Leipzig

Rabbinerkonferenz kritisiert Universität Leipzig

Ein Lesesaal der Uni Leipzig Foto: picture alliance / imageBROKER

Die Absage einer Veranstaltung an der Universität Leipzig mit dem israelischen Historiker Benny Morris sorgt weiter für Kritik. Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland mit Sitz in Köln erklärte am Mittwoch, es sei »beschämend zu sehen, wie schnell inzwischen eine akademische Einrichtung in Deutschland vor aggressivem antiisraelischem und antisemitischem Aktivismus einknickt«. Notwendig sei vielmehr, »entschieden die Freiheit der Lehre und Wissenschaft zu verteidigen«.

Wenn das »Nie wieder« nach der NS-Zeit wirklich ernsthaft gelebt werden solle, müsse gerade jungen Menschen in Bildungseinrichtungen eine Diskursfähigkeit vermittelt werden, hieß es. Dem Lärm der Straße und aggressiven Aktivisten nachzugeben, statt verfassungsmäßig verbrieftes Recht zu schützen und zu verteidigen, sei ein »alarmierendes Signal« und bedrohe Freiheit und Demokratie.

Lesen Sie auch

Die theologische Fakultät der Universität Leipzig hatte vor wenigen Tagen einen für Donnerstag geplanten Vortrag mit Morris abgesagt. Der Historiker sollte im Rahmen einer Ringvorlesung zu Krieg und Dschihad mit Bezug zur Staatsgründung Israels 1948 sprechen.

Die Fakultät begründete die Ausladung unter anderem mit angekündigten Störaktionen und der Sorge um die Sicherheit der Gäste.
Zudem warf sie Morris Ansichten vor, »die teilweise als verletzend und sogar rassistisch gelesen werden können«.

Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland vereint nach eigenen Angaben 55 Mitglieder. Zum Vorstand gehört unter anderem der sächsische Landesrabbiner Zsolt Balla aus Leipzig. epd

USA

18-Jährige wollte Anschlag auf Synagoge in Houston verüben

Angelina Han Hicks aus Lexington (North Carolina) befindet sich in Gewahrsam. Der Vorwurf gegen sie: Verschwörung zur Planung eines Massenangriffs auf die Gemeinde Beth Israel

 24.04.2026

Jerusalem

Katz: Israel zu neuer Offensive gegen Iran bereit

Die Armee warte auf grünes Licht aus Washington, sagt der Verteidigungsminister. Die Streitkräfte seien sowohl für Verteidigung als auch für Angriffe vorbereitet. Sämtliche Ziele seien bereits markiert

 24.04.2026

Berlin

Berlins Kultursenatorin bittet um Entlassung

Die Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus sorgt in Berlin schon länger für Wirbel. Nach harscher Kritik des Rechnungshofs zieht Berlins Kultursenatorin Wedl-Wilson Konsequenzen

 24.04.2026

Sacramento

Empörung wegen antisemitischem Inhalt in offizieller Wahlbroschüre

In einer vom kalifornischen Staat verbreiteten Broschüre zur Gouverneurswahl verbreitete ein Kandidat antisemitische Verschwörungsmythen über Israel und Juden

 24.04.2026

Teheran

Bericht: Revolutionsgarden bestimmen Irans Kurs nach Tod Chameneis

Modschtaba Chamenei spielt offenbar bislang eher eine moderierende als eine dominierende Rolle

 24.04.2026

Berlin

Rücktritt? Kultursenatorin kündigt Statement an

Senatorin Wedl-Wilson steht wegen der Vergabe von Millionen-Fördermitteln erheblich unter Druck. Nun hat sie ein Statement angekündigt. Es dürfte nach dpa-Informationen um einen Rücktritt gehen

 24.04.2026

Washington D.C.

Trump kündigt Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und Libanon an

Der Präsident sagt auch, die Vereinigten Staaten wollten mit Beirut zusammenarbeiten, damit sich das Land besser gegen die Hisbollah schützen könne

 24.04.2026

Straße von Hormus

US-Marine soll jeden Minenleger versenken

Der amerikanische Präsident Donald Trump verschärft seinen Kurs gegen den Iran

 23.04.2026

Berlin

Bundesregierung sieht Chance bei Verhandlungen zwischen USA und Iran

Kehren die Washington und Teheran zurück an den Verhandlungstisch? Die Bundesregierung sieht in Verhandlungen eine Chance für den Frieden

 23.04.2026