Berlin

Olympia-Attentat: Scholz erleichtert über Einigung mit Angehörigen

Foto: IMAGO/Christian Spicker

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich erleichtert über die kurz vor dem offiziellen Gedenken an die Opfer des Olympia-Attentats 1972 erzielte Einigung mit den Hinterbliebenen geäußert. Das sei eine große Erleichterung, so empfinde es auch der Bundeskanzler, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag in Berlin.

Am Montag findet auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck in Bayern, wo vor 50 Jahren die Befreiung der von palästinensischen Terroristen festgehaltenen israelischen Geiseln dramatisch scheiterte, eine Gedenkveranstaltung statt, an der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilnehmen wird. Auch der israelische Staatspräsident Issac Herzog, der am Sonntag zu einem Staatsbesuch nach Deutschland kommt, wird erwartet.

Hebestreit betonte, dass die Einigung neben Entschädigungszahlungen eine weitere Aufarbeitung der damaligen Ereignisse vorsehe. Über Jahre quälende Fragen sollen beantwortet, Lücken in der Aufklärung geschlossen und damit die Grundlage für eine neue lebendige Erinnerungskultur geschaffen werden, sagte er.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte, dass im Zuge der Einigung Anerkennungsleistungen in Höhe von 28 Millionen Euro vereinbart wurden. Davon soll 22,5 Millionen der Bund zahlen, 5 Millionen Euro Bayern und 500.000 Euro die Landeshauptstadt München.

Am Mittwoch hatten Bundesregierung und Hinterbliebene mitgeteilt, dass man sich auf eine »Gesamtkonzeption anlässlich des 50. Jahrestags« geeinigt habe. Die Hinterbliebenen hatten ihre Teilnahme an dem Gedenken am Montag in Fürstenfeldbruck zunächst abgesagt, werden nun nach der Einigung aber teilnehmen.

Am 5. September 1972 hatten palästinensische Terroristen im Olympischen Dorf in München die israelische Olympia-Mannschaft überfallen und mehrere Geiseln genommen. Die Befreiungsaktion am Fliegerhorst Fürstenfeldbruck scheiterte. Am Ende kamen elf Israelis, ein bayerischer Polizist und fünf Geiselnehmer ums Leben. Die Hinterbliebenen werfen den Behörden schwere Versäumnisse und Fehler vor. epd

Lesen Sie mehr dazu in der kommenden Printausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

Chemnitz

Gestohlener Davidstern sichergestellt

Unbekannte hatten laut Polizei in der Dauerausstellung des Lern- und Gedenkortes eine Schautafel beschädigt und den Davidstern mitgenommen

 28.09.2026

Interview

»Die Linkspartei hat vom 7. Oktober und vom Hass auf und der Hetze gegen Israelis profitiert«

Neuköllns Integrationsbeauftragte Güner Yasemin Balci über den Wahlerfolg der Linken in Berlin, Clan-Kontakte und Islamismus in der Partei sowie die politischen Folgen für ihren Bezirk und die Stadt

von Detlef David Kauschke  28.09.2026

Paris, Frankreich mit Eiffelturm

Paris

Flüchtling aus Deutschland in Frankreich als IS-Kämpfer angeklagt

In der französischen Hauptstadt hat der Berufungsprozess gegen einen Syrer begonnen, der eine leitende Rolle in der Terrororganisation »Islamischer Staat« gehabt haben soll

 28.09.2026

Düsseldorf

Attacke auf Juden wird Thema im Landtag NRW

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen Juden am vergangenen Dienstag sucht die Polizei weiter nach den Tätern. Nun soll Innenminister Reul (CDU) im Innenausschuss Auskunft geben

 28.09.2026

Berlin

Linksjugend: Polizei ist »krimineller Clan«

»Wenn die Presse uns erzählt, in Berlin gebe es ein Problem mit bewaffneten Clans, sind das die, die mit hellen Handschuhen und Knüppeln heute in den Schulstreik hineingerannt sind«, sagt eine Sprecherin

 28.09.2026

Offener Brief

Mehr als 6000 Unterzeichner weisen Vorwurf des Völkermords gegen Israel zurück

»Wir, die Unterzeichner, sind empört und angewidert über die jüngste Blutverleumdung gegen das jüdische Volk: die Lüge, dass Israel in Gaza einen ›Genozid‹ begangen habe«, heißt es in dem Schreiben

 28.09.2026

Berlin

Linken-Chef sieht seine Partei »ganz klar an der Seite jüdischer Menschen«

Nach ihrem Wahlsieg in Berlin strebt die Linke eine Regierungsbildung an. Der Bundesvorsitzende Luigi Pantisano widersprach nun Anschuldigungen, die Partei sei antisemitisch

 28.09.2026

Liverpool

Dutzende Festnahmen bei Solidaritätsaktion für Palestine Action

Am Rande des Labour-Parteitags im nordenglischen Liverpool haben mehr als 250 Menschen gegen das Verbot der als Terrorgruppe eingestuften Organisation demonstriert

 28.09.2026

Berlin

»Die Berliner Linkspartei pflegt einen verstörend engen Kontakt zu Judenhassern«

Unionsfraktionschef Thorsten Frei warnt die Grünen und die SPD vor einer Regierungszusammenarbeit mit der Berliner Linken

 28.09.2026