Hessen

Martin Hohmann will zurück

Martin Hohmann während seiner umstrittenen Rede zum Tag der Deutschen Einheit 2003, in der er Juden mit dem Begriff »Tätervolk« in Verbindung brachte Foto: dpa

Mit einem Abgeordneten Martin Hohmann möchte die AfD im nächsten Bundestag vertreten sein. Der frühere CDU-Politiker, der wegen Äußerungen, die Juden seien ein »Tätervolk«, 2003 ausgeschlossen wurde, kandidiert auf Platz vier der hessischen Landesliste. Der 68-jährige Hohmann ist optimistisch, dass er bald wieder in Berlin wirken kann.

»Ich sehe gute Chancen für mich«, wird er in Zeitungen zitiert. Er begründet seine Einschätzung nicht nur mit den Umfragewerten der AfD, sondern auch mit den politischen Entwicklungen in den USA, Österreich und Frankreich. »Ich hoffe, dass auch hier den herrschenden Parteien eine Absage erteilt wird.«

flüchtlingspolitik Der nach Selbsteinschätzung »patriotische Konservative« hatte erst jüngst zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung gesagt, »eine Volksgemeinschaft muss wissen, wer dazugehört und wer nicht«. In der Fuldaer Kommunalpolitik mischt Hohmann schon eine Weile für die AfD mit.

»Wenn wir den leisesten Verdacht hätten, dass Herr Hohmann antisemitische Positionen verträte, dann wäre er für unsere Partei kein möglicher Exponent«, erklärte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen zur Personalie Hohmann. Meuthen wird in der rechten Partei zum liberal-konservativen Flügel gezählt.

Die Nominierung Hohmanns erfolgte am vergangenen Wochenende in Hofheim am Taunus. Die Landesliste wird von der Rechtsanwältin Mariana Harder-Kühnel angeführt, Nummer zwei sind der Landessprecher der Partei, Peter Münch, und die Politologin Joana Cotar. Noch hinter Hohmann platziert ist Albrecht Glaser, der für die CDU früher Frankfurter Stadtkämmerer war und aktuell für die AfD um das Amt des Bundespräsidenten kandidiert. Auf dem Wahlparteitag sprachen auch die AfD-Vorsitzende Frauke Petry und die Europaabgeordnete Beatrix von Storch. ja

Krieg

USA starten neue Angriffswelle gegen Iran

Die Vereinigten Staaten greifen das Mullah-Regime die zehnte Nacht in Folge an

 20.07.2026

CSD

Berlin: Antisemitismus in der queeren Szene nimmt zu

Erst nach parlamentarischen Anfragen veröffentlicht der Senat eine schon seit Monaten fertige Untersuchung zu Judenhass in der LGBTIQ-Community

von André Anchuelo  20.07.2026

Bericht

Brandenburg zählt 461 antisemitische Vorfälle im vergangenen Jahr

Sachbeschädigung, Bedrohung und Gewalt: In Brandenburg gibt es immer wieder antisemitische Vorfälle. Laut einem neuen Jahresbericht stagnieren diese Fälle auf einem hohen Niveau - doch die Enthemmung nehme zu

von Benjamin Lassiwe  20.07.2026

Photo by Al-Aqsa TV/UPI Photo via Newscom picture alliance

Gaza

Khalil al-Hayya wird neuer Hamas-Führer

Knapp zwei Jahre nach der Tötung ihres Anführers Yahya Sinwar durch die israelische Armee hat die radikalislamistische Hamas mit Khalil al-Hayya offenbar einen neuen Chef

 20.07.2026

New York/Jerusalem

Scharfe Kritik an Mamdani nach Ankündigung, Netanjahu festnehmen zu lassen

Aus dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten heißt es, Mamdani solle ich lieber »auf die Behebung des Schadens konzentrieren, den seine Politik New York zugefügt hat«

 20.07.2026

Washington D.C.

Demokraten kritisieren Trump nach Tod von US-Soldaten scharf

Erstmals seit Monaten verzeichnen die USA nach eigenen Angaben wieder Tote nach iranischem Beschuss. Die US-Demokraten reagieren darauf mit Kritik an Trump, doch der verteidigt seinen Krieg

 20.07.2026

Berlin

Humboldt-Universität will weiter mit Israel kooperieren

Die Berliner Humboldt-Universität ist gegen einen Boykott israelischer Hochschulen. Das Studierendenparlament hatte zuletzt einen Abbruch der Beziehungen gefordert

 20.07.2026

Terror

Ermittlungen enthüllen Hamas-Netzwerk in Europa

Das Geflecht erstreckt sich von Griechenland und Zypern über Österreich und Skandinavien bis nach Deutschland

 20.07.2026

Budapest

Premier Peter Magyar will Schachlegende Judit Polgár als Präsidentin

»Für mich persönlich wäre es ein großes Privileg und eine enorme Ehre, wenn sie diese Bitte annehmen würde«, sagt der Regierungschef

 20.07.2026