Jom Haazmaut

»Mit Zuversicht und Tatkraft«

Bundeskanzler Olaf Scholz Foto: IMAGO/Metodi Popow

Im Namen der gesamten Bundesregierung gratuliere ich den Bürgerinnen und Bürgern Israels zum 75. Jahrestag der Gründung des Staates Israel.

Vor einem Dreivierteljahrhundert lagen die Staaten Europas nach dem von Deutschland ausgelösten Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche. Jüdinnen und Juden, die dem Grauen der Shoah und der systematischen Verfolgung und kaltblütigen Ermordung durch die Nationalsozialisten entkommen waren, suchten Schutz und Sicherheit in einem eigenen Staat. Mit Zuversicht und Tatkraft bauten sie sich ihre neue Heimat auf.

grundstein Am 14. Mai 1948 rief David Ben-Gurion den Staat Israel aus. Als erster Ministerpräsident legte Ben-Gurion auch den Grundstein für die Aussöhnung zwischen Israel und Deutschland. Unserem Land wurde wieder Vertrauen entgegengebracht. Diese Chance war und ist ein großes Geschenk.

Wir sind dankbar, dass es heute hier in Deutschland wieder eine lebendige jüdische Gemeinschaft gibt. Es ist mir und der gesamten Bundesregierung ein zentrales Anliegen, jüdisches Leben zu stärken und zu fördern.

Unserem Land wurde wieder Vertrauen entgegengebracht. Diese Chance war und ist ein großes Geschenk.

Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, Antisemitismus in allen seinen Formen – darunter auch israelbezogenen Antisemitismus – entschieden zu bekämpfen. Ebenso ist und bleibt die Sicherheit Israels für uns Staatsräson.

dankbarkeit Heute blicken wir voller Dankbarkeit auf die engen und besonderen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern – politisch, wirtschaftlich, in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Zahlreiche Städtepartnerschaften und Jugendaustauschprogramme sind Ausdruck von Begegnung und einer tiefen Verbundenheit unserer Gesellschaften.

Für uns sind diese besonderen Beziehungen keineswegs eine Selbstverständlichkeit, sondern eine Aufgabe, an der wir gemeinsam weiterarbeiten. Wir werden alles dafür tun, diese Verbindungen zwischen Israel und Deutschland auch in Zukunft zu stärken.

Herzlichen Glückwunsch zum 75. Jahrestag! Mazel tov!

Offener Brief

Lieber Heinz Rudolf Kunze, ...

Malca Goldstein-Wolf schreibt dem Sänger Heinz Rudolf Kunze einen Offenen Brief, denn was sie von ihm im Fernsehen hörte, machte sie fassungslos

 12.08.2026

Die iranische Atomanlage Fordo vor den amerikanischen Angriffen

Iranisches Atomprogramm

Fordo: Der Mossad war da

Yossi Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021. Unter seiner Ära hätten israelische Spione die iranische Atomanlage Fordo mehrmals in Augenschein genommen

 12.08.2026

Meinung

Warum die Begründung des OLG Zweibrücken nicht überzeugt

Der Beschluss des Pfälzischen Oberlandesgerichts zur Gleichsetzung von Davidstern und Hakenkreuz zeigt, wie die bestehende Dogmatik angesichts des Anstiegs des Antisemitismus in der Gesellschaft an Grenzen stößt

 12.08.2026

Kommentar

UNRWA: Fakten statt Tabus

Warum Kritik am Palästinenserhilfswerk auf Schweigen und Ablehnung stößt

von Duki Dror  12.08.2026

Nordhessen

Vier Meter großes Hakenkreuz in Asphalt gebrannt

Die Polizei sucht nun nach den Täter, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen

 12.08.2026

Judenhass

Tourist mit Kippa in Rom zweimal attackiert

Antisemitische Vorfälle in Italien nehmen seit Jahren zu. Nun wurde ein junger Tourist in der Hauptstadt gleich zweimal angegriffen. Er trug eine Kippa

von Severina Bartonitschek  12.08.2026

Vorfall

»Hitler« und »Freies Palästina«: Jüdisches Gebetbuch antisemitisch beschmiert

Ein Mitarbeiter des deutsch-jüdischen Vereins »WerteInitiative« bestellte einen Machsor für die anstehenden Feiertage – doch als er ihn zu Hause öffnete, fand er darin eindeutige Schmierereien

von Mascha Malburg  12.08.2026

Tel Aviv/Gaza/Brüssel

Israel verlängert zwei EU-Missionen in Palästinensergebieten

Die EU hilft bei der Ausbildung palästinensischer Polizisten und der Überwachung des Rafah-Grenzübergangs. Beide EU-Missionen können nun aus Sicht Israels bis 2027 weitergehen

von Cindy Riechau  12.08.2026

Nahost

Abbas zu Gesprächen mit Erdoğan in Ankara

Der Palästinenserpräsident will sich zwei Tage in der Türkei aufhalten. Israels Finanzminister Smotrich fordert Netanjahu auf, Abbas die Rückkehr zu verweigern

 12.08.2026