Teheran

Modschtaba Chamenei bleibt unsichtbar

In Teheran ist der neue Oberste Führer Modschtaba Chamenei auf einer Flagge zu sehen. Foto: picture alliance/dpa

Der erste öffentliche Auftritt des neuen iranischen Revolutionsführers, Modschtaba Chamenei, lässt weiter auf sich warten. Viele Menschen im Iran hatten mit Spannung erwartet, ob er zum Neujahrsfest live sprechen würde. Doch das Staatsfernsehen zeigte lediglich ein Standbild mit seinem Porträt und einer iranischen Flagge. Dazu wurde eine Rede verlesen, die ihm zugeschrieben wurde.

Modschtaba Chamenei ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten - weder mit einer Audio- noch mit einer Videobotschaft. Laut Aussage der US-Regierung ist er verletzt. Nähere Informationen gibt es bislang nicht.

In der Neujahrsansprache bedankte er sich beim Präsidenten, der Regierung, den Streitkräften und dem iranischen Volk für ihren Widerstand gegen die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels. Die Gegner hätten es nicht nur mit militärischen Mitteln wie Raketen, Drohnen und Torpedos zu tun, sagte er. Die »Frontlinie« des Irans sei größer, als es die Feinde wahrnehmen wollten. Chamenei erklärte das neue persische Jahr zum »Jahr der Widerstandsökonomie im Zeichen nationaler Einheit und Sicherheit«.

Alle Medien wurden aufgefordert, sich ernsthaft zu enthalten, Schwachstellen zu thematisieren. Andernfalls bestehe die Möglichkeit, dass der Feind sein Ziel erreiche. Chamenei bestritt, dass iranische Streitkräfte die Türkei oder Oman angegriffen hätten. dpa

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