Berlin

Nationaler Integrationspreis verliehen

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Andreas Kiefer, dem Projektvertreter des Preisträgerprojekts »Integration durch Qualifizierung« Foto: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei der Verleihung des Nationalen Integrationspreises »viele antisemitische und rassistische Taten und Vorfälle« beklagt, die einen Schatten auf das Zusammenleben in Deutschland geworfen hätten. Bei einem Festakt am Montag im Kanzleramt in Berlin bezeichnete Merkel den antisemitischen Anschlag in Halle mit zwei Toten im Oktober als »Schande für unser Land«.

Niemand solle sich in Deutschland wegen seiner Herkunft oder seiner Religion gedemütigt oder ausgegrenzt, bedroht oder verfolgt fühlen. Die Würde des Menschen könne nur gewahrt werden, wenn die Grundwerte wirklich eingehalten würden. »Ansonsten werden wir ein glückliches Land nicht sein können«, betonte die Kanzlerin.

programm Mit dem Nationalen Integrationspreis wurde das Programm »IQ Apotheker für die Zukunft« aus Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Das Programm qualifiziert Apotheker ohne deutschen Abschluss und insbesondere Flüchtlinge mit vergleichbarer Ausbildung in ihrem Heimatland für eine Approbation und damit für eine anerkannte Tätigkeit als Apotheker in Deutschland. Für das Projekt »Integration durch Qualifizierung« der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz mit dem IQ-Landesnetzwerk votierte eine unabhängige Jury unter Leitung des früheren Arbeitsagentur-Chefs Frank-Jürgen Weise.

Der Nationale Integrationspreis der Bundeskanzlerin zeichnet Personen, Gruppen, Organisationen oder Kommunen aus, die sich beispielhaft um die Integration von Migranten verdient gemacht haben. Erstmals wurde er 2017 verliehen. Schwerpunkt war dieses Jahr das Thema »Mitgestalten«. Im vergangenen Jahr ging der mit 10.000 Euro dotierte Preis an die Hilfsorganisation IsraAID Germany.  epd/dpa

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