Ehrung

Preis für Stärkung des jüdischen Lebens an Elke Büdenbender

Elke Büdenbender beim Entzünden der Fackel für die erste Kerze des Chanukka-Leuchters auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburg Tor anlässlich der beginnenden Chanukka-Feiertage. Foto: picture alliance/dpa

Die Juristin Elke Büdenbender wird wegen ihres Engagements für jüdische Menschen geehrt. Die jüdische Gemeinde Chabad Berlin will die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem »Preis für den Einsatz zur Stärkung jüdischen Lebens in Deutschland und eines positiven Miteinanders« auszeichnen, wie sie am Dienstag in Berlin mitteilte. Der undotierte Preis soll am 19. Mai auf dem Jüdischen Campus in Berlin-Wilmersdorf überreicht werden.

Gemeindesprecher Vadim Basin sagte zur Begründung, die 64-Jährige habe sich kontinuierlich und persönlich für das jüdische Leben und Menschlichkeit eingesetzt. Ihre persönliche Verbundenheit mit Jüdinnen und Juden habe sich auch in Besuchen gezeigt, zum Beispiel, als die Gemeinde ukrainische Kinder aus einem Waisenhaus in Odessa aufnahm.

Preis wird alle zwei Jahre vergeben

Kurz nach dem Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney Mitte Dezember vergangenen Jahres hatten sich Büdenbender und Bundespräsident Steinmeier mit jüdischen Menschen am Brandenburger Tor zu einer Solidaritätsbekundung getroffen. Büdenbender »verdeutlicht all diese Werte, für die der Preis steht«, sagte Basin.

Die Auszeichnung der Gemeinde wird seit 2021 alle zwei Jahre vergeben. Bisher wurden Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner und SPD-Chefin Bärbel Bas geehrt. Die Laudatio hält in diesem Jahr die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD).

Die im 18. Jahrhundert begründete jüdische Gruppierung Chabad-Lubawitsch gibt es heute in 70 Ländern weltweit. In Berlin verfügt die orthodoxe Gruppe über eine Synagoge und eine Mikwe. Die Berliner Gemeinde feiert dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. epd

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