Prozess

Prozess gegen Gil Ofarim wird fortgesetzt

Gil Ofarim geht zum ersten Prozesstag am Landgericht in Leipzig. Foto: picture alliance/dpa

Der Prozess gegen den Musiker Gil Ofarim ist am Mittwoch in Leipzig fortgesetzt worden. Zunächst sollte der 35-jährige Hotelmitarbeiter Markus W. weiter als Zeuge befragt werden. Ofarim hatte ihm im Oktober 2021 antisemitische Äußerungen vorgeworfen. Die Ermittlungen gegen den Beschäftigten des Leipziger Hotels Westin wurden später eingestellt und der Musiker unter anderem wegen Verleumdung angeklagt. Das Landgericht Leipzig kündigte für Mittwoch weitere Zeugenaussagen an.

Bis zum Dezember sind weitere acht Verhandlungstage angekündigt.
Zum Prozessauftakt am Dienstag hatte die Verteidigung die Unschuld ihres Mandanten betont. Der Münchner Anwalt Alexander Stevens sprach von einem klassischen Fall von Aussage gegen Aussage.

Ofarim werden falsche Verdächtigung, Verleumdung sowie Betrug vorgeworfen. Der 41-Jährige hatte im Oktober 2021 behauptet, von dem Hotelmanager antisemitisch beleidigt worden zu sein. In einem Instagram-Video schilderte er, dass ihm das Einchecken verwehrt wurde, weil er eine Kette mit Davidstern getragen habe.

Laut Staatsanwaltschaft hat sich der Vorfall nicht so zugetragen.
Auch habe der Rocksänger die Kette zum Zeitpunkt des vermeintlichen Vorfalls nicht sichtbar getragen. epd

Leipzig

Kinder greifen koscheres Café an

Sie bewarfen offenbar Mitarbeiter mit Plastikflaschen, beschimpften sie und versuchten, in den Schankraum einzudringen: Die Polizei ermittelt gegen mehrere Kinder und Jugendliche in Leipzig

 08.01.2026

Apia

Samoa plant Botschaftseröffnung in Jerusalem

Premierminister La’auli Leuatea Schmidt folgt dem Nachbarland Fidschi, das im vergangenen Jahr seine Botschaft in der israelischen Hauptstadt eröffnet hatte

 08.01.2026

Debatte

Schulen legen Namen von Antisemiten und Eugenikerinnen ab

Hedwig Dohm oder Dag Hammarskjöld sind Namen, die Schulen heute gerne tragen. Andere Schulen sind nach Menschen benannt, deren Wirken heute kritischer gesehen wird als in der Vergangenheit

von Pat Christ  08.01.2026

Berlin

Mutmaßlicher Hisbollah-Anhänger kommt vor Gericht

Der inzwischen 30-Jährige soll sich zwischen Dezember 2023 und April 2025 als Mitglied der Terrororganisation betätigt haben

 08.01.2026

Canberra

Nach Terroranschlag: Australien setzt Untersuchungskommission zu Antisemitismus ein

Premierminister Anthony Albanese kündigt eine umfassende Untersuchung der Hintergründe der Tat sowie des zunehmenden Judenhasses im Land an

 08.01.2026

Potsdam

Zwei Brandenburger Minister verlassen BSW

Nach dem Bruch der Koalition in Brandenburg ziehen zwei Minister des BSW Konsequenzen. Was sie zum Parteiaustritt bewegt

 08.01.2026

Großbritannien

Stadionverbot für Maccabi-Fans: Jüdische Verbände fordern Rücktritt von Polizeichef

Craig Guildford und seiner West Midlands Police wird vorgeworfen, das Verbot verhängt und später Gründe dafür »zusammengekratzt« zu haben

 08.01.2026

Lissabon

Israelisches Restaurant schließt nach antisemitischen Anfeindungen

Nach zehn Jahren stellt das »Tantura« seinen Betrieb ein. Israelfeindliche Parolen und Hasskampagnen sind die Gründe

 08.01.2026

Berlin

Gericht setzt Verfahren gegen FU Berlin fort: Lahav Shapira sieht Schutzpflicht verletzt

Eine außergerichtliche Einigung scheitert. Das Verwaltungsgericht Berlin beschäftigt sich erneut mit dem Fall

 08.01.2026