Vertreter aus mehr als 30 Staaten kommen ab heute in London zu zweitägigen Beratungen zusammen, um konkrete Schritte zur Wiederöffnung der Straße von Hormus vorzubereiten. Das kündigte die britische Regierung laut Beiträgen in amerikanischen, britischen und israelischen Medien an.
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen demnach militärische Planungen für den Fall, dass nach einer dauerhaften Waffenruhe wieder sichere Schifffahrt möglich ist. Diskutiert werden sollen unter anderem Einsatzkräfte, Führungsstrukturen sowie die Verlegung von Einheiten in die Region.
Bereits in der vergangenen Woche hatten sich mehr als ein Dutzend Länder grundsätzlich bereit erklärt, sich an einer internationalen Mission zum Schutz des Schiffsverkehrs in der Meerenge zu beteiligen. Die Initiative wird von Großbritannien und Frankreich angeführt.
Gemeinsamer Einsatzplan
Vorausgegangen war eine Videokonferenz mit rund 50 Staaten aus Europa, Asien und dem Nahen Osten. Beobachter werteten das Treffen auch als politisches Signal an US-Präsident Donald Trump, nachdem dieser erklärt hatte, er benötige keine Unterstützung von Verbündeten.
Der britische Verteidigungsminister John Healey erklärte vor Beginn der Beratungen, die nun anstehenden Gespräche sollten den diplomatischen Konsens in einen gemeinsamen Einsatzplan überführen. Ziel sei es, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu sichern und eine dauerhafte Waffenruhe zu unterstützen.
Wörtlich sagte Healey: »Die Aufgabe heute und morgen besteht darin, den diplomatischen Konsens in einen gemeinsamen Plan umzusetzen, um die Freiheit der Navigation in der Meerenge zu schützen und einen dauerhaften Waffenstillstand zu unterstützen.«
»Echte Fortschritte«
Zugleich zeigte sich der Minister optimistisch. »Ich bin zuversichtlich, dass in den kommenden zwei Tagen echte Fortschritte erzielt werden können«, sagte er.
Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Seewegen der Welt. Ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Gastransports verläuft durch die Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. im
