NS-Geschichte

Neues Projekt zur Dokumentation gestartet

Klaus Neitmann, Landesarchivdirektor von Brandenburg, Martina Münch, Kulturministerin von Brandenburg (SPD), und Radu Ioanid vom Washingtoner Holocaust Memorial Museum (v.l.) am Mittwoch in Potsdam Foto: dpa

In Brandenburg startet ein umfangreiches Projekt zur Dokumentation der NS-Verbrechen und der deutschen Geschichte von 1933 bis 1945.

Das Holocaust Memorial Museum der US-Hauptstadt Washington wird rund 900.000 Seiten aus 1138 Akten des Brandenburgischen Landeshauptarchivs digitalisieren und damit für die internationale Forschung zugänglich machen, sagte Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) zum Projektauftakt am Mittwoch in Potsdam.

kooperation Die Vorarbeiten auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung vom vergangenen Juni seien inzwischen abgeschlossen, sagte Münch: »Jetzt kann die eigentliche Digitalisierungsarbeit beginnen.« Das Landeshauptarchiv stelle dafür ausgewählte Archivalien aus Brandenburg zur Verfügung und erhalte im Gegenzug einen Satz der digitalisierten Dokumente zur eigenen Verwendung, hieß es.

Die Zusammenarbeit des Archivs mit dem Museum leiste einen Beitrag zur Stärkung der internationalen Holocaust-Forschung und zur Aufarbeitung des millionenfachen Völkermordes an den Juden, betonte Münch.

Ziel sei, das Schicksal der NS-Opfer zu dokumentieren, sagte der Direktor des internationalen Archivprogramms des Holocaust Memorial Museum, Radu Ioanid. Die Dokumente und Beweise des Holocaust könnten durch die Digitalisierung zudem besser für die Zukunft gesichert werden. epd

Meinung

Ein Boykott, der auch den Palästinensern schadet

Das Studierendenparlament der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf würde gerne die akademische Kooperation mit Israel beenden. Dabei ist interkultureller Austausch nicht zuletzt für die Friedensbemühungen in Nahost essenziell

von Michael Ilyaev  15.04.2026

Hochschule

»Spaltung statt Austausch«

Das Studierendenparlament der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf fordert den akademischen Boykott Israels. Der jüdische Student Michael Ilyaev erklärt, warum er das für falsch hält

von Joshua Schultheis  15.04.2026

Meinung

Große Worte, leiser Rückzug – und Israel bleibt zurück

Für Israel war US-Präsident Donald Trumps harte Linie gegen Iran eine sicherheitspolitische Rückendeckung. Jetzt, wo Trump rhetorisch abrüstet, entsteht ein strategisches Vakuum

von Roman Haller  15.04.2026

Interview

»Auch Clickbait spielt eine Rolle«

Wie kommt es zu israelfeindlichen und antisemitischen Narrativen in deutschen Medien? Lukas Uwira hat dazu geforscht

von Chris Schinke  15.04.2026

Nahost

Iran droht USA mit Angriffen

Die USA blockieren Schiffe mit Ziel iranischer Häfen. Teheran droht mit Konsequenzen für die fragile Waffenruhe

 15.04.2026

Berlin

Immer mehr Israelis beantragen deutsche Staatsbürgerschaft

Innerhalb weniger Jahre vervierfacht sich die Einbürgerung von Menschen aus dem jüdischen Staat

 15.04.2026

Umfrage

AfD klar stärkste Kraft

Die zumindest in Teilen rechtsextremistische Partei legt erneut zu. Viele Wähler sind unzufrieden mit der Regierung

 15.04.2026

Ramallah

Am Jom Haschoa: Abbas ehrt Verantwortlichen für Terror-Renten

Zu Lebzeiten leitete Qadri Abu Bakr das Gefangenenwesen der Palästinensischen Autonomiebehörde und war damit für das Pay-for-Slay-System verantwortlich

 15.04.2026

Nahost

USA stoppen erste Schiffe nach Beginn der Blockade gegen Iran

Betroffen sind bisher sechs Frachter und Tanker, die aus iranischen Häfen ausgelaufen waren oder sich der Straße von Hormus näherten

 15.04.2026