Bildung

Prien: Flächendeckendes ukrainisches Schulangebot nicht möglich

Karin Prien, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Schleswig-Holsteins Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Foto: imago images/Eibner

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Schleswig-Holsteins Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Karin Prien (CDU), hält ein flächendeckendes ukrainisches Schulangebot für geflüchtete Kinder in Deutschland für nicht machbar. Prien sagte dem »Handelsblatt« (Donnerstag), es sei »völlig unrealistisch, hier ein paralleles ukrainisches Schulsystem für womöglich Hunderttausende Kinder und Jugendliche aufzubauen«. Die große Masse der Flüchtlingskinder müsse also ins deutsche System integriert werden.

Willkommensklassen Damit weist sie auch den Wunsch der ukrainischen Generalkonsulin Iryna Tybinka zurück, die sich gegen eine Aufnahme der Kinder in die »Willkommens-« und »Integrationsklassen« gewandt hatte, die seit 2015 für zugewanderte Kinder verschiedener Herkunft eingerichtet wurden und in denen sie zunächst getrennt von anderen vorrangig Deutsch lernen, bevor sie in Regelklassen wechseln.

Die große Masse der Flüchtlingskinder müsse ins deutsche System integriert werden.

Zugleich betonte Prien, es sei klar, dass »fremdsprachlicher, also auch ukrainischer Unterricht eine gute Ergänzung sein kann«. Generell treffe die große Zahl der Flüchtlingskinder auf ein ohnehin überlastetes System, sagte die Ministerin: Das »steht generell nach zwei Jahren Corona und wegen der Digitalisierung noch immer massiv unter Stress«.

Dennoch werde man »aus humanitären Gründen und aus unserer historischen Verantwortung heraus selbstverständlich alles tun, damit Schüler aus der Ukraine hier gut beschult werden können«. kna

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

 12.10.2026

Mitglieder der JSUD vor dem Eingang zum Synagogenhof der Jüdischen Gemeinde Halle

Sachsen-Anhalt

So instrumentalisiert die AfD den Eklat von Halle

AfD-Rechtsaußen Hans-Thomas Tillschneider geriert sich als Opfer »fanatisierter Studenten«. Eine Einordnung

von André Anchuelo  12.10.2026

Hintergrund

Katharina von Schnurbein wird neue Antisemitismusbeauftragte

Die EU-Antisemitismusbeauftragte wechselt von Brüssel nach Berlin und folgt auf Felix Klein. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Berlin

Merz fordert SPD und Grüne auf, nicht mit Linken zu koalieren

Gibt es in Berlin eine rot-rot-grüne Koalition? Der Kanzler appelliert an SPD und Grüne

 12.10.2026

Kommentar

Vereint unter dem Dach eines Rechtsextremen

Der Verleger Jürgen Elsässer hat die Fraktionen von AfD und BSW für ein Kennenlernen in sein Magdeburger TV-Studio eingeladen. Dabei soll es auch um eine strategische Zusammenarbeit gegangen sein

von Ralf Fischer  12.10.2026

Berlin

120 Linke kritisieren Antisemitismus-Papier

Linke, Grüne und SPD haben sich vor dem Beginn von Sondierungsgesprächen zum Vorgehen gegen Antisemitismus verständigt. Daran gibt es aus der Linke nun deutliche Kritik

 12.10.2026

Kommentar

Die Linke hat ihren eigenen Antisemitismus nicht verstanden

Nein, wir sind natürlich keine Antisemiten, schallt es aus der Linken, wir kritisieren nur die israelische Regierung! Diese Formel wird immer wieder als Rechtfertigung herausgeholt

von Frank Schmiechen  12.10.2026

Washington D.C.

21 US-Soldaten im Iran-Krieg gestorben

Die meisten US-Amerikaner sind nicht vom Krieg im Iran überzeugt. Eine Anpassung der Todeszahlen könnte den Unmut noch vergrößern

 12.10.2026

Kommentar

Mit schwerem Koffer zurück aus Berlin

Wie ein deutscher Holocaust-Überlebender auf die sich abzeichnende Koalition von SPD und Grünen mit Antisemiten, Terror-Relativierern und anderen Genozid-Schreiern blickt

von Roman Haller  11.10.2026