Großbritannien

Nach Holocaust-Vergleich: Tory-Partei wirft Abgeordneten raus

Suspendiert: Parlamentsmitglied Andrew Bridgen Foto: picture alliance / empics

Weil er Corona-Impfungen mit dem Holocaust verglichen hatte, hat die regierende Konservative Partei in Großbritannien den Abgeordneten Andrew Bridgen ausgeschlossen.

Damit reagierten die Tories auf eine Empfehlung eines Disziplinarausschusses, wie ein Parteisprecher am Mittwoch in London sagte. Die Entscheidung sei bereits am 12. April gefallen, Bridgen habe seit dem Datum 28 Tage Zeit für einen Einspruch.

Der 58-Jährige hatte eine angebliche Statistik zu Nebenwirkungen von Corona-Impfungen getwittert und dazu geschrieben: »Wie mir ein beratender Kardiologe sagte, ist dies das größte Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit dem Holocaust.«

Premierminister Rishi Sunak nannte den Kommentar »inakzeptabel«. Bridgen, der seit 2010 den mittelenglischen Wahlkreis North West Leicestershire im Unterhaus vertritt, war daraufhin bereits in der Tory-Fraktion suspendiert worden. Er fällt immer wieder mit verschwörungstheoretischen Aussagen vor allem zu Corona-Impfungen auf und wurde dafür wiederholt gerügt.

In einer Mitteilung kritisierte Bridgen den Rauswurf. Die Partei statuiere an ihm ein Exempel, behauptete er und kündigte an, bei der für 2024 geplanten Parlamentswahl wieder anzutreten. dpa

New York

Trump: Mamdani hat Potenzial zu großartigem Bürgermeister

Politisch liegen Welten zwischen New Yorks Bürgermeister und dem US-Präsident. Doch auch nach ihrem dritten Treffen äußern sich beide erstaunlich versöhnlich

 22.09.2026

Berlin

Sergey Lagodinsky: Linke muss Antisemiten ausschließen

Die Debatte um Judenhass in der Linkspartei ebbt nicht ab. Der Grünen-Europaabgeordnete fordert nun konkrete Konsequenzen von der Parteiführung

 22.09.2026

Berlin

Merz: Jüdisches Leben in Deutschland nicht mehr sicher

Vor allem seit dem Überfall der Hamas auf Israel und dem Beginn des Gaza-Krieges kommt es in Berlin immer wieder zu Attacken auf Juden. Der Bundeskanzler erteilt jeglichem Antisemitismus eine klare Absage

 22.09.2026

Berlin

Igor Levit kritisiert Merz: Weiter-so in hübscher Verpackung

Merz’ Art der Kommunikation des CDU-Politikers wirke »losgelöst«, so der Pianist

 22.09.2026

Kanada

Schüsse vor Synagoge: Polizist und mutmaßlicher Angreifer schwer verletzt

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, während sich rund 25 Menschen in der Sons of Jacob Synagogue zum Jom Kippur versammelt hatten

 22.09.2026

Berlin

Auschwitz Komitee: Linke soll zu »Fehlentwicklungen« stehen

Nach dem Wahlsieg der Linken: Die Präsidentin des Auschwitz-Komitees kritisiert die Haltung der Partei zum Antisemitismus. Sie müsse sich »von allen Antisemiten in ihren Reihen« trennen

 22.09.2026

Abgeordnetenhauswahl

Außenminister: Berlins Regierung muss Juden zur Seite stehen

Nach dem Erfolg der Linken bei der Berlin-Wahl ruft Außenminister Johann Wadephul dazu auf, jüdisches Leben in der Hauptstadt und in Deutschland entschieden zu schützen

 22.09.2026

Sicherheit

Innenminister besorgt nach Linken-Wahlsieg in Berlin

Brandenburgs Innenminister Redmann: »Dass in Berlin Clanchefs und Islamisten den Wahlsieg der Linken feiern, macht, glaube ich, nicht nur mir große Sorgen«

 22.09.2026

Kommentar

Schwesigs Erfolg: Wie man die AfD im Zaum halten kann

Manuela Schwesig hat gezeigt, wie man dem Populismus der Rechtsextremen begegnen kann. Das ist nicht nur eine gute Nachricht für die SPD, sondern für alle Demokraten

von Michael Thaidigsmann  22.09.2026