Doha

Merz sagt Partnern am Golf engere Rüstungszusammenarbeit zu

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird vom Emir des Staates Katar, Scheich Tamim bin Hamad bin Khalifa Al Thani, empfangen. Foto: picture alliance/dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz hat wichtigen Partnern in der Golfregion eine engere Rüstungszusammenarbeit zugesagt. »Das ist im gegenseitigen Interesse, denn wir wollen dafür sorgen, dass die Welt sicherer wird. Und die wird nur sicherer, wenn wir uns auch verteidigen«, sagte Merz während seines Besuches in Katar. 

Wenn die Bundesregierung »zuverlässige Kooperationspartner« wie in Katar oder am Vortag in Saudi-Arabien sehe, dann könnten sich diese Länder auf eine intensivere Rüstungszusammenarbeit als in den vergangenen Jahren verlassen. »Das heißt aber nicht, dass wir jetzt völlig unkontrolliert alle Rüstungsgüter in alle Länder liefern. Es bleibt bei einer Einzelfallprüfung.«

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Es habe bereits im vergangenen Sommer eine Lockerung gegeben, sagte Merz. Er wies darauf hin, dass die Bundesregierung den Weg für den Export weiterer Eurofighter an Saudi-Arabien frei gemacht habe. 

Waffenexporte in die autokratisch geführten Länder am Golf waren wegen der Menschenrechtslage und Beteiligung an regionalen Konflikten wie dem Jemen-Krieg von Vorgängerregierungen lange Zeit sehr zurückhaltend gehandhabt worden. Für Saudi-Arabien galt sogar jahrelang ein Rüstungsexportstopp.

Merz betonte, er habe bei seinem Besuch in Saudi-Arabien und Katar auch Menschenrechtsfragen angesprochen. Er mache dies aber nicht öffentlich, sondern rede darüber mit seinen Gesprächspartnern hinter verschlossenen Türen. dpa

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