Berlin

Petra Pau erhält Bundesverdienstkreuz

Petra Pau (Die Linke), Bundestagsvizepräsidentin, zeigt das Bundesverdienstkreuz nach der Ordensverleihung durch die Bundestagspräsidentin. Foto: picture alliance/dpa

Mehr als 26 Jahre im Parlament, 19 Jahre im Amt der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags: Die Linken-Politikerin Petra Pau hat für ihre Arbeit der vergangenen Jahrzehnte das Bundesverdienstkreuz bekommen, die höchste Anerkennung für Verdienste um das Gemeinwohl.

»Petra Pau ist eine Frau der parlamentarischen Superlative«, sagte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD), die Pau den Orden überreichte.
Bas würdigte auch das Engagement der Linken-Politikerin für die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und für den Kampf gegen Antisemitismus.

Pau habe deutlich gemacht: »Wir müssen mehr tun, viel mehr tun, damit sich Jüdinnen und Juden sicher fühlen in unserem Land.«

Lesen Sie auch

Pau wurde 1998 in den Bundestag gewählt und war seit 2006 Vizepräsidentin – so lange am Stück wie niemand vor ihr. Dem neuen Bundestag gehört sie nicht mehr an. Von der Auszeichnung fühle sie sich sehr geehrt, sagte Pau. Sie verstehe es als Würdigung ihres Einsatzes für Demokratie, gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus.

Nun »endet mein Leben als Abgeordnete, das 1990 in der BVV Hellersdorf begonnen hat«, fügte die 61-Jährige hinzu. »Ich werde aber nicht aufhören, mich politisch für eine gerechtere, sozialere und menschlichere Gesellschaft mit weniger Diskriminierung einzubringen.« dpa

Nachruf

Trauer um Hubert Aiwanger

Der Freie-Wähler-Chef, bayerische Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister starb im Alter von 55 Jahren in einem Berliner Hotel

von Frederick Mersi  04.11.2026

Berlin

Antisemitische Schmierereien auf Skulpturen im Berliner Tiergarten

Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

 04.11.2026

Brasilien

Kein Freund Israels

Nach dem überraschenden Wahlsieg des linken Präsidenten Lula gibt sich die jüdische Gemeinde des Landes dennoch zuversichtlich

von Andreas Knobloch  04.11.2026

Berlin

Rot-grün-rote Koalitionsverhandlungen bis Januar

Linke, Grüne und SPD wollen erst im nächsten Jahr einen Koalitionsvertrag vorlegen. Und dann folgt noch ein Zwischenschritt

 04.11.2026

Koalitionsverhandlungen

Klingbeil fordert Linke auf, antisemitische Politiker rauszuwerfen

Bisher hat sich der SPD-Chef zurückgehalten, was die Berliner Koalitionsverhandlungen angeht. Jetzt macht er klar, was er von der Linken erwartet

 04.11.2026

USA

»Viele jüdische Wähler haben mit zugehaltener Nase abgestimmt«

Der jüdische Rechtsanwalt und Historiker Michael Traison über den Erdrutschsieg der Demokraten bei den Midterms und die möglichen Folgen für Amerikas Beziehungen zu Israel

von Michael Thaidigsmann  04.11.2026

Midterm-Wahlen

Iran erfreut über Trumps Wahlniederlage

Nach der Wahlniederlage der Republikaner in den USA meldet sich die iranische Spitze. Auch vom obersten Führer Modschtaba Chamenei werden Worte veröffentlicht

 04.11.2026

Meinung

Her mit den Inhalten!

Ayala Goldmann freut sich über die Eröffnung der Jüdischen Akademie in Frankfurt und ist gespannt auf das Programm

von Ayala Goldmann  04.11.2026

Sachsen-Anhalt

Linke überlegt, Gegenkandidatin gegen Ulrich Siegmund aufstellen

Der AfD-Politiker Ulrich Siegmund will im Dezember Ministerpräsident werden, doch ihm fehlen drei Stimmen für eine Mehrheit. Die Linke prüft, ob sie eine eigene Kandidatin ins Rennen schickt.

 04.11.2026