Meinung

Meine Synagoge? Keine Synagoge!

Bei der Diskussion um die neue Synagoge fehlt der rote Faden Foto: JA

Die Landesregierung in Brandenburg stoppt vorerst ihr Engagement für den Bau der neuen Synagoge Potsdam. Die Parteien sollen sich erst einmal einigen, dann könne man weitersehen, der Geduldsfaden sei gerissen. Richtig so! Bleibt nur die Frage, warum das derart lange gedauert hat. Das Hickhack um eine »richtige« Synagoge war schon seit einiger Zeit zum Davonrennen. Längst werden keine sachlichen Argumente mehr ausgetauscht, es geht nur noch um persönliche Diffamierungen.

Zank und Häme Findet man kein Gehör mehr in der Gemeinschaft, gründet man schnell eine Gemeinde, ja sogar einen neuen Bauverein, und glaubt so, seine Ziele durchsetzen zu können. Das Land zahlt ja. Fünf Millionen Euro sind zugesichert, um jüdisches Leben zu fördern. Den Vorwurf, diese Chance durch Zank und Häme vorerst vertan zu haben, müssen sich die mittlerweile drei Gemeinden nun gefallen lassen. Damit haben sie allen geschadet – vor allem dem Ansehen der Gemeinschaft.

Denn weder wird jüdisches Leben beispiel- und vorbildhaft vorgelebt, noch ist ein ernsthaftes Bemühen um eine einvernehmliche Lösung zu erkennen. Viele werden sich jetzt bestätigt sehen, die Juden nur mit Streit verbinden, und leider trifft genau dieses Bild hier zu. In Potsdam geht es nicht um Ansehen, gesellschaftlichen Respekt und Anerkennung, sondern um kleinliche Rechthabereien. Wem nützt es da noch, dass der Staatsvertrag vor Kurzem aufgestockt wurde? In Potsdam zumindest keinem. Hier macht jeder sein eigenes Ding – koste es, was es wolle.

Krieg gegen Iran

Medienbericht: Trump will Mullahs nur wenige Tage Zeit geben

Als der US-Präsident am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verkündete, nannte er keine neue Frist. Unbegrenzt verlängern, will er sie US-Medien zufolge aber nicht

 22.04.2026

Nahost

Voller Vorurteile

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  22.04.2026

Michael Thaidigsmann

Haltlose Rüge aus Straßburg

Der Menschenrechtskommissar des Europarats wirft Deutschland »unangemessene Beschränkungen« propalästinensischer Proteste vor. Überzeugende Belege legt er jedoch nicht vor

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

Nahost

Trump verlängert Waffenruhe: Wie es jetzt weitergehen könnte

Welche Szenarien sind jetzt denkbar?

von Cindy Riechau, Arne Bänsch  22.04.2026

Nahost

Behörde: Iran beschießt Frachter in Straße von Hormus

Immer wieder kommt es in der Straße von Hormus zu Angriffen auf Schiffe. Die britische Behörde UKMTO meldet nun gleich zwei Vorfälle

 22.04.2026

New York

Wegen Haltung der Demokraten zu Israel: Alan Dershowitz wird Republikaner

Seine bisherige Partei sei zur »antiisraelischsten Partei in der amerikanischen Geschichte« geworden, schreibt der jüdische Jurist

 22.04.2026

New York/London

IAEA-Chef: Iran-Abkommen ohne Kontrolle wertlos

Rafael Grossi warnt vor der »Illusion eines Abkommens« oder um ein Versprechen, dessen Einhaltung niemand sicher feststellen könne

 22.04.2026

London

Beratungen über Wiederöffnung der Straße von Hormus beginnen

Diskutiert werden sollen auch Einsatzkräfte, Führungsstrukturen sowie die Verlegung von Einheiten in die Region

 22.04.2026

Europäische Union

Keine Mehrheit für Strafmaßnahmen gegen Israel

Vor allem Spanien und Irland hatten vor der Sitzung der Außenminister in Luxemburg Druck gemacht und die Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU mit Israel verlangt. Sie scheiterten erneut

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026