Schloss Bellevue

Neujahrsempfang beim Bundespräsidenten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag beim Neujahrsempfang im Schloss Bellevue Repräsentanten des öffentlichen Lebens und engagierte Bürgerinnen und Bürger begrüßt.

Zu dem Empfang waren Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und viele Mitglieder des Kabinetts ebenso wie Spitzenvertreter der Parteien erschienen. Auch Zentralratspräsident Josef Schuster und der ZWST-Vorsitzende Abraham Lehrer nahmen teil.

In seiner Rede betonte der Bundespräsident, dass die Demokratie stabil sei, auch in politisch schwierigen Zeiten. »Sie ist stark, weil es unzählige Menschen gibt, die sich auf vielfältige Weise für das Gemeinwesen engagieren, auch jenseits der Hauptstadt und abseits des Scheinwerferlichts.«

Toleranz Die liberale Demokratie sei stark und wehrhaft, so der Bundespräsiden weiter, weil es Menschen gebe, die Menschenwürde, Weltoffenheit und Toleranz gegen Anfechtungen verteidigten, »etwa dann, wenn Politiker und demokratische Verfahren verächtlich gemacht werden, wenn Menschen beleidigt, bedroht oder ausgegrenzt werden, wenn aggressiver Nationalismus und religiöser Fanatismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus ihr böses Gesicht zeigen«.

Der Bundespräsident dankte 70 Bürgerinnen und Bürgern aus allen Bundesländern, die sich um das Gemeinwohl in besonderer Weise verdient gemacht haben, für ihr Engagement. Darunter war auch Tatjana Malafy aus Rottweil, stellvertretende Vorsitzende des Oberrats der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden. Erwähnt wurde ihr Engagement für die Entwicklung des Judentums und des jüdischen Lebens in Deutschland: »Das kann man gar nicht genug würdigen, gerade in einer Zeit, in der wir erleben müssen, wie auf deutschen Plätzen israelische Fahnen verbrannt werden«, sagte Steinmeier laut Redemanuskript. ja

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