Antisemitismus

Mehr Vandalismus an Gedenkstätten

Verbrannte Bücher in der ausgebrannten Bücherbox in der Nähe des Mahnmals »Gleis 17« Foto: picture alliance/dpa

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) hat eine massive Zunahme judenfeindlicher Beschädigungen an jüdischen Gedenkorten in Berlin registriert. Im ersten Halbjahr 2024 seien mehr entsprechende Vorfälle gemeldet worden als im gesamten vergangenen Jahr, berichtete der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Samstag unter Berufung auf RIAS-Angaben. Für das erste Halbjahr 2024 seien 21 Vorfälle von gezielter Sachbeschädigung an Gedenkorten gemeldet worden, im gesamten Vorjahr seien es 18 gewesen.

Die RIAS-Projektleiterin Julia Kopp sagte den Angaben zufolge, Schmierereien an Orten des Gedenkens, das Beschädigen von Mahnmalen und das Unkenntlichmachen von Stolpersteinen würden regelmäßig dokumentiert und erfasst. Zwölf der 18 Vorfälle vom vergangenen Jahr hätten sich nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 ereignet. Nach dem Anschlag kam es den Angaben zufolge zu einer stärkeren Instrumentalisierung und Vereinnahmung solcher Gedenkorte.

RIAS Berlin geht demzufolge davon aus, dass die Zahlen antisemitisch motivierter Sachbeschädigungen an Gedenkorten im Laufe dieses Jahres noch weiter steigen werden. Besonders an Gedenktagen wie dem 9. November, dem Jahrestag der Novemberpogrome von 1938, kommt es laut der Meldestelle vermehrt zu solchen Taten. epd

Europäisches Parlament

»Auschwitz ist eine Fälschung«: Immunität aufgehoben

Der rechtsextreme Politiker Grzegorz Braun muss sich in gleich mehreren Strafverfahren vor Gericht verantworten, unter anderem wegen Holocaustleugnung

 27.03.2026

Drohung

Katz: Israel verstärkt Angriffe im Iran

Das Vorgehen des Militärs gegen das Mullah-Regime werde nun stärker ausfallen und auf zusätzliche Ziele und Bereiche ausgeweitet, sagt der israelische Verteidigungsminister

 27.03.2026

Berlin

Tausende Straftaten bei israelfeindlichen Demonstrationen

Gewalt- und Propaganda-Delikte sowie Volksverhetzung in Hunderten Fällen wurden registriert

 27.03.2026

Berlin

Demonstration gegen Auftritt von Francesca Albanese

»Wer das Existenzrecht Israels delegitimiert und Gräueltaten rechtfertigt, darf in Berlin keine unwidersprochene Bühne erhalten«, sagen die Organisatoren der Kundgebung

von Imanuel Marcus  27.03.2026

Essay

Keine Empathie für Israel, nirgends

Was mich an der deutschen Reaktion auf den Iran-Krieg irritiert

von Ralf Fücks  27.03.2026

Kommentar

Wie mit dem Völkerrecht Israel delegitimiert wird

Der Angriff auf den Iran sei eindeutig völkerrechtswidrig, sagen zahlreiche Experten. Sie machen es sich zu einfach. Denn es spricht viel dafür, dass Israel ein Recht auf präventive Selbstverteidigung hat

von Monika Polzin  27.03.2026

Berlin

Antisemitischer Angriff in Prenzlauer Berg

Das Opfer schrieb hebräische Texte in ein Buch. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts ermittelt

 27.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  27.03.2026

Jüdischer Wahlkämpfer

»Wer nicht kämpft, hat schon verloren«

David Rosenberg über den Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, die Niederlage seiner Partei und warum er sich gerade als junger Jude weiter politisch engagieren will

von Mascha Malburg  27.03.2026