanctions«) auszutauschen. Mit dabei waren unter anderem Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden, Sarah Singer, Präsidentin des Jüdischen Nationalfonds Deutschland, und Deidre Berger vom American Jewish Committee.

hass
Im Anschluss erklärte Christian Lange, Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Parlamentarischer Staatssekretär: »Die BDS-Bewegung schadet den deutsch-israelischen Beziehungen. Ihre Boykottaufrufe gegen Israel erinnern an die Aktionen der Nationalsozialisten ›Kauft nicht bei Juden‹. Das Engagement dieser Aktivisten hat nichts mit Friedensarbeit zu tun, sondern mit Hass und Propaganda.«

Die Gesprächsteilnehmer verabschiedeten eine Resolution »Nein zum Israelboykott. Stoppt BDS!«. Darin wird unter anderem klargestellt, dass Boykottaufrufe gegen Israel keine legitime Kritik an der israelischen Regierung sind. Weiterhin heißt es in der Resolution: »Protestkundgebungen vor Supermärkten mit ›Boykottiert Israel‹-Schildern oder selbst ernannte Kontrolleure, die in Geschäften israelische Produkte kennzeichnen, erinnern an die Aktivitäten der Nationalsozialisten.« ja

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026

Berlin

Amnesty International ruft Hamas zum Ende der Gewalt auf

Gewalt und außergerichtliche Hinrichtungen durch die Terrororganisation auch gegen Palästinenser kommen laut UN regelmäßig vor. Menschenrechtler fordern ein sofortiges Ende dieser Verbrechen

von Anna Mertens  21.08.2026

Erfurt

Deutsch-israelischer Jugendaustausch kommt nicht voran

Thüringens Antisemitismusbeauftragter Michael Panse sieht strukturelle und politische Gründe. Auch ein Austauschprogramm stockt

von Matthias Thüsing  21.08.2026

Wahlkampf der AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund

Magdeburg

Wie sich die AfD auf eine mögliche Regierung vorbereitet

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnte der rechtsextremistischen AfD erstmals den Weg in eine Landesregierung öffnen. Mit Schulungen, einem Personalpool und Hilfe aus Österreich bereitet sie sich seit langem darauf vor

von Jörg Ratzsch  21.08.2026

Berlin

Bezirk prüft Entzug der Zulassung von antisemitischem Influencer als Berufsbetreuer

Auf Instagram verbreitet er Judenhass und Verschwörungsmythen, im Job soll er Berufstätige mit Herausforderungen betreuen. Passt das zusammen?

 21.08.2026

Iran-Konflikt

Nach Berichten über Missstände: US-Flugzeugträger »USS George Washington« löst Pannenschiff ab

Die »USS Abraham Lincoln« ist seit Monaten im Mittleren Osten eingesetzt und hat zuletzt wegen erheblicher Probleme an Bord Schlagzeilen gemacht. Nun ist ein neuer Flugzeugträger in der Region angekommen

 21.08.2026

Benjamin Graumann Jüdische Gemeinde Frankfurt

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  21.08.2026

Berlin/Brüssel/Jerusalem

Sieben Staaten und EU verlangen Stopp von Siedlungsprojekt im Westjordanland

Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und weitere Länder fordern Israel auf, die geplante Bebauung zu stoppen. Die EU bereitet offenbar ein Sanktionspaket vor

 21.08.2026

Khan Younis

Israel wirft Hamas Folter in Klinik vor

Die Terrororganisation soll ein Krankenhaus im Süden des Gazastreifens als Folterzentrale nutzen, um ihre Macht über die Bevölkerung auszubauen

 20.08.2026