Videobotschaft

Merkel fordert Zivilcourage im Kampf gegen Rechts

Videoblog von Bundeskanzlerin Angela Merkel Foto: screenshot: JA

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu Zivilcourage im Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut aufgerufen. Jeder Bürger müsse sich dafür einsetzen, »dass falsche Parolen keinen Raum haben«, erklärte Merkel am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft.

Jungen Menschen, die einer nationalsozialistischen Weltanschauung nahestehen, müsse der Ausstieg aus dieser Gedankenwelt ermöglicht werden. Auch in anderen europäischen Ländern dürfe rechtes Gedankengut keinen Platz haben.

Nationalsozialismus Die Bundeskanzlerin rief die Deutschen dazu auf, sich ihrer Vergangenheit zu stellen: »Der Nationalsozialismus ist das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte.« Zwar lebten die Deutschen heute in einer Demokratie. »Aber wir wissen auch, dass diese Demokratie immer wieder gefährdet ist; dass es Antisemitismus gibt, dass es Rassismus gibt, dass es auch rechte politische Gruppen gibt«, so Merkel weiter. Daher sei die Auseinandersetzung mit der Geschichte wichtig.

Für sie sei es »sehr beschämend, dass es in Deutschland keine jüdischen Einrichtungen gibt – keine Kindergärten, keine Schulen, keine anderen Einrichtungen –, vor denen nicht Polizeibewachung stehen muss, weil wir sonst immer Sorge haben müssen, dass sie geschändet werden«, fügte die CDU-Politikerin hinzu. »Wir sollten uns sehr intensiv mit der Geschichte auseinandersetzen und verhindern, dass es wieder zu so etwas kommt«, betonte Merkel vor einem Besuch der KZ-Gedenkstätte im bayerischen Dachau am 20. August. epd

Debatte

UN-Experten rügen Umgang mit Epstein-Akten

Der Fall Epstein setzt US-Behörden unter Druck: Teils wurden Namen von Opfern veröffentlicht, teils Ermittlungen unterlassen. Aus Sicht von UN-Sachverständigen steht die Glaubwürdigkeit von Regierungen auf dem Spiel

 16.02.2026

Meinung

Gegen Judenhass in de Bütt gestiegen - diesen Redner muss man lieben

Bei der Mainzer Fastnacht hält »Till« eine bemerkenswerte Rede über den wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Eine Wohltat für den sonst so schrecklich unpolitischen Karneval

von Martin Krauß  16.02.2026

Erfurt

Scharfe Kritik an Termin für AfD-Parteitag in Erfurt

Die AfD will ihren Bundesparteitag im Juli in Erfurt abhalten. Die Wahl des Termins ruft Kritiker auf den Plan. Genau 100 Jahre zuvor fand in Weimar ein NSDAP-Parteitag statt

 16.02.2026

Nahost

Analyse: Iran repariert Raketenanlagen schneller als Nuklearzentren

Während mehrere beschädigte Raketenstandorte offenbar zügig instand gesetzt wurden, kommen die Arbeiten an zentralen Nuklearanlagen deutlich langsamer voran

 16.02.2026

Paris

Epstein-Affäre: Durchsuchung nach Ermittlung gegen Jack Lang

Es geht um Verdacht auf Geldwäsche und Steuerbetrug. Wie tief ist Frankreichs Kultur-Ikone verstrickt?

 16.02.2026

Bosnien-Herzegowina

Jüdischer Protest gegen rechtsextrexmen Sänger Thompson

Vergangenes Jahr hatte der kroatische Sänger Thompson mit einem Megakonzert in Zagreb einen Zuschauerrekord gebrochen. Bekannt ist er für rechtsnationalistische Auftritte. Jetzt provoziert er erneut

von Markus Schönherr  16.02.2026

Madrid

Museum wirft israelische Besucherinnen raus

Drei ältere Touristinnen werden von Besuchern bepöbelt, weil sie Davidsterne und eine israelische Fahne tragen. Doch statt ihnen zu helfen, setzt das Museum sie vor die Tür

 16.02.2026

Diskussionsveranstaltung

Francesca Albanese soll in Berlin auftreten, Absage gefordert

Es könne nicht sein, dass die Senatsverwaltung für Kultur durch die Förderung des Veranstaltungsortes ermögliche, dass antisemitische Veranstaltungen durch Steuergelder finanziert würden, so die Organisation »Gegen jeden Antisemitismus«

von Imanuel Marcus  16.02.2026

Atomprogramm

Iran: Nächste Verhandlungsrunde mit den USA in Genf

US-Präsident Donald Trump fordert vom Teheraner Regime, sein Atomprogramm zu beenden. Doch die iranische Regierung ist nur zu Zugeständnissen bereit

 16.02.2026