Religion

Rabbiner: Macht keinen Unterschied, ob Ministerin Prien jüdisch ist

Rabbiner Julian-Chaim Soussan Foto: Marco Limberg

Aus Sicht des orthodoxen Rabbiners Julian-Chaim Soussan ist die Religionszugehörigkeit von Ministerin Karin Prien (CDU) nachrangig. »Als Ministerin für Bildung und Familie kann sie auf sehr viele, schöne jüdische Werte zurückgreifen. Wenn sie dieses ‚Erbe‘ nutzt, umso besser«, sagte er. »Aber sie wird wahrscheinlich nicht deshalb eine bessere oder schlechtere Ministerin sein, weil sie jüdische Wurzeln hat.«

Insofern macht es für den Frankfurter Rabbiner auch keinen Unterschied, ob Prien nach jüdischem Gesetz jüdisch sei oder nicht: »Sondern ich hoffe und wünsche mir, dass sie einfach einen guten Job macht«, sagte Soussan, der auch Mitglied im Vorstandsbeirat der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland ist. »Ich glaube, dass wir an den Punkt kommen müssen, wo es für die Öffentlichkeit bedeutungslos sein sollte, welcher religiösen Zugehörigkeit man angehört.«

Lesen Sie auch

Prien ist die erste Bundesministerin der Bundesrepublik mit jüdischen Wurzeln. Sie ist jedoch nach jüdischem Religionsgesetz keine Jüdin. Die Zugehörigkeit zum Judentum wird über die Mutter weitergegeben. Prien hat zwei jüdische Großväter.

Umfrage

AfD liegt in Berlin erstmals vorn

Nur acht Wochen vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus wird erneut ein Stimmungswechsel registriert

von Imanuel Marcus  24.07.2026

Washington D.C.

USA knüpfen Atomabkommen mit Saudi-Arabien an Annäherung an Israel

So reagiert Präsident Donald Trump auf Kritik, Washington habe mit dem Vertrag Druckmittel gegenüber Riad aufgegeben

 24.07.2026

Neue Angriffe

Trump kündigt »militärische Bestrafung« Teherans an

Nach Medienberichten bereiten die USA zugleich eine Ausweitung ihrer Militärpräsenz in der Region vor

 24.07.2026

Diplomatie

Nauru eröffnet Botschaft in Jerusalem

Damit ist der Inselstaat das zehnte Land, das seine diplomatische Vertretung in Israels Hauptstadt ansiedelt. Auch Kolumbien will eine Botschaft in Jerusalem eröffnen

 24.07.2026

New York

Zwei Männer in Manhattan niedergestochen – Ermittler prüfen antisemitisches Motiv

Eines der Opfer ist nach Angaben der Polizei ein 50 Jahre alter Mann, der eine Kippa trug und kurz zuvor eine Synagoge verlassen hatte

 24.07.2026

Diplomatie

Malaysias Premier verteidigt Drohung, Israelis abzuschieben

Mehrere US-Abgeordnete haben Außenminister Marco Rubio aufgefordert, Malaysia wegen der jüngsten Äußerungen von Regierungschef Anwar Ibrahim Fördermittel zu streichen

 23.07.2026

Naher Osten

Trump: Atom-Deal nur bei saudischer Anerkennung Israels

Washington und Riad stehen kurz vor einem Atomabkommen zur zivilen Nutzung der Kernenergie. Doch jetzt hat Donald Trump eine neue Bedingung gestellt

 23.07.2026

Würzburg

Schuster kommt zur Kundgebung gegen antisemitische Angriffe

Organisiert wird die Demonstration von der DIG Würzburg, dessen Mitglied das 65-jährige Opfer der jüngsten Attacke in Höchberg ist

 24.07.2026 Aktualisiert

Handelspolitik

Belgien und Niederlande verbieten Einfuhren aus Siedlungen

Die Regierungen in Brüssel und Den Haag haben ihre Ankündigung wahrgemacht, die Einfuhr von Waren aus den seit 1967 von Israel besetzen Gebieten zu untersagen, sofern sie von Israelis produziert werden

 23.07.2026