Skopje

NATO-Chef Rutte befürwortet Angriffe auf Iran

NATO-Generalsekretär Mark Rutte am Dienstag bei einem Besuch in Skopje Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat die Angriffe Israels und der Vereinigten Staaten auf Iran erneut verteidigt. »Der Iran steht kurz davor, sich nukleare Fähigkeiten und ballistische Raketen zu beschaffen«, sagte Rutte bei einem Besuch in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje. Das sei nicht nur eine »existenzielle Bedrohung« für Israel, sondern stelle auch eine große Gefahr für Europa dar. 

Dagegen hatte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, am Montag gesagt, die Behörde sehe im Iran kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen. Gleichzeitig schloss er nicht aus, dass die aktuellen Militärschläge etwa auf Informationen zum iranischen Atomprogramm beruhten, die der IAEA nicht vorlägen. Die UN-Atomwächter hatten seit Monaten keinen Zugang mehr zu wichtigen Anlagen im Iran.

Lesen Sie auch

US-Präsident Donald Trump hatte als Begründung für die jüngsten Angriffe auf den Iran unter anderem behauptet, dass die Islamische Republik dabei sei, ihr Nuklearprogramm zur Entwicklung von Atomwaffen wieder aufzubauen.

Rutte sagte weiter: »Wir wissen auch, dass der Iran als Exporteur von Chaos seit Jahrzehnten für Terroranschläge und Attentate verantwortlich ist«. Er kommentierte die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei mit den Worten: »Ich denke, wir sind alle besser dran, wenn er weg ist.« 

Gleichzeitig betonte Rutte, dass die NATO selbst nicht bei den Angriffen involviert sei. Zudem wies er Behauptungen zurück, wonach US-Präsident Donald Trump die NATO um eine Beteiligung an den Angriffen gebeten habe. dpa

Teheran

Trotz Angriffen: Iran mobilisiert zu Al‑Kuds‑Protesten

Zum Ende des Fastenmonats Ramadan findet im Iran immer eine staatlich-inszenierte Großdemonstration gegen Israel statt. Die Führung rief die Bevölkerung auf, es dem »Feind« zu zeigen

 13.03.2026

Andenes

Kanzler Merz sieht keinen Anlass für Militäreinsatz in Straße von Hormus

Der französische Präsident treibt die Idee eines Militäreinsatzes zum Schutz von Öltankern und Handelsschiffen in der Straße von Hormus voran. Kanzler Merz ist da deutlich zurückhaltender

 13.03.2026

Washington D.C.

»Schaut mal, was heute mit diesen geistesgestörten Drecksäcken passiert«

»Wir verfügen über beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit«, schreibt der amerikanische Präsident auf seiner Plattform Truth Social

 13.03.2026

Maskat

Bericht: Tote und Verletzte durch Drohne im Oman

Woher die Drohnen kamen, war zunächst nicht bekannt. Trotz Vermittlungsbemühungen wurde der Oman mehrfach zum Ziel iranischer Angriffe

 13.03.2026

Meinung

Iran: Der Verrat des Westens

Die Islamische Republik ist angeschlagen, doch ihre Unterstützer im Westen sind nach wie vor aktiv

von Jacques Abramowicz  13.03.2026

Paris

Nationaler Widerstandsrat will Übergangsregierung im Iran stellen

Die Gruppe exilierter Iraner will nach dem Sturz der Mullahs innerhalb von sechs Monaten Wahlen durchführen. Der Widerstandsrat ist jedoch höchst umstritten

 13.03.2026

Nahost

US-Tankflugzeug bei Einsatz im Irak abgestürzt

Vier der fünf Crew-Mitglieder starben

 13.03.2026

Incirlik

Iranische Rakete auf NATO-Stützpunkt in der Türkei abgefeuert

Als Reaktion auf die wachsende Bedrohung verstärkt die Allianz ihre Luftverteidigung in der Region. Ankara droht derweil dem Regime in Teheran

 13.03.2026

Analyse

Der strategische Fehler Teherans – und die Chance auf eine neue Ordnung im Nahen Osten

Wie der Krieg gegen das iranische Regime die Machtverhältnisse der Region dauerhaft verändern könnte

von Sacha Stawski  13.03.2026