Düsseldorf/Tel Aviv

Nordrhein-Westfalen eröffnet eigenes Büro in Israel

Ministerpräsident von NRW, Armin Laschet (CDU) Foto: dpa

Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein Vertretungsbüro in Israel eröffnet. Die Einrichtung in Tel Aviv soll die Zusammenarbeit fördern und für das bevölkerungsreichste Bundesland als Wirtschaftsstandort werben, teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf am Freitag mit. »Das Büro soll auch zu einem Begegnungsort für Wirtschaft, Bildung, Forschung und Kultur werden«, erklärte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Das Land unterhalte enge Verbindungen nach Israel, die über die Verantwortung aus der Judenverfolgung während des Nationalsozialismus hinausgingen, hieß es weiter. »Wir profitieren heute von engen Kontakten zur Hightech-Nation Israel«, teilte Laschet mit. »Tel Aviv ist nach dem Silicon Valley die innovativste Start-up-Region der Welt.«

coworking space Das neue NRW-Büro für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur ist zunächst in einem Coworking-Space – einer Art Gemeinschaftsbüro – untergebracht, in dem auch Unternehmen aus der Internetbranche arbeiten. Laut Staatskanzlei soll es zudem mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft in Tel Aviv zusammenarbeiten. Geleitet wird das Büro von dem israelischen Mediziner und Journalisten Gil Yaron, der in Düsseldorf aufwuchs.

Die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel sind eng. Neben Schulpartnerschaften und Stipendienprogrammen gibt es laut Mitteilung auch Fortbildungsreisen zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem etwa für Lehrer oder angehende Polizisten.  kna

Washington

Rubio: Erwarten heute eine Antwort aus dem Iran

Während sich die Spannungen zwischen dem Iran und den USA zuletzt zugespitzt haben, setzen die USA weiter auf eine Verhandlungslösung mit Teheran. Nun äußert sich der US-Außenminister dazu

 08.05.2026

Meinung

»Boykottlisten« gegen »Zionisten«? Die 30er-Jahre lassen grüßen

Streit um eine Palästina-Halskette: Was wirklich im Berliner Café »The Barn« passierte, was das Café »Acid« damit zu tun hat und welche Rolle die Lokalpresse spielt

von Ayala Goldmann  08.05.2026

Andenken

Vier Schulen und mehrere Plätze nach Margot Friedländer benannt

Vor einem Jahr - am 9. Mai - starb die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit 103 Jahren. Für viele war sie ein Vorbild. Inzwischen tragen immer mehr Schulen, Straßen und Plätze ihren Namen. Eine Übersicht

von Karin Wollschläger  08.05.2026

Essay

Wenn meine Töchter mich fragen

Am 8. Mai 1945 wurde der NS-Staat besiegt, aber nicht das Denken, das ihn ermöglicht hat. Der Hass wächst heute wieder. Werde ich meinen Kindern einmal sagen können, dass ich nicht geschwiegen, sondern widersprochen habe?

von Andreas Albrecht  08.05.2026

Initiative

Antisemitismusbeauftragter Klein begrüßt Gesetzentwürfe im Bundesrat

Im Bundesrat geht es an diesem Freitag um den Handel mit Nazi-Opfer-Gegenständen und um das Leugnen des Existenzrechts Israels. Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein begrüßt die Vorstöße

von Anita Hirschbeck  08.05.2026

Meinung

Der »Tag des Sieges« und der Krieg heute

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges müssen wir die Geschichte neu aufrollen und hinterfragen, wie wir mit dem stets pompös begangenen 9. Mai umgehen sollen

von Irina Bondas  08.05.2026

Washington D.C./Teheran

USA fordern Freilassung von Nobelpreisträgerin Mohammadi

Der Gesundheitszustand der inhaftierten iranischen Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist schlecht

 08.05.2026

Boulder/Washington D.C.

Brandanschlag auf Solidaritäts-Demo für Hamas-Geiseln: Täter bekennt sich schuldig

Nach dem tödlichen Angriff in Colorado auf eine Solidaritätskundgebung für israelische Geiseln droht dem mutmaßlichen Täter nach seinem Geständnis nun lebenslange Haft

 08.05.2026

Washington D.C.

USA laden Israel und Libanon zu neuer Gesprächsrunde ein

Nach israelischen Angaben soll es bei den Treffen unter anderem um konkrete Schritte zur Entwaffnung der Hisbollah gehen

 08.05.2026