Antisemitismus

Mutmaßlicher Gewalttäter in Psychiatrie

Das Landgericht Berlin hatte zuvor einen Unterbringungsbefehl erlassen. Foto: imago/Schöning

Ein mutmaßlicher antisemitischer Gewalttäter ist in Berlin in die Psychiatrie eingewiesen worden. Dem 50-Jährigen wird zur Last gelegt, aus einer »wahnhaft antisemitischen Gesinnung heraus« etwa zwei Jahre lang öffentlich Plakate mit Inhalten gezeigt zu haben, mit denen auch der Holocaust geleugnet worden sei, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

körperverletzung Passanten, die den Verdächtigen darauf ansprachen, seien misshandelt und verletzt worden. Der Mann sei der gefährlichen Körperverletzung in sechs Fällen, der Körperverletzung und der Bedrohung vom Frühjahr 2017 bis zum Frühjahr 2019 dringend verdächtig.

Der 50-Jährige wurde laut Mitteilung am 9. November in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) festgenommen und nach Berlin gebracht. Das Landgericht in der Hauptstadt hatte zuvor einen Unterbringungsbefehl erlassen.

Der Beschuldigte soll bei den Taten schuldunfähig gewesen sein, so die Staatsanwaltschaft. Die Behörde geht davon aus, dass der Mann weiter gefährlich ist. Deshalb werde die dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angestrebt.  dpa

Replik

Ein starkes Kurdistan kann Israels Partner werden

In der aktuellen Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen äußert sich die Expertin Ofra Bengio skeptisch zur Chance eines kurdisch-israelischen Bündnisses in Nahost. Eine Replik des Bundesvorsitzenden der Kurdischen Gemeinde Deutschland

von Ali Ertan Toprak  07.02.2026

Libanon

Kreise: Hochrangiger Hisbollah-Funktionär tritt zurück

Die Hisbollah im Libanon steht unter Druck: Sie soll sich entmilitarisieren. Nun tritt ein prominenter Funktionär zurück

 07.02.2026

Nahost

Trump: Anfang nächster Woche wieder Gespräche mit Iran

Nach den wiederaufgenommenen Verhandlungen mit dem Iran erhöht der US-Präsident mit einer Zoll-Drohung den Druck auf Teheran. Kurz darauf erzählt er, wie die Gespräche aus seiner Sicht liefen

 07.02.2026

Protest

Tausende demonstrieren in Berlin für Freiheit im Iran

Sie wollen den Menschen im Iran eine Stimme verleihen. Zahlreiche Organisationen und politische Persönlichkeiten versammeln sich am Brandenburger Tor. Etliche bangen um Angehörige in der Heimat

 07.02.2026 Aktualisiert

Extremismus

AfD: Björn Höcke zitiert abermals Nazi-Parole

Der AfD-Politiker Höcke ist wegen einer verbotenen Nazi-Parole bereits verurteilt worden. Jetzt prüft die Polizei einen neuen Vorfall. Doch Abgeordnete stehen unter besonderem Schutz

 06.02.2026

München

Jüdische Gemeinde erhält Drohbrief mit Patrone

Der Staatsschutz der bayerischen Polizei ermittelt

von Imanuel Marcus  06.02.2026

Berlin/Gießen

Nach Rede im Hitler-Stil: AfD will Mitglied rauswerfen

Mit seiner Rede, die an Adolf Hitler erinnerte, sorgte Alexander Eichwald beim AfD-Jugendkongress für Aufregung. Jetzt droht ihm der Parteiausschluss

 06.02.2026

Berlin

Julia Klöckner reist nach Israel

Die Bundestagspräsidentin will sich mit Regierungs- und Oppositionsvertretern austauschen, nach Yad Vashem und zum Nova-Festival-Memorial fahren

 06.02.2026

Kommentar

Strafanzeige als PR-Gag?

Laut und verwegen ist der Genozid-Vorwurf einer Schweizer Gruppierung gegen den Schweizer Bundesrat Ignazio Cassis. Mit einer Rechtsdebatte hat es aber nichts zu tun

von Nicole Dreyfus  06.02.2026