IS-Gruppen

Attentäter von Sydney sollen auf den Philippinen trainiert worden sein

Manila Foto: picture alliance/dpa

Die philippinischen Behörden bestätigen die Einreise der beiden mutmaßlichen Attentäter von Bondi Beach gut einen Monat vor der Tat. Vater und Sohn hätten sich zwischen dem 1. und 28. November 2025 auf den Philippinen aufgehalten, teilte die Einwanderungsbehörde in Manila mit. Ihr endgültiges Reiseziel auf den Philippinen war demnach die Stadt Davao auf der Insel Mindanao, wo Gruppen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv sind. 

Medien hatten berichtet, dass die beiden Männer vor dem Attentat am Sonntag im australischen Sydney auf den Philippinen in einem Trainingslager gewesen seien. Sie hätten dort eine »militärähnliche Ausbildung« erhalten, berichtete unter anderem der australische Fernsehsender ABC unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die beiden hatten an Sydneys weltberühmtem Strand auf Menschen geschossen, die dort Chanukka feierten. 15 Menschen wurden ermordet oder starben später im Krankenhaus.

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Der 50-jährige Vater, der am Tatort von Einsatzkräften erschossen wurde, war demnach indischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Australien, er habe seinen indischen Reisepass für die Einreise in die Philippinen genutzt, sagte Behördensprecherin Dana Sandoval. Sein in Australien geborener 24-jähriger Sohn habe seinen australischen Pass benutzt. 

Der IS ist auf den Philippinen über lokale dschihadistische Gruppen wie die Maute-Gruppe, Abu Sayyaf, Dawlah Islamiyah und die Bangsamoro Islamic Freedom Fighters aktiv. Der Kampf um die Stadt Marawi im Jahr 2017 markierte den Höhepunkt des IS-Einflusses auf Mindanao. Verschiedene militante Gruppierungen aus den Inselprovinzen Mindanaos schlossen sich zu einer Kampftruppe zusammen, die das wirtschaftliche Zentrum der einzigen islamischen Stadt der Philippinen besetzte. dpa

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Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

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