Warschau

Polen: Einstellung zu Juden verschlechtert sich

Polnische Bürger in Warschau: Laut Umfrage ist fast ein Drittel der Menschen ablehnend gegenüber Juden eingestellt. Foto: picture alliance / Caro

Eine neue Umfrage in Polen zeigt eine spürbare Verschlechterung der Einstellung gegenüber Juden. Zwar überwiegt die Ablehnung nicht in dem Maße wie gegenüber einigen anderen Gruppen, doch die Sympathiewerte sind im Vergleich zu früheren Erhebungen deutlich gesunken. Damit setzt sich ein Trend fort, der in den vergangenen Jahren mehrfach beobachtet wurde.

Nach Angaben der Forscher vom Institut CBOS äußerten 26 Prozent der Befragten Sympathie gegenüber Juden, während 32 Prozent eine ablehnende Haltung angaben. Der Rest der Befragten zeigte sich neutral oder wollte keine Einschätzung abgeben. Im Vergleich zur vorherigen Messung ging die Zustimmung um sechs Prozentpunkte zurück, während die Ablehnung leicht zunahm. Auch in der langfristigen Betrachtung zeigt sich, dass das Verhältnis der Polen zu Juden starken Schwankungen unterliegt, die häufig mit politischen und gesellschaftlichen Debatten zusammenhängen.

Die Studie macht deutlich, dass Juden im polnischen Meinungsbild weder zu den am stärksten geschätzten noch zu den am meisten abgelehnten Gruppen zählen, jedoch eher im Bereich eines angespannten oder ambivalenten Verhältnisses liegen. Die Forscher betonen, dass die Werte im Kontext allgemeiner Stimmungsschwankungen zu sehen sind.

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Insgesamt zeigt die Umfrage, dass die Polen Italiener, Amerikaner und Spanier besonders positiv bewerten, während Russen, Belarussen und Roma am stärksten abgelehnt werden. Deutsche, Türken und Chinesen werden ambivalent beurteilt, mit nahezu gleich hohen Anteilen von Sympathie und Ablehnung.

Zudem lässt sich ein genereller Trend erkennen: Nach einer Phase steigender Sympathien im Zuge des Kriegs in der Ukraine ist die Zustimmung zu mehreren Nationen wieder gesunken, darunter zu Ukrainern, Amerikanern und Briten. im

Die komplette CBOS-Studie (auf Polnisch) ist hier einsehbar.

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