Bildung

Prien: Flächendeckendes ukrainisches Schulangebot nicht möglich

Karin Prien, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Schleswig-Holsteins Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Foto: imago images/Eibner

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Schleswig-Holsteins Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Karin Prien (CDU), hält ein flächendeckendes ukrainisches Schulangebot für geflüchtete Kinder in Deutschland für nicht machbar. Prien sagte dem »Handelsblatt« (Donnerstag), es sei »völlig unrealistisch, hier ein paralleles ukrainisches Schulsystem für womöglich Hunderttausende Kinder und Jugendliche aufzubauen«. Die große Masse der Flüchtlingskinder müsse also ins deutsche System integriert werden.

Willkommensklassen Damit weist sie auch den Wunsch der ukrainischen Generalkonsulin Iryna Tybinka zurück, die sich gegen eine Aufnahme der Kinder in die »Willkommens-« und »Integrationsklassen« gewandt hatte, die seit 2015 für zugewanderte Kinder verschiedener Herkunft eingerichtet wurden und in denen sie zunächst getrennt von anderen vorrangig Deutsch lernen, bevor sie in Regelklassen wechseln.

Die große Masse der Flüchtlingskinder müsse ins deutsche System integriert werden.

Zugleich betonte Prien, es sei klar, dass »fremdsprachlicher, also auch ukrainischer Unterricht eine gute Ergänzung sein kann«. Generell treffe die große Zahl der Flüchtlingskinder auf ein ohnehin überlastetes System, sagte die Ministerin: Das »steht generell nach zwei Jahren Corona und wegen der Digitalisierung noch immer massiv unter Stress«.

Dennoch werde man »aus humanitären Gründen und aus unserer historischen Verantwortung heraus selbstverständlich alles tun, damit Schüler aus der Ukraine hier gut beschult werden können«. kna

Brüssel

EU gibt Namen sanktionierter israelischer Siedler bekannt

Drei führende Mitglieder sowie vier Organisationen der israelischen Siedlerbewegung sind nun mit Strafmaßnahmen belegt worden

 28.05.2026

Terrorismus

Er soll Waffen beschafft haben: Mutmaßliches Hamas-Mitglied in Dänemark verhaftet

Die Bundesanwaltschaft in Deutschland hat einen Haftbefehl gegen Yousif C. erwirkt, der am Mittwochabend in Dänemark festgenommen wurde, weil er im Verdacht steht, Waffen für einen Anschlag auf jüdische oder israelische Ziele besorgt zu haben

 28.05.2026

Oranienburg

Prien: NS-Terrorgeschichte zeitgemäß vermitteln

Bundesbildungsministerin Karin Prien hat die Gedenkstätte Sachsenhausen besucht. Dort rief sie auch dazu auf, die Demokratiebildung zu stärken

von Yvonne Jennerjahn  28.05.2026

Brüssel

Handelssanktionen gegen Israel? In der EU wächst der Druck

Frankreich, Schweden und weitere Staaten drängen die EU-Kommission, schnell einen entsprechenden Vorschlag vorzulegen

von Michael Thaidigsmann  28.05.2026

London

Sicherheitsbedenken: British Museum verschiebt Vortrag über das antike Israel

Ein Oberhaus-Mitglied droht mit Konsequenzen für staatlich finanzierte Einrichtungen, wenn diese unter Druck bestimmte Inhalte nicht mehr präsentieren

 28.05.2026

Berlin

CDU schickt Broschüre an AfD-Abgeordnete - mit Austrittstext

Die CDU hat eine Zusammenstellung mit harten Vorwürfen gegen die AfD herausgegeben und sandte sie jetzt auch direkt an deren Mitglieder im Bundestag - begleitet von einer Anregung

 28.05.2026

Meinung

Die staatliche Förderung von »Islamic Relief« ist unentschuldbar

Die NGO ist eng mit der islamistischen Muslimbruderschaft verflochten. Es ist ein Skandal, dass das Auswärtige Amt die Organisation dennoch jahrelang mit Millionen Euro unterstützte – und nun zu den Vorwürfen schweigt

von Ralf Fischer  28.05.2026

Washington D.C.

USA setzen Sanktionen gegen Francesca Albanese wieder in Kraft

Nach Angaben des amerikanischen Finanzministeriums steht die umstrittene UN-Sonderberichterstatterin wieder auf der Sanktionsliste. Die Maßnahmen erschweren ihr unter anderem die Nutzung von Kreditkartenanbietern

 28.05.2026

München

Charlotte Knobloch: Holocaust-Bildungsstätte »nötiges Gegengewicht«

Die Gedenkstätte Yad Vashem errichtet ein Bildungszentrum in München. Für die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde ist das eine notwendige Maßnahme

 28.05.2026