Argentinien

Maradona: »Mein Herz ist palästinensisch«

Diego Maradona beim WM-Finale 2018 (Frankreich-Kroatien) im Luschniki-Stadion in Moskau Foto: dpa

Nach seinem Treffen mit Mahmud Abbas bei der Fußball-WM am Wochenende in Moskau hat der argentinische Ex-Fußballstar Diego Maradona (57) ein Foto auf Instagram gepostet, das ihn bei einer Umarmung mit dem Palästinenserpräsidenten zeigt.

Instagram Auf Instagram schrieb Maradona: »Mein Herz ist palästinensisch. Dieser Mann will Frieden in Palästina. Präsident Abbas hat ein Land, und er hat Rechte.« Laut Angaben der Jewish Telegraphic Agency (JTA) erhielt der Post mehr als 100.000 Likes. Abbas schenkte Maradona bei dem Treffen ein Bild von einer Taube mit einem Olivenzweig im Schnabel. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte Abbas zur Fußball-WM eingeladen.

Maradona hatte die Weltmeisterschaft als Kommentator für einen staatlichen Sender Venezuelas begleitet, der häufig Kritik an den USA und Israel übt. In seinem abschließenden Auftritt sagte Maradona am Sonntag laut JTA unter anderem: »Wir wollen nicht, dass bei uns die Fahne der Yankees gehisst wird.«

Während des Spiels Argentinien-Nigeria schlief Maradona zeitweise ein, zeigte den gestreckten Mittelfinger und führte im Stadion Tänze auf. Beobachter fragten sich, ob der Ex-Weltstar unter dem Einfluss von Alkohol oder Medikamenten stand.

BDS Eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaft hatte Argentinien ein Freundschaftsspiel gegen Israel abgesagt, das zuvor von Haifa nach Jerusalem verlegt worden war. Die argentinischen Spieler waren vor der Absage des Spiels von einer Kampagne Dschibril Radschubs, des Präsidenten des palästinensischen Fußballverbandes, und von BDS-Aktivisten bedroht worden. ag

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