Berlin

Nach Holocaust-Verharmlosung: Lehrer-Kündigung unwirksam

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg Foto: picture alliance / Andreas Gora

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat die Kündigung eines Berliner Lehrers wegen Verharmlosung des Holocaust für unwirksam erklärt. Zugleich löste es aber in zweiter Instanz das Arbeitsverhältnis auf Antrag des Landes Berlin gegen Zahlung einer Abfindung von 72.000 Euro auf. Zur Begründung teilte das Gericht am Donnerstag mit, eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses sei nicht mehr zumutbar.

Der 62-jährige, seit 2008 beschäftigte Lehrer hatte im Juli 2021 auf YouTube ein Video mit dem Tor eines Konzentrationslagers und der Inschrift »Impfung macht frei« verbreitet.

Unzulässige Verharmlosung Gegen seine fristlose Kündigung hatte der Lehrer geklagt. Das Arbeitsgericht wies die Klage ab. Die Kritik sei nicht mehr durch die Grundrechte der Meinungsfreiheit oder Kunstfreiheit gedeckt, sondern stelle eine unzulässige Verharmlosung des Holocaust dar, hieß es zur Begründung der ersten Instanz. Das Landesarbeitsgericht erklärte nun, »die Deutung des Lehrers, eine scharfe Kritik an der Coronapolitik zu äußern«, sei nicht zwingend auszuschließen, eine Überschreitung des Grundrechtes auf Meinungsäußerung nicht eindeutig feststellbar.

Unter anderem wegen der Veröffentlichung eines weiteren Videos im Juli 2022 entschied das Landesarbeitsgericht aber, dass eine Weiterbeschäftigung unzumutbar sei. In dem zweiten Video habe der Lehrer unter Hinweis auf seine Beschäftigung unter anderem erklärt, die totalitären Systeme Hitlers, Stalins und Maos hätten zusammen nicht so viel Leid und Tod verursacht wie die »Corona-Spritz-Nötiger«. epd

Teheran

Bericht: Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA ab

Am Mittwoch läuft die Waffenruhe im Iran-Krieg aus. US-Präsident Trump nennt einen neuen Verhandlungstermin. Aber das Teheraner Regime sieht keine »Perspektive für seriöse Verhandlungen«

 20.04.2026

Berlin

Deutsche Marine bereitet Einsatz in Straße von Hormus vor

Noch ist ein dauerhafter Waffenstillstand am Golf nicht absehbar. Doch Deutschlands Marine bereitet sich bereits auf den Tag X vor. Es geht um das Räumen von Minen in der Straße von Hormus

 20.04.2026

London

Antisemitismus-Vorwürfe: Britische Grüne suspendieren jüdischen Anti-Zionisten

Tony Greenstein stellte die Verbrechen der Hamas infrage und äußerte sich zugunsten der Terrororganisation. Es ist nicht sein erster Parteiausschluss

 20.04.2026

Kultur

Klein wünscht sich mehr Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb

Der Antisemitismus-Beauftragte Klein kritisiert einen geplanten Auftritt der palästinenisch-stämmigen DJ Sama‘ Abdulhadi im Juli in Hamburg

 19.04.2026

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026

Den Haag

Israelische NGO zeigt Spaniens Regierungschef Sánchez an

Die Gruppe erstattete Anzeige beim Internationalen Strafgerichtshof. Die spanische Regierung habe Kriegsverbrechen im Iran begünstigt

 20.04.2026 Aktualisiert

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

ZDF-Politbarometer

Auf Bundesebene: AfD erstmals stärkste Kraft

Die rechtsextreme Partei profitiert von der Unzufriedenheit der Bürger mit der Regierung

 17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

 17.04.2026